12.03.13 Finanzdienstleister

Umweltschützer-Studie stellt Großbanken an den Pranger

Als Finanziers eines umstrittenen US-Tagebauprojekts der Bergbaugesellschaft Arch Coal Inc. aus St. Louis sind eine Reihe großer Geldhäuser, darunter die Royal Bank of Scotland, die Bank of America, Citigroup, Credit Suisse, Morgan Stanley und die Royal Bank of Scotland schwer in die Kritik geraten. In einer aktuellen Kurzstudie wirft ein Zusammenschluss US-amerikanischer Umweltschützer, das Rainforest Action Network, den Banken vor, mit dem finanziellen Engagement massiver Umweltverschmutzung Vorschub zu leisten und teilweise auch gegen eigene Unternehmensgrundsätze und UN-Richtlinien zu verstoßen.

Stein des Anstoßes ist das Tagebauprojekt Adkins Fork in Blair Mountain, West Virginia. Dort plant Arch Coal Inc. einen Berg abzutragen. Das Rain Forest Action Network kritisiert den geplanten Tagebau als schwer umweltschädigend und gesundheitsgefährdend. Durch die Luft- und Wasserverschmutzung nehme steigere der Konzern unter anderem das Krebsrisiko der Menschen der Region und beschneide ihren Zugang zu sauberem Wasser. Überdies zerstöre der Tagebau ein den historischen Originalschauplatz einer Bergarbeiterrevolte von 1921.

Als Geldgeber dieses Vorhabens verstießen beispielsweise die Bank of America, Credit Suisse, Morgan Stanley und die Royal Bank of Scotland gegen selbst auferlegte Grundsätze der Unternehmenspolitik, so die Umweltschützer. Und als Mitglieder der Finanzinitiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP FI) verstießen die Bank of America, Citigroup, Credit Suisse, Morgan Stanley und die Royal Bank of Scotland auch gegen die Nachhaltigkeitsprinzipien der UNEP FI, heißt es in der Studie. Arch Coal Inc. geriet zuvor schon mehrfach wegen Bergbau-Projekten ins Visier von Nichtregierungsorganisationen.
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