Der Bürgerwindpark Walting soll aus Windrädern von General Electric (GE) bestehen. Das Bild zeigt GE-Anlagen im Einsatz. / Foto: Unternehmen

13.05.16 Anleihen / AIF , ECOanlagecheck , Windenergie-Investments , Geschlossene Fonds

Unabhängige Analyse: Bürgerwind Walting – geschlossene Beteiligung der NEW Bürgerwind Walting Verwaltungs GmbH

In einen Windpark in Oberbayern investiert die NEW Bürgerwind Walting GmbH & Co. KG. Die drei Anlagen sollen bis Ende September 2016 in Betrieb gehen. Anleger können sich ab 5.000 Euro beteiligen. Ein Agio gibt es nicht. Der ECOanlagecheck analysiert das Angebot.

Der Bürgerwindpark Walting soll auf dem Gebiet der gleichnamigen Gemeinde in der Mitte von Bayern entstehen. Die drei geplanten Windenergieanlagen des Herstellers GE Wind Energy GmbH aus Salzbergen in Niedersachsen haben eine Nennleistung von jeweils 2,78 Megawatt (MW). Salzbergen ist der Hauptsitz des US-amerikanischen Konzerns General Electric (GE) für den Unternehmensbereich Windenergie in Europa. Am Standort des Windparks Walting wird derzeit der Bau vorbereitet, beispielsweise die Kranstellflächen hergerichtet (Stand: 2. Mai 2016). Nach Angaben der Initiatorin sollen im Juni 2016 plangemäß die Fundamentarbeiten beginnen.  Das Beteiligungsangebot richtete sich in erster Linie an die Bürger der Gemeinde Walting und der umliegenden Gemeinden, inzwischen können aber Anleger aus ganz Deutschland investieren.

Initiatorin und Leistungsbilanz

Anbieterin, Komplementärin, Geschäftsführerin und Gründungsgesellschafterin der Emittentin NEW Bürgerwind Walting GmbH & Co. KG ist die NEW Bürgerwind Walting Verwaltungs GmbH aus Walting. Die Gesellschafter der Anbieterin und Initiatoren des Beteiligungsangebotes sind Ferdinand Bauer, Daniel Bauer und Joseph Klaus Streller. Streller ist Betriebswirt und ortsansässiger Landwirt sowie Verpächter eines Teils der für den Windpark benötigten Fläche. Daniel Bauer ist Ingenieur für erneuerbare Energien und technischer Leiter des Unternehmens Bauer Energietechnik mit Sitz in Ingolstadt, rund 30 Kilometer von Walting entfernt. Gründer und Geschäftsführer von Bauer Energietechnik ist Ferdinand Bauer, der zu den Pionieren des Solaranlagenbaus in Bayern zählt. Laut Prospekt hat die Bauer Energietechnik seit 1985 über 4.000 – überwiegend kleinere – Solaranlagen in Bayern und ganz Deutschland gebaut. Der Bürgerwindpark Walting ist das erste Projekt der Bauer Energietechnik mit großen Windenergieanlagen der Megawattklasse.

Den wesentlichen Teil der Projektentwicklung und Planung des Windpark Walting hat die neoVIS Energie GmbH aus Landshut durchgeführt. Sie wurde 2011 gegründet und ist in den Bereichen Windenergie, Erdgas und Kraft-Wärme aktiv. Sie plant und initiiert Bürgerwindkraftanlagen und Gemeindewindparks. Unter anderem hat sie den Bürgerwindpark Denkendorf mit fünf Anlagen, der seit 2014 in Betrieb ist, und den Bürgerwindpark Pollendorf mit zwei Ende 2015 fertiggestellten Anlagen entwickelt. Sie ist auch eine der beiden Initiatoren des Windparks Markt Taschendorf, der derzeit im Bau ist. Das Beteiligungsangebot Bürgerwindkraft Markt Taschendorf hat ECOreporter in einem weiteren  ECOanlagecheck  analysiert.

