Die Aktie der UmweltBank hat weiter Kurspotential. Ihr auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Geschäftsmodell dürfte weiter erfolgreich sein. Dieses Enerpark-Photovoltaikprojekt wurde mit Unterstützung der UmweltBank finanziert. / Foto: Unternehmen

02.02.16 Aktientipps , Nachhaltige Aktien , Meldungen

UmweltBank AG ist weiter auf Wachstumkurs – Kaufempfehlung für die Aktie, Zeichung der Anleihe bald für alle Anleger möglich

Die UmweltBank AG aus Nürnberg, die einzige an der Börse notierte deutsche Nachhaltigkeitsbank, meldet für 2015 starke Zahlen. Ferner kündigte sie an, dass sich bald auch Nicht-Aktionäre an der Wandelanleihe beteiligen können, die sie seit Januar anbietet. Der Kurs der UmweltBank-Aktie hat sich stabilisiert. Wird er wieder zulegen?

Das Geschäftsvolumen der Nürnberger UmweltBank AG ist 2015 gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Prozent auf knapp drei Milliarden Euro gestiegen, die Bilanzsumme um 6,3 Prozent auf rund 2,8 Milliarden Euro. Das Zins- und Finanzergebnis sprang um 11,2 Prozent auf 56,9 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich im Vergleich zu 2014 um 9,2 Prozent auf 48,2 Millionen Euro, das Ergebnis je Aktie um 23,7 Prozent auf 6,15 Euro. Die Bank erreichte einen Jahresüberschuss von 15,6 Millionen Euro und damit 7,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die UmweltBank AG vergibt Darlehen ausschließlich für Umweltprojekte. Auch im Geschäftsjahr 2015 war sie damit sehr erfolgreich. Wie sie mitteilt, erreichte das Volumen der zugesagten Kredite, Beteiligungen und Wertpapiere in 2015 mit knapp 2,5 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs es um 11,2 Prozent. Dabei bildeten Solarfinanzierungen mit 37,1 Prozent wie im Vorjahr den Schwerpunkt. Es folgten Wind- und Wasserkraftprojekte mit rund 30 Prozent vor ökologischen Baukrediten mit ebenfalls 30 Prozent. Der Rest entfiel auf Darlehen für Biomasseprojekte und ökologische Landwirtschaft. Die Kundeneinlagen wuchsen mit 7,2 Prozent nicht so stark wie das Kreditvolumen. Sie kletterten auf 1,9 Milliarden Euro. Wie schon in den Vorjahren erhöhte die Umweltbank ihr Eigenkapital dadurch, dass sie Gewinne für die Stärkung der Rücklagen einsetzte. Wie der Vorstand mitteilt, floss etwa die Hälfte des Ergebnisses nach Steuern in Höhe von 34 Millionen Euro in die Rücklagen.

Die Aktie der UmweltBank ist aussichtsreich

Der Aktienkurs der UmweltBank hat sich seit der  Kaufempfehlung von ECOreporter.de  vor zwei Wochen stabilisiert. Sie notiert an der Börse in München bei 71 Euro, nachdem sie Mitte Januar auf rund 62 Euro gefallen war. Nachdem der Anteilsschein im Jahr 2015 in 66 Prozent an Wert gewonnen hatte, war sie vorübergehend stark unter Druck geraten. ECOreporter.de bekräftigt die Kaufempfehlung für die Aktie der Umweltbank AG. Ihr Wachstum hat 2015 noch an Dynamik gewonnen. Wie auch andere nachhaltige Banken verzeichnet sie weiterhin einen starken Zustrom von Kunden, die Geld nachhaltig anlegen oder nachhaltige Projekte finanzieren wollen. Dieser Trend dürfte anhalten und die Geschäfte der Umweltbank weiter beflügeln. Die Aktie hat damit weiteres Kurspotential.

Bildhinweis: Horst P. Popp, der Gründer und langjährige Vorstandsvorsitzende, hatte sich im Mai 2015 aus dem Vorstand der UmweltBank zurückgezogen. Eine Doppelspitze hat das Ruder übernommen. Im  November 2015 stellte sich das neue Führungsteam Goran Bašić (rechts im Bild) und Stefan Weber in einem  ECOreporter.de-Interview  vor. Es hat nun eine erfolgreiche Jahresbilanz vorgelegt. / Foto: Unternehmen

Die neue Wandelanleihe der UmweltBank soll weiteres Wachstum ermöglichen

Bald können Anleger auch über deren CoCo-Bond in die UmweltBank investieren. Bei diesem Wertpapier (WKN: A16 9GT / ISIN: DE000A169GT0) handelt es sich um eine spezielle Form von Wandelanleihe. ECOreporter hatte dieses Angebot in einem frei lesbaren  Artikel  ausführlich vorgestellt. Die UmweltBank will mit dem CoCo-Bond insgesamt 20 Millionen Euro einsammeln und auf diese Weise ihr Eigenkapital verstärken. Das wiederum ist die Voraussetzung dafür, dass sie in Zukunft mehr Kredite als bisher vergeben kann. In den 14 Tagen nach Start des Angebotes hat die UmweltBank nach eigenen Angaben über diese Anleihe mehr als neun Millionen Euro eingeworben. Bislang war das CoCo-Bond-Angebot beschränkt auf die Aktionäre der Bank. Wie sie mitteilt, können ab dem 8. Februar auch Nicht-Aktionäre diese Anleihe zeichnen. Die UmweltBank gibt den CoCo-Bond gestückelt in Teilschuldverschreibungen von 250 Euro zum Nennwert aus und das ohne Gebühren. Sie bietet eine Verzinsung von 2,85 Prozent pro Jahr. Die Laufzeit des Wertpapieres ist unbegrenzt. Es gibt also keinen Zeitpunkt, an dem die Bank das Wertpapier zurückzahlen muss. Investoren können das Wertpapier aber im Telefonhandel der UmweltBank verkaufen.

UmweltBank AG: ISIN DE0005570808 / WKN 557080
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