Brennstoffzellen-Technik von Ballard Power treibt immer mehr Busse und Bahnen in China an. Auf diesen Markt will das Umwelttechnologie-Untenrehmen verstärkt setzen. / Foto: Ballard Power

26.10.16 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Umsatzsprung der Brennstoffzellen-Spezialistin Ballard Power

Ballard Power Systems hat den Umsatz deutlich verbessert, schreibt aber weiter rote Zahlen. Die Börsianer reagierten entspannt auf die Zwischenbilanz, die die Brennstoffzellen-Spezialistin aus Kanada vorgelegt hat. An der Nasdaq hielt sich die Aktie stabil bei 2,2 Dollar und damit knapp 50 Prozent über dem Vorjahresniveau.  ECOreporter.de hat kürzlich in einem Aktientipp über eine Kaufempfehlung für die Aktie von Ballard Power berichtet.  Die Kanadier gaben überdies bekannt, dass die Produktionspartnerschaft mit der chinesischen Synergy nun in trockenen Tüchern ist.

Das Unternehmen aus der kanadischen Provinz British Columbia hat im dritten Quartal den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 29 Prozent auf 20,6 Millionen US-Dollar gesteigert. In den ersten neun Monaten erreichte Ballard Power ein Umsatzplus von knapp 50 Prozent auf 54,6 Millionen Dollar.

Steigende Verluste belasten den Aktienkurs nicht

Allerdings ist der Nettoverlust in beiden Zeiträumen gestiegen. Für das dritte Quartal verzeichneten die Kanadier ein Minus von 4,3 Millionen Dollar. Es ist damit um ein Prozent höher ausgefallen als im Vorjahreszeitraum. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres erwirtschaftete Ballard Power einen Nettoverlust von 20,8 Millionen Dollar. Er hat sich damit fast vervierfacht.

Die Brennstoffzellen-Spezialistin hatte stark in zukünftiges Wachstum investiert. Aus diesem Grund und weil sie gute Aussichten auf einen deutlichen Aufschwung hat, wurde Ballard Power an der Börse auch nicht für die steigenden Verluste abgestraft. An der Nasdaq legte sie nach der Vorlage der Zwischenbilanz sogar 0,5 Prozent auf 2,2 Dollar zu.

Hoffnungen auf künftigen Geldregen aus China

Ballard Power hat im Jahresverlauf vor allem die Geschäftsbeziehungen nach China intensiviert. Dort gibt es eine stark wachsende Nachfrage nach klimaschonender Technologie für den Antrieb von Bussen und Bahnen. Die Kanadier bieten dafür geeignete Brennstoffzellen-Technik an und haben bereits Aufträge aus China erhalten.

Um das Geschäft in dem Wachstumsmarkt auszubauen, wollen sie in Kooperation mit einem chinesischen Partner künftig vor Ort produzieren. Dafür haben sie mit einen Vertrag mit der chinesischen Guangdong Synergy Hydrogen Power Technology abgeschlossen. Wie die Kanadier mitteilten, ist das Abkommen nun in Kraft getreten, und sie haben bereits wie verabredete eine erste Anzahlung über 11 Millionen Dollar von Synergy erhalten. Die Kooperation soll Ballard Power über fünf Jahre mindestens Einnahmen von 170 Millionen Dollar einbringen. Davon entfällt nach Angaben des Unternehmens der Hauptanteil von 150 Millionen Dollar auf eine Verkaufserlösbeteiligung. Diesen Erlös habe der chinesische Partner unabhängig von der tatsächlichen Verkaufsmenge garantiert.

Synergy darf am Standort Yunfu in der Heimatprovinz Guangdong Brennstoffzellensysteme mit der Technologie von Ballard Power produzieren. Für diese Lizenz haben die Chinesen bezahlt. Ballard Power rüstet die chinesische Fabrik aus und schult die Arbeiter. Die Beteiligung der Kanadier an den Erlösen aus dem Verkauf der Brennstoffzellensysteme soll über jährlichen Zahlungen an Ballard Power erfolgen.

Ballard Power Systems Inc.: ISIN CA0585861085 / WKN A0RENB
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