Eigenkapitalhöhe und Platzierungsgarantie

Gesamtfinanzierungsvolumen: 15,0 Millionen Euro
Eigenkapitalvolumen: 4,5 Millionen Euro (30,0 Prozent)
Platzierungsgarantie: Nein
Fremdkapitalvolumen: 10,5 Millionen Euro (70,0 Prozent)

Der Platzierungsstand beträgt nach Angaben der Anbieterin rund 2,8 Millionen Euro (Stand: 28. April 2016). Die Treuhänderin kann laut Gesellschaftsvertrag auf Weisung der Komplementärin das Eigenkapitalvolumen auf bis zu 9,0 Millionen Euro erhöhen. Nach Angaben der Anbieterin ist aber eine Erhöhung des Eigenkapitalvolumens über die geplanten 4,5 Millionen Euro hinaus nicht geplant.
Die Emittentin hat bei der Sparkasse Mittelfranken-Süd ein Darlehen über 10,5 Millionen Euro mit einer Laufzeit von 17 Jahren aufgenommen. Der vereinbarte Zinssatz beträgt nach Angaben der Anbieterin 1,85 Prozent pro Jahr und liegt somit unter dem im Prospekt kalkulierten Zins von 2,1 Prozent. Der kalkulierte Zins für die Zeit nach der zehnjährigen Zinsbindung beträgt 3,1 Prozent. Laut Prospekt ist es möglich, dass die Emittent ein Zinssicherungsgeschäftes (Zinsswap) abschließt, um das Zinsänderungsrisiko nach zehn Jahren deutlich zu verringern.

Nebenkosten
(in Prozent des Eigenkapitalvolumens ohne Agio)

Agio: 0 Prozent
Eigenkapitalvermittlung (ohne Agio): 1,1 Prozent
Konzeption: 2,2 Prozent
Prospekterstellung: 1,8 Prozent
Rechts- und Steuerberatung: 0,7 Prozent
Gesamtweichkosten: 5,8 Prozent

Die Weichkostenquote ist sehr gering im Vergleich zu der durchschnittlichen Weichkostenquote bei Windparkbeteiligungen.

Laufende Kosten

Wartung und Instandhaltung (Durchschnitt pro Jahr, Kalkulation): ca. 29.000 Euro/MW
Technische Betriebsführung (erstes Jahr, Kalkulation): 3.000 Euro/MW
kaufmännische Betriebsführung (inkl. Anlegerbetreuung, erstes Jahr, Kalkulation): 3.200 Euro/MW
Pacht (pro Jahr, Kalkulation): 5.400 Euro/MW
Kostensteigerung (pro Jahr, Kalkulation, Betriebsführung): 1,5 Prozent

Die kalkulierten Vergütungen je MW für die technische und kaufmännische Betriebsführung (inkl. Anlegerbetreuung) und Pacht liegen insgesamt unter dem durchschnittlichen Kosten- bzw. Vergütungsniveau, das ECOreporter.de auf Grundlage der in den letzten zwölf Monaten analysierten Windparkbeteiligungen ermittelt hat. Zum Zeitpunkt der Prospekterstellung waren die Vergütungshöhen noch nicht vertraglich gesichert. Nach Angaben der Anbieterin sind inzwischen die Verträge zu den prospektierten Konditionen abgeschlossen.

Die Wartung und Instandhaltung des Windparks übernimmt der Anlagenhersteller GE Wind Energy im Rahmen eines für 15 Jahren abgeschlossenen Vollwartungsvertrags. Nach Ablauf des Vollwartungsvertrages kalkuliert die Anbieterin mit deutlich geringeren Wartungs- und Instandhaltungskosten für die geplanten Betriebsjahre 16 bis 25. Diese Annahme ist insofern optimistisch, da die Wartungs-, Instandhaltungs- und Reparaturkosten bei älteren Windenergieanlagen in der Regel steigen, so dass hier das Risiko von nicht einkalkulierten Mehrkosten besteht. Nach Angaben der Anbieterin besitzt die Emittentin eine einseitige Verlängerungsoption für die Laufzeit des Vollwartungsvertrages von 15 Jahren auf 20 Jahre. Falls der Vollwartungsvertrag auf 20 Jahre verlängert wird, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Wartungs- und Instandhaltungskosten in den Betriebsjahren 16 bis 20 über den im Prospekt kalkulierten Kosten liegen.
Das Risiko von Wartungs- und Instandhaltungskosten, die insgesamt über die Gesamt-Laufzeit gesehen über der Prognose liegen, verringert sich aber dadurch, dass die Anbieterin im Prospekt für die Betriebsjahre 1 bis 15 mit überdurchschnittlich hohen Kosten für die Vollwartung kalkuliert. Nach Aussage der Anbieterin hat die Emittentin inzwischen den Vollwartungsvertrag zu deutlich besseren Konditionen als im Prospekt kalkuliert abgeschlossen. Gemäß den von der Anbieterin vorgelegten Zahlen beträgt die Ersparnis in den Betriebsjahren 1 bis 15 im Durchschnitt rund 5.000 Euro je MW und Jahr.

