30.07.12 Erneuerbare Energie

Tochterunternehmen folgt Solarwatt AG in die Insolvenz

Die Pleitewelle in der deutschen Solarbranche hat ein weiteres Unternehmen erfasst: Nach der Solarwatt AG ist nun auch ihre Unternehmenstochter Sunstrom GmbH zahlungsunfähig. Der wie die Muttergesellschaft in Dresden ansässige  Solarprojektierer stellte vor dem dortigen Amtsgericht  einen Insolvenzantrag.

Das Gericht bestellte den Rechtsanwalt Rüdiger Wienberg, Partner der Kanzlei hww Wienberg Wilhelm, zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Wienberg hat auch schon das einstige Branchenschwergewicht Solon SE abgewickelt und den Kern des Photovoltaikkomponenten-Herstellers an die indisch-arabische Microsol verkauft (mehr dazu lesen Sie Opens external link in new windowhier).

Von der Insolvenz der Sunstrom GmbH seien 140 Mitarbeiter betroffen, deren Bezüge noch bis September 2012 durch das Insolvenzgeld gesichert seien, hieß es. Die im US-Bundesstaat Washington ansässige Nordamerika-Sparte von Sunstrom sei hingegen ein eigenständiges Unternehmen und deshalb nicht von der Pleite berührt, stellte der vorläufige Insolvenzverwalter klar.

Er werde zunächst prüfen, inwiefern der Betrieb von Sunstrom in Deutschland und laufende Projekte fortgeführt werden könneten. Anders als Sunstrom führt die Solarwatt AG eine Insolvenz in Eigenregie durch (mer erfahren Sie Opens external link in new windowhier).Von dieser Insolvenz sind unter anderem zahlreiche Kleinanleger betroffen, die als Anleihegläubiger der Solarwatt AG investiert hatten.
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