23.07.17 Finanzdienstleister

Umweltorganisation urgewald 25 Jahre alt

An diesem Sonntag, dem 23. Juli 2017, wird die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald 25 Jahre alt. "Ein Vierteljahrhundert Kampagnenerfahrung hat uns gezeigt, mit der richtigen Strategie können wir selbst milliardenschwere Konzerne zum Umlenken bewegen", sagt Andrea Soth, Geschäftsführerin Finanzen bei urgewald, zu dem Jubiläum. Auf Basis intensiver Recherchen konfrontiert die Organisation Geldgeber, Konzerne und Politik bei Projekten, die Umwelt und Menschenrechte gefährden, etwa Atom, Kohle und Rüstung. Das Ziel: Die Geldquellen versiegen lassen.

Eine Spezialität von urgewald sind kritische Reden und Auftritte auf den Aktionärsversammlungen der Konzerne im In- und Ausland, immer wieder in Begleitung von Gästen aus dem globalen Süden und weiteren Betroffenen: Ein ehemaliger Minensucher aus Serbien, der durch Streubomben verstümmelt wurde. Die Vertreterin einer kolumbianischen Gemeinde, die gegen die Folgen einer Kohlemine vor Ort kämpft. Eine Atomkraftgegnerin aus Bulgarien, die vor einem neuen AKW warnt, das mit Geld aus Deutschland in ihrem Land gebaut werden soll.

Derzeit arbeitet urgewald an der ersten umfassenden Übersicht zur globalen Kohleindustrie, um Investoren und Banken zu einem konsequenten Ausstieg aus dem Sektor zu drängen (mehr darüber erfahren Sie im ECOreporter-Bericht vom 29. Juni). Eine erste Übersicht zu Firmen, die weltweit neue Kohlekraftwerke planen, hat urgewald auf der Webseite  www.coalexit.org  veröffentlicht.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x