Auch die UmweltBank aus Nürnberg wird durch die Negativzinsphase belastet. / Foto: UmweltBank AG

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UmweltBank bestätigt vorläufige Zahlen – Zinsmarge schrumpft 2017

Die UmweltBank AG aus Nürnberg hat ihre vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 bestätigt und will die Dividende zum achten Mal in Folge erhöhen. Aufgrund der Negativzinsen rechnet die Bank für 2017 mit einer sinkenden Zinsmarge. 


Nach dem testierten Jahresabschluss stieg die Bilanzsumme um 16,3 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Das Ergebnis nach Steuern und vor Rücklagenbildung beläuft sich auf 32,2 Millionen Euro oder 5,81 Euro je Aktie. Der Jahresüberschuss liegt mit 16,2 Millionen Euro um 3,6 Prozent über dem Vorjahreswert.  ECOreporter.de hat die Geschäftszahlen der UmweltBank ausführlich analysiert: Hier finden Sie unseren Bericht dazu.

Die Hauptversammlung der UmweltBank wird am 29. Juni 2017 über eine Dividende von 1,50 Euro je Aktie abstimmen. Dies wäre die achte Erhöhung in Folge. Zusätzlich soll es anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Geldhauses einen Jubiläumsbonus in Höhe von 0,20 Euro je Aktie geben (wir berichteten). Insgesamt würde die Ausschüttung damit 1,70 Euro je Aktie betragen.

Bei Kursen um 60 Euro ergeben sich nach Berechnungen der Bank eine Dividendenrendite von rund 3 Prozent und ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 10. Erstmals werde den Aktionären zudem die Wahl zwischen einer Bardividende und der teilweisen Wiederanlage der Dividende in Aktien der UmweltBank angeboten werden. Die UmweltBank will auch künftig an ihrer Dividendenpolitik festhalten.

Zinsüberschuss der Bank wird 2017 sinken

"Als klassisches Einlageninstitut haben wir in den letzten Jahren in hohem Maße von den fallenden Zinsen profitiert. Natürlich wird die aktuelle Geldpolitik der Europäischen Zentralbank auch an uns nicht spurlos vorübergehen", kommentiert Vorstandsmitglied Goran Bašić den Ausblick. "Eigentlich müssten mittlerweile alle Sparer für ihre kurz- und mittelfristigen Geldanlagen Zinsen an ihre Bank oder Sparkasse zahlen. Wir werden auch zukünftig bewusst auf die Weitergabe von Negativzinsen oder die Einführung von Beiträgen verzichten."

Im Jahr 2017 werden deshalb die Zinsmarge und damit auch der Zinsüberschuss der UmweltBank merklich niedriger ausfallen, obwohl Kredite für Wind- und Sonnenkraftanlagen sowie für ökologische und soziale Bauvorhaben nach wie vor sehr gefragt seien, teilte die Bank mit. Unter einer Zinsmarge versteht man die Differenz zwischen zwei Zinssätzen: Sie bezeichnet den Unterschied zwischen Zinskosten und -erträgen im Kreditgeschäft.


Bei den ECOreporter-Favoriten-Aktien (Link entfernt)  führen wir die UmweltBank AG im Topf der aussichtsreichen grünen Spezialwerte (Link entfernt). Mehr über das Unternehmen erfahren Sie in diesem Kurzportrait (Link entfernt).

UmweltBank AG: ISIN DE0005570808 / WKN 557080
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