05.01.12 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Teilerfolg für Hoku - Zukunft der US-Siliziumfabrik weiter unsicher

Im Streit mit dem US-Energieversorger Idaho Power hat die Siliziumproduzentin Hoku Corp. einen Etappensieg errungen. Laut US-Medienberichten darf der Versorger zunächst nicht die Stromzufuhr für die Siliziumproduktion der Tochtergesellschaft der chinesischen Hoku Scientific Inc. kappen. Der hatte damit gedroht, weil Hoku eine offene Rechnung über 1,9 Millionen Dollar für den November 2011 noch nicht bezahlt hat. Hoku hatte die Produktion in Pocatello im US-Bundesstaat Idaho erst im November 2011 ans Stromnetz angeschlossen und ist erst dabei, sie weiter hoch zu fahren.

Laut den Medienberichten hat die zuständige Dienstleistungskommission des Bundesstaates, die  Idaho Public Utilities Commission, der Idaho Power untersagt, die Stromzufuhr zu unterbrechen. Der gegenüber hatte Hoku argumentiert, der dadurch drohende Schaden stehe in keinem Verhältnis zu den Ansprüchen des Energieversorgers an die Siliziumproduzentin. Gründe dafür, warum die Rechnung nicht bezahlt wurde, nannte Hoku jedoch nicht. Nun soll eine Entscheidung erst nach einer Anhörung der Parteien durch die Kommission erfolgen.

Hoku Scientific ist hoch verschuldet und schreibt seit längerem tiefrote Zahlen. Deren US-amerikanische Siliziumproduzentin mit Hauptsitz auf Hawaii musste den Produktionsstart der Anlage in Idaho immer wieder verschieben. Da der Marktpreis für Silizium, den wichtigsten Rohstoff der derzeit kriselnden Photovoltaikhersteller, zuletzt massiv eingebrochen ist, dürfte die Produktionsanlage dem Unternehmen deutlich weniger einbringen als ursprünglich anvisiert

Hoku Scientific Inc.:  ISIN US4347111076 / WKN A1CUWM

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