Brennstoffzellen-Technologie von FuelCell Energy: Das Unternehmen schreibt rote Zahlen im dritten Quartal, aber die Auftragsbücher sind gut gefüllt. / Foto: FuelCell Energy

08.09.17 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Umwelt-Aktie FuelCell Energy weiter in den roten Zahlen

FuelCell Energy, Brennstoffzellen-Spezialistin aus den USA, hat im dritten Quartal 2017 einen Rückgang beim Umsatz verzeichnet. Außerdem schrieb das Unternehmen aus Danbury im US-Bundesstaat Connecticut erneut rote Zahlen.

Der Umsatz belief sich auf 10,4 Millionen US-Dollar, gegenüber 21,7 Millionen im Vorjahresquartal. Dies führte FuelCell Energy darauf zurück, dass mehr Brennstoffzellen-Projekte im eigenen Portfolio verblieben.

Das Unternehmen meldete einen Nettoverlust von minus 17,8 Millionen US-Dollar oder minus 0,31 Dollar je Aktie. Im dritten Quartal 2016 hatte es noch ein Minus von 11,8 Millionen oder 0,38 Dollar je Aktie verbucht. Weil FuelCell Energy zwei umfangreiche Aufträge erhalten hat, stiegen auch die Produktionskosten.

Großauftrag aus Südkorea

Positiver ist die Bilanz beim Auftragsbuch. Hier meldete FuelCell Energy einen Orderbestand in Höhe von 437,0 Millionen Dollar, gegenüber 392,1 Millionen im Vorjahreszeitraum. Darin noch nicht enthalten sei unter anderem ein 20-Megawatt-Projekt in Zusammenarbeit mit dem Versorger Korea Southern Power Company. Noch in diesem Jahr will FuelCell Energy mit dem Bau eines Brennstoffzellen-Kraftwerks in Südkorea beginnen und dieses in 2018 fertigstellen. Es soll Elektrizität und Wärme liefern.

Nehme man die alten und die neuen, noch nicht in die Bilanz eingeflossenen Aufträge zusammen, hätten diese ein Gesamtvolumen von 1,5 Milliarden Dollar, sagte Chip Bottone, Präsident und Chief Executive Officer (CEO) von FuelCell Energy. Er gab sich überzeugt, dass das Unternehmen bald wieder profitabel werde.

Herausgabe neuer Aktien

FuelCell Energy hat kürzlich sogenannte wandelbare Vorzugsaktien ausgegeben (mehr dazu hier). Das sind Vorzugsaktien, die in Stammaktien umgetauscht werden können. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen unter anderem neue Projekte umsetzen. Den Angaben zufolge rechnet es mit einer Kapitalerhöhung von 28 Millionen Euro.

Mit einer schwachen Zwischenbilanz hatte die Brennstoffzellen-Spezialistin ihre Aktie Anfang Juni auf Talfahrt geschickt.  Damals kostete sie noch 1,04 Dollar. Mittlerweile hat sich der Kurs wieder etwas erholt. Die Umwelt-Aktie kostete gestern vor Nasdaq-Börsenschluss 1,52 Dollar und hat damit in den vergangenen drei Monaten fast 41 Prozent an Wert zugelegt. Auf Jahressicht notiert sie aber noch 71 Prozent im Minus (Stand: 7. September).

FuelCell Energy: ISIN US35952H5028 / WKN A2ABREUSA
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x