Für die Direktvermarktung des Stroms im Rahmen des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) hat die Emittentin in der Prognoserechnung Kosten von 0,11 Cent/kWh veranschlagt – umgerechnet rund 2.100 Euro/MW.

Laufzeit und Ausschüttungen

Laufzeit: unbefristet, bis zum 31. Dezember 2041 (Prognosezeitraum), erstmalige ordentliche Kündigungsmöglichkeit der Anleger zum 31. Dezember 2036, Auflösung der Emittentin erfordert 75-Prozent-Mehrheit der Gesellschafterversammlung
Gesamtausschüttung (Kalkulation): 209,5 Prozent (inkl. 100 Prozent Kapitalrückzahlung)
Ausschüttung durch Verkaufserlös (Kalkulation): 0 Prozent
Renditeprognose vor Steuern pro Jahr (IRR, Berechnung von ECOreporter.de auf Basis der Prospekt-Ausschüttungsprognose): 4,6 Prozent
Einkunftsart: Einkünfte aus Gewerbebetrieb
Einkaufsfaktor (Gesamtkaufpreis/prognostizierte Stromerlöse pro Jahr): 10,7
Gesamtfinanzierung: 1.800 Euro/kW
Einspeisevergütung: 8,58 Cent/kWh

Der Einkaufsfaktor (gesamte Anschaffungs- und Herstellungskosten für den Windpark/prognostizierte Stromerlöse erstes Jahr) liegt mit 10,7 deutlich über dem Marktniveau, das ECOreporter.de innerhalb des letzten Jahres bei Windpark-Beteiligungen ermittelt hat, obwohl die Gesamtfinanzierung – auch aufgrund der geringen Weichkosten – marktüblich ist. Der Grund für den überdurchschnittlich hohen Einkaufsfaktor ist die kaufmännisch vorsichtige Ertragskalkulation der Anbieterin, die einen hohen Sicherheitsabschlag von den Stromertragsprognosen der Windgutachter vorgenommen hat. Unter Berücksichtigung eines durchschnittlich hohen Sicherheitsabschlages errechnet sich ein nur leicht überdurchschnittlicher Einkaufsfaktor von 10,1. Ein marktüblicher Einkaufsfaktor von 9,8 ergibt sich, wenn zudem auch das Windgutachten mit dem höheren Ertragswert bei Berechnung berücksichtigt wird.

Die geplante Laufzeit des Beteiligungsangebotes und damit die prognostizierte Betriebsdauer der Windenergieanlagen betragen nicht 20 Jahre, sondern 25 Jahre. Nach Ablauf der EEG-Vergütung muss die Emittentin in den Betriebsjahren 21 bis 25 den erzeugten Strom voraussichtlich auf dem freien Strommarkt veräußern. Die Anbieterin kalkuliert hierfür mit einem Verkaufspreis von 8,58 Cent/kWh. Die Pachtverträge haben laut Prospekt eine Laufzeit von 20 Jahren plus einer Verlängerungsoption für die Emittentin von fünf Jahren. Nach Angaben der Anbieterin ist – für den Fall der Verlängerung – die Vergütung der Pachtverträge auch schon für die Betriebsjahre 21 bis 25 fixiert.

Technik und Erträge

Bei den zwei Windenergieanlagen handelt es sich um den Typ GE 2.75-120 von GE Wind Energy GmbH (General Electric) mit einer Nennleistung von jeweils 2,78 Megawatt. Der Anlagentyp ist laut Prospekt speziell auf den Betrieb an bewaldeten und schwachwindigen Standorten ausgerichtet. Zwei der drei geplanten Anlagen des Windparks Walting liegen im Wald. Die mittlere Windgeschwindigkeit auf Nabenhöhe (139 Meter) geben die Gutachