Die Umweltbank AG aus Nürnberg ist die einzige deutsche Nachhaltigkeitsbank, die an der Börse gelistet ist. / Foto: UmweltBank AG

31.03.17 Aktientipps , Nachhaltige Aktien , Aktien-Favoriten , Meldungen , Finanzdienstleister

UmweltBank-Aktie nach Dividendenvorschlag im Steilflug

Mit einem Kurssprung um rund sechs Prozent ist die Aktie der UmweltBank AG aus Nürnberg am heutigen Freitag in den Börsenhandel gestartet.  Die ECOreporter-Favoriten-Aktie (Link entfernt)  verteuerte sich im Xetra bis 10 Uhr auf 61,5 Euro. Sie holte damit einen Teil der Kursverluste der vergangenen Monate auf. Auslöser für den Kurssprung war die Ankündigung einer hohen Dividende für 2016 durch den UmweltBank-Vorstand. Wir gehen der Frage nach, was hinter der vorangegangenen Kursschwäche steckt und ob der heutige Kurssprung eine nachhaltige Trendumkehr einleiten kann.

Der UmweltBank-Vorstand will der Hauptversammlung am 29. Juni 2017 vorschlagen, für 2016 eine Dividende in Höhe von 1,70 Euro auszuschütten. Darin enthalten ist eine Jubiläumsausschüttung in Höhe von 0,20 Euro. Für 2016 hatten die Aktionäre je Inhaberstückaktie 1,40 Euro erhalten. Die nachhaltige Bank aus Nürnberg wurde vor 20 Jahren gegründet. Die UmweltBank-Aktie ist seit 2001 auf dem Markt. Deren Kurs hat sich seither in etwa versechsfacht. In den letzten drei Jahren gewann sie rund ein Drittel an Wert, trotz einer Kursschwäche seit dem Herbst 2016.

Damals hatte die UmweltBank die abermalige Emission eines sogenannten Contingent Convertible Bonds (deutsch: bedingte Pflichtwandelanleihe) angekündigt und damit offenbar etliche Börsianer verunsichert. Hierbei handelt es sich um eine besondere Form von Anleihe, die kurz CoCo-Bond bezeichnet wird. Investoren stellten der UmweltBank Mittel als Eigenkapital zur Verfügung. Je höher das Eigenkapital einer Bank ist, desto besser kann sie Kreditausfälle und Verluste auffangen.

Die Unsicherheit entstand dadurch, dass die UmweltBank schon im Frühjahr 2016 eine solche Wandelanleihe ausgegeben hatte und im Herbst dann ankündigte, diese zu kündigen. Diesen "Austausch" musste die Nürnberger Bank nach eigenen Angaben aufgrund neuer rechtlicher Vorgaben der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) einleiten (mehr darüber erfahren Sie im  ECOreporter-Interview mit Gabriele Glahn-Nüßel, Leiterin der UmweltBank-Vermögensberatung).

Hinzu kam, dass die UmweltBank für das Geschäftsjahr 2016 einen Gewinnrückgang verzeichnete. Vor Steuern sank das Ergebnis in 2016 gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent auf 46,0 Millionen Euro, je Aktie um 5,5 Prozent auf 5,81 Euro. Der Jahresüberschuss verbesserte sich zwar letztlich um 3,6 Prozent. Doch in 2015 hatte dieser den Vorjahreswert um 7,2 Prozent übertroffen.

Fazit

Das Geschäftsmodell der UmweltBank AG ist aber weiter intakt. Sie vergibt ausschließlich Umweltkredite. Die Nachfrage für ihre Finanzierungen von Erneuerbare-Energie-Projekten, ihre ökologischen Baudarlehen und Kredite für ökologische Landwirtschaft ist weiter groß. Sie hatte 2016 stärker in Personal und Verwaltung investiert, was den Gewinn belastete, aber helfen dürfte, künftiges Wachstum zu ermöglichen.

Wir gehen davon aus, dass die Aktie der UmweltBank AG wieder an Wert gewinnen wird. Für das Investment spricht auch die positive Entwicklung der Dividende. Wenn die Hauptversammlung dem Vorschlag des Vorstands zustimmt, steht den Aktionären die bereits achte Dividendenerhöhung in Folge ins Haus. Der Vorstand will auch zukünftig eine attraktive Dividende auszahlen.

Bei den  ECOreporter-Favoriten-Aktien (Link entfernt)  führen wir die UmweltBank AG im  Topf der aussichtsreichen grünen Spezialwerte (Link entfernt). Mehr über das Unternehmen erfahren Sie in diesem  Kurzportrait (Link entfernt).

UmweltBank AG: ISIN DE0005570808 / WKN 557080
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