Installation einer Anlage mit Modulen von First Solar: Der US-Konzern befürwortet Importzölle auf chinesische Solarmodule. Bald soll die Entscheidung über eine solche Handelsbeschrännkung fallen. / Foto: Unternehmen

19.01.18 Nachhaltige Aktien , Erneuerbare Energie , Meldungen

Trump entscheidet: Kommen Importzölle für Solarprodukte?

Gibt es bald Importzölle auf Solarzellen und Solarmodulde in den USA? Nach Medienberichten soll die Entscheidung von US-Präsidenten Donald Trump in den nächsten Tagen fallen. Stichtag ist der 26. Januar, bis dahin hat Trump Zeit. Möglich ist allerdings auch, dass er eine Nachfrist von weiteren 90 Tagen in Anspruch nimmt.

Worum geht es? - Letztlich darum, die US-Solarindustrie vor chinesischen Importen zu schützen. Bei Trump klingt das so: Die Chinesen betreiben Preisdumping, staatlich subventioniert.

Die Entscheidungsnot des Präsidenten geht auf eine Petition nach Section 201 des US-Handelsrechts aus dem April 2017 zurück. Den ursprünglichen Antrag hatte das Solarunternehmen Sunvia eingereicht, später gesellten sich First Solar und SolarWorld Americas hinzu.

Das Vorhaben ist hoch umstritten

Der Präsident ist in seiner Entscheidung frei.  Er kann entweder den Empfehlungen der US-Handelskommission folgen oder sich darüber hinwegsetzen.  Im Dezember 2017 war durchgesickert, dass Trump offenbar hohe Zölle einführen will. Das könnte nicht nur chinesische Produzenten treffen.

In den USA selbst ist das Vorhaben auch in der Solarindustrie umstritten. Gegner sagen: Hohe Importzölle sorgen nur dafür, dass künftig deutlich weniger Solarprojekte in den USA verwirklicht werden. Damit würden tausende Jobs vernichtet.
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