26.05.15 Erneuerbare Energie

Umweltbundesamt berichtet über Folgen des Klimawandels in Deutschland

Die Folgen des Klimawandels sind in Deutschland bereits deutlich spürbar. Darauf weist das Umweltbundesamt (UBA) in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Bundesumweltministerium hin. Anlass ist ein Monitoringbericht vom „Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung (KomPass)“, der vom UBA zusammen mit Experten aus Bund, Ländern, Wissenschaft und Wirtschaft erarbeitet wurde und der Ende 2015 erscheinen soll.

Anhand von Daten aus 15 verschiedenen Gesellschaftsbereichen zeigt der Bericht auf, welche Veränderungen sich durch den Klimawandel heute schon feststellen lassen und welche Gegenmaßnahmen bereits greifen.

Unter anderem stellte die Studie fest, dass die Zahl der so genannten „Heißen Tage“ - mit Temperaturen über 30 Grad - in Deutschland pro Jahr von drei auf acht gestiegen ist. Die Auswirkungen der über längere Zeiträume andauernden Hitzewellen haben vielfältige Auswirkungen. So führen steigende Temperaturen etwa zu steigenden Gesundheitsrisiken, nicht nur weil die Hitze Menschen stark belasten kann. In bestimmten Regionen Süddeutschlands breiten sich zudem neue wärmeliebende Insekten wie die Tigermücke aus. Sie können schwere Krankheiten wie Malaria oder Dengue-Fieber übertragen. In der Landwirtschaft führen Trockenstress oder Extremereignisse wie Stürme, Starkregen und Hagel zu großen Qualitätsschwankungen und Ertragseinbußen.

Umweltministerin Barbara Hendricks: „Der Bericht spricht eine eindeutige Sprache: Klimawandel findet auch in Deutschland statt und er wirkt in viele Bereiche des täglichen Lebens hinein. Die Anpassung an den Klimawandel geht uns daher alle an. Der Bericht zeigt auf, wo wir besonders gefordert sind. So können wir als Bund den Risiken des Klimawandels besser begegnen und gezielt dort aktiv werden, wo sich die Folgen des Klimawandels besonders bemerkbar machen, zum Beispiel in Städten. Beim Hitzewarnsystem sind wir zum Beispiel schon auf einem sehr guten Weg.“

Die Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger: „Wir können den Klimawandel nicht mehr aufhalten. Selbst wenn wir in diesem Moment alle Treibhausgasemissionen auf Null reduzieren, würde sich das Klima für hunderte Jahre weiter ändern. Die Bemühungen um eine gute Anpassung an die Folgen des Klimawandels dürfen aber nicht an den deutschen Grenzen Halt machen. Entwicklungsländer sind von Wetterextremen und verschlechterten Anbaubedingungen in Folge der Erderwärmung häufig besonders stark und zunehmend betroffen. Deutschland muss diese Länder bei der Anpassung unterstützen.“
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