Die UmweltBank AG aus Nürnberg ist Deutschlands einzige börsennotierte Nachhaltigkeitsbank. Sie finanziert ausschließlich ökologische Projekte, etwa Ökostromkraftwerke oder entsprechende Bau- und Sanierungsmaßnahmen. / Foto: Unternehmen

17.06.15 Nachhaltige Aktien , Meldungen , Anleihen / AIF , Finanzdienstleister

UmweltBank kündigt neue Anleihe und höhere Dividende an

Eine neue Wandelanleihe soll die Eigenkapitalquote der UmweltBank AG steigern. Das gab der Vorstand des Bankhauses aus Nürnberg bekannt. Außerdem sollen die Aktionäre für 2014 eine höhere Dividende erhalten als im Vorjahr. Beim Kreditgeschäft sei ein guter Start ins laufende Jahr gelungen, hieß es.

Ab 2019 müssen Banken mindestens eine Eigenkapitalquote von 10,5 Prozent in den Bilanzen haben. Das ist ein zentraler Punkt des Reformpakets „Basel III“ der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) aus Basel. Das ist internationaler Verbund von Zentralbanken. Die Reform ist eine Reaktion auf die erste Welle der Finanzkrise, bei der unter anderem die US-Bank Lehmann Brothers in die Pleite schlitterte. Die Gesamtkapitalquote der UmweltBank lag Ende 2014 nach eigenen Angaben bei 10,8 Prozent. Die Ausgabe spezieller neuer Wandelanleihen soll helfen, diese Quote weiter zu steigern. Geplant sei es, sogenannte Bedingte Pflichtwandelanleihen (englisch: Contingent Convertible Bonds - kurz: CoCo-Bonds) im Gegenwert von bis zu 20 Millionen Euro auf den Markt zu bringen.

Starten soll die Anleihe nach Angaben des Vorstands voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2015. Den Aktionären werde dabei ein Bezugsrecht eingeräumt, erklärt Vorstandssprecher Goran Bašić. CoCo-Bonds sind meist langfristige nachrangige Anleihen, bei denen vorher festgeschrieben wird, zu welchen Bedingungen sie automatisch in Aktien umgewandelt werden. Näheres zu ihrem „grünen“ CoCo-Bond will die UmweltBank öffentlich machen, sobald der Geldanlageprospekt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligt hat.

Höhere Dividende für die Aktionäre?

Positiv Nachrichten hält die Führung der UmweltBank für ihre Aktionäre bereit. Die sollen für das Geschäftsjahr 2014 0,10 Euro mehr Dividende je Aktie erhalten als für 2013. Auf der kommenden Hauptversammlung am 25. Juni 2015 werde die Führung den Aktionären 1,30 Euro je Aktie als Dividende vorschlagen. Das bekräftigte der Vorstand jetzt. Heute um 9:03 Uhr kostete die Aktie der UmweltBank an der Börse München 63,96 Euro. bezogen auf diesen Kurs entspräche das einer Dividendenrendite von 2,06 Prozent. Zuletzt schwankte die Aktie zwischen der 62- und der 63-Euro Marke. Auf Jahressicht liegt sie knapp 21,5 Prozent im Plus.

Positiv stellt sich auch der bisherige Jahresverlauf im Kreditgeschäft der UmweltBank dar: Allein in den ersten fünf Monaten seien Finanzierungen im Gegenwert von 200 Millionen Euro abgeschlossen worden. „Insbesondere in den Bereichen Wind- und Solarfinanzierung liegt die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum über unseren Erwartungen“, erklärt  Kreditvorstand  Stefan Weber .

Die UmweltBank wird erst seit einigen Wochen von der Doppelspitze Goran Bašić und Stefan Weber geleitet. Anfang Mai hatte der Gründer und langjährige Vorstandschef Horst P. Popp überraschend seinen Rücktritt erklärt (mehr dazu lesen Sie  hier). Lesen Sie auch dieses  Kurzportrait (Link entfernt) der UmweltBank AG.

UmweltBank AG: ISIN DE0005570808 / WKN 557080
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