Die UmweltBank aus Nürnberg macht gute Geschäfte mit Krediten für Umweltprojekte. Die Aktie der nachhaltigen Bank hat in den letzten zehn Jahren 290 Prozent an Wert gewonnen. / Foto: UmweltBank AG

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UmweltBank AG wächst weiter – Aktie noch immer ein Kauf?

Die UmweltBank AG ist 2016 weiter gewachsen, sie konnte das Geschäft mit Umweltkrediten abermals steigern. Die  ECOreporter-Favoritenaktie (Link entfernt)  hat 2016 geschwächelt, seit Januar aber wieder zugelegt. Die Gelegenheit zum Einstieg erscheint günstig. 

Die nachhaltige Bank aus Nürnberg vergibt ausschließlich Umweltkredite. Das Geschäft damit verlief auch im vergangenen Jahr erfolgreich. Nach den heute veröffentlichen vorläufigen Zahlen für 2016 kletterte das Volumen aller Darlehen der UmweltBank im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Euro. Wie schon in 2015 entfiel der Löwenanteil auf Solarfinanzierungen (37,7 Prozent), gefolgt von ökologischen Baukrediten mit einem Anteil von 31,6 Prozent und Darlehen für Wind- und Wasserkraftprojekte mit 27,4 Prozent der Finanzierungen. Auf Kredite für ökologische Landwirtschaft und Sonstiges entfielen 3,3 Prozent.

Deutlich gestiegen sind die Kundeneinlagen der UmweltBank AG. Sie wuchsen im Vergleich zum Vorjahr um 6,1 Prozent und überschritten erstmals die Marke von zwei Milliarden Euro. Das Geschäftsvolumen sprang 2016 um 14,4 Prozent auf über 3,4 Milliarden Euro, die Bilanzsumme um 16,3 Prozent auf rund 3,2 Milliarden Euro.

Mehr Eigenkapital durch erfolgreiche Anleihen-Emission

Die UmweltBank hat ihr Eigenkapital im Laufe des vergangenen Jahres um satte 18,9 Prozent auf 257 Millionen Euro erhöht. Die bilanzielle Eigenkapitalquote (Leverage Ratio) stieg auf rund sechs Prozent. Vorgeschrieben sind hier nur drei Prozent. Dies gelang der Bank vor allem durch die Ausgabe eines Contingent Convertible Bonds, kurz CoCo-Bond. Hierbei handelt es sich um eine besondere Form von Anleihe.

CoCo-Bond ist ein Kürzel für Contingent Convertible Bond (deutsch: bedingte Pflichtwandelanleihe). Aktionäre und Kunden haben nach Angaben der UmweltBank bis Ende 2016 rund 19,4 Millionen Euro des CoCo-Bond gezeichnet. Sie stellten der UmweltBank damit diese Mittel als Eigenkapital zur Verfügung (mehr darüber erfahren Sie im  ECOreporter-Interview mit Gabriele Glahn-Nüßel, Leiterin der UmweltBank-Vermögensberatung. Je höher das Eigenkapital einer Bank ist, desto besser kann sie Kreditausfälle und Verluste auffangen.

UmweltBank-Ergebnis im Geschäftsjahr 2016 überzeugt nicht

Das Ergebnis der UmweltBank fiel in 2016 allerdings schwächer aus als im starken Jahr 2015. Nicht zuletzt, weil sich der Aufwand für Personal und Verwaltung in 2016 stark erhöhte. So hat die nachhaltige Bank die Zahl der Angestellten um 5,3 Prozent auf 139 angehoben. Vor Steuern sank das Ergebnis in 2016 gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent auf 46,0 Millionen Euro, je Aktie um 5,5 Prozent auf 5,81 Euro. In 2015 war das Ergebnis noch deutlich angestiegen. Der Jahresüberschuss verbesserte sich zwar letztlich um 3,6 Prozent. Doch in 2015 hatte dieser den Vorjahreswert um 7,2 Prozent übertroffen.

Was für die UmweltBank-Aktie spricht

Die Aktie der nachhaltigen Direktbank hat im vierten Quartal 2016 geschwächelt. Allerdings hatte sie in den ersten Wochen von 2015 ebenfalls deutlich an Wert verloren, dann aber ab März wieder kräftig zugelegt. Damals wie zum Ende des Jahres 2016 hatte unter anderem die Unsicherheit darüber, ob die Ausgabe von CoCo-Bonds erfolgreich verlaufen wird, den Aktienkurs belastet. Diese Bedenken zerstreuten sich im zweiten Quartal 2016 und dann im Januar, nachdem die Mitteilung über die erfolgreiche Emission zu einem Monatsplus der Aktie von knapp vier Prozent beitrug. Sie notiert an der Börse in München mit 68,5 Euro am heutigen Dienstagmorgen um 10 Uhr nur noch um 0,7 Prozent unter dem Vorjahreskurs.

Wir rechnen damit, dass der Aktienkurs der Umweltbank AG sich im Jahresverlauf 2017 weiter erholen wird. Das vergleichsweise schwache Ergebnis in 2016 ist nur eine Folge der Investitionen in die Zukunft. Der Wachstumstrend der einzigen an der Börse notierten Nachhaltigkeitsbank erscheint ungebrochen. Hinzu kommt die jährliche Dividende. Für das Geschäftsjahr 2015 erhielten die Aktionäre der Öko-Bank aus Nürnberg 1,40 Euro je Aktie. Das war die bereits siebte Dividendenerhöhung in Folge. Der Vorstand kündigte an, weiterhin eine attraktive Dividende auszahlen zu wollen.

Daher gehört die UmweltBank AG weiter zu den  ECOreporter-Favoriten-Aktien (Link entfernt) (lesen Sie dazu unseren Beitrag über die Aufnahme der  Umweltbank-Aktie (Link entfernt)  in diese illustre Liste). Wir führen sie unter unseren ECOreporter-Favoriten-Aktien in der  Riege der aussichtsreichen grünen Spezialwerte (Link entfernt). Die UmweltBank wurde vor 20 Jahren gestartet und hat seither über 22.000 Umweltprojekte finanziert. Mehr über das Unternehmen erfahren Sie in diesem  Portrait (Link entfernt).

UmweltBank AG: ISIN DE0005570808 / WKN 557080
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