26.03.10 Erneuerbare Energie

Umweltschützer fordern effektiveren Lärmschutz beim Offshore-Windparkbau

Lärmsensible Meeressäuger wie der an den deutschen Küsten und in der Ostsee heimische Schweinswal  könnten unter der derzeitigen Baupraxis von Offshore-Windparks leiden. Dieser Meinung sind der Deutsche Naturschutzbund und die internationale Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS. Mit Blick auf den weiteren Ausbau der Windenergie auf dem Meer fordern die Umweltschützer die Industrie deshalb zu erheblichen Nachbesserungen beim Lärmschutz auf.

Bei der Verankerung der Windräder im Meeresboden würden die Stützpfeiler in der Regel mit einem riesigen Hammer und Tausenden von Schlägen in den  Meeresboden getrieben, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Schutzorganisationen. „Der dabei entstehende Unterwasserlärm ist kaum vorstellbar. Spitzenschallpegel von mehr als 200 Dezibel können insbesondere das empfindliche Gehör von Walen verletzen, aber auch Fische und die Lebewesen des Meeresbodens gefährden“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Um die Meeresbewohner zu schützen, sollten schonende Gründungsverfahren intensiver erforscht werden und effektive Schallschutzmaßnahmen wie etwa Blasenvorhänge installiert werden, hieß es. Zudem sei es notwendig, die zeitliche und räumliche Koordination zu verbessern und dabei die der Reproduktionszeiten der Tiere zu beachten.

Zur Zeit beginne der Bau für die beiden kommerziellen Windparks Baltic 1 und BARD Offshore 1, so die Umweltschützer. Insgesamt habe das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) bereits 26 Genehmigungen erteilt und für weitere 68 Windparks lägen Anträge vor, so die Tierschützer weiter.

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