Die UmweltBank ist Deutschlands einzige börsennotierte Nachhaltigkeitsbank. Die Aktie hat auch 2016 deutlich an Wert gewonnen. / Foto: Unternehmen

02.08.16 Aktientipps , Nachhaltige Aktien , Meldungen , Finanzdienstleister

UmweltBank AG wächst weiter – Kurssprung der Aktie

Die UmweltBank AG hat eine starke Zwischenbilanz veröffentlicht. Sie kündigte zudem den Ausbau des Geschäftes mit nachhaltigen Projekten und die Ausgabe von Anleihen zu deren Finanzierung an. ECOreporter hatte die Aktie der einzigen deutschen an der Börse notierten Nachhaltigkeitsbank vor einem halben Jahr  zum Kauf empfohlen. Seither hat sie sich um über zwölf Prozent verteuert. Sie dürfte weiter zulegen.

Im ersten Halbjahr 2016 hat die Bilanzsumme der UmweltBank AG aus Nürnberg erstmals die 3-Milliarden-Euro-Marke überschritten. Die Bilanzsumme wuchs von 2,6 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 3,1 Milliarden Euro. Das Geschäftsvolumen erhöhte sich von drei Milliarden auf 3,3 Milliarden Euro. Das Halbjahresergebnis nach Steuern schrumpfte dagegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,5 Prozent auf 15,7 Millionen Euro, das Ergebnis je Aktie um 5,6 Prozent auf 2,84 Euro. Zur Erklärung verwies der Vorstand auf  die andauernde Niedrigzinsphase hin und auf „die europaweit zunehmenden regulatorischen Anforderungen“ an Finanzinstitute.

Schwerpunkt im 1. Halbjahr: Finanzierung von ökologischen Bauvorhaben

Die UmweltBank finanziert ausschließlich Umweltprojekte (mehr über diese Bank erfahren Sie in diesem  Kurzportrait (Link entfernt)). Das Volumen der Umweltkredite der Nachhaltigkeitsbank ist von Mitte 2015 bis Ende Juni 2016 von 2,441 Milliarden auf 2,567 Milliarden Euro angestiegen. Das Bruttokreditneugeschäft des ersten Halbjahres 2016 summierte sich auf insgesamt 181,2 Millionen Euro. Davon entfiel mit 92,9 Millionen Euro allein die Hälfte auf die Finanzierung von ökologischen Bauvorhaben (mehr dazu wie die UmweltBank Projektfinanzierung betreibt, lesen Sie  hier).

Das von Kunden der UmweltBank zur Verfügung gestellte Anlagevolumen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,9 Prozent auf 2,042 Milliarden Euro. Ihr haftendes Eigenkapital wuchs seit Mitte 2015 von 203,2 Millionen auf nunmehr 241,7 Millionen Euro, also um knapp 19 Prozent. Dazu trug nach Angaben der UmweltBank die Emission des grünen CoCo-Bonds rund 15,5 Millionen Euro bei. Bei diesem Wertpapier handelt es sich um eine spezielle Form von Wandelanleihe. ECOreporter hatte über den CoCo-Bonds ein  Interview mit Gabriele Glahn-Nüßel, Leiterin der UmweltBank-Vermögensberatung, geführt.

UPG UmweltProjekt Beteiligungen AG gegründet

Die UmweltBank hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach an Projekten aus den Bereichen Erneuerbare Energien oder Immobilien beteiligt. Nun will ihr Vorstand das Geschäftsfeld der ökologischen und sozialverträglichen Beteiligungen im Eigenbestand deutlich ausweiten. Die UmweltBank hat hierzu ein Tochterunternehmen gegründet. "Die UPG UmweltProjekt Beteiligungen AG, deren Geschäfte die langjährige Prokuristin Beate Klemm sowie der Gründer und Initiator der UmweltBank Horst Popp leiten, plant gemeinsam mit bewährten Partnern bereits die Realisierung der ersten Vorhaben. Wir haben vorgesehen, unsere neue Gesellschaft zum Teil auch durch die Begebung von grünen Projektanleihen zu kapitalisieren - eine bei unseren Kunden sehr beliebte Anlageform", erläuterte dazu Goran Basic, Vorstandssprecher der UmweltBank.

Die Aktie der UmweltBank AG notiert heute um 10 Uhr an der Börse in München bei 80 Euro und damit fast 28 Prozent über dem Vorjahreskurs. Die Small Cap-Aktie gehört zu den ECOreporter-Favoriten (lesen Sie in unserem  Aktientipp vom 8. Juli 2016 (Link entfernt)  mehr darüber). Für das Investment spricht nicht zuletzt, dass die UmweltBank zum bereits siebten Mal in Folge die Dividende erhöht hat. Wir bekräftigen unsere Kaufempfehlung.

UmweltBank AG: ISIN DE0005570808 / WKN 557080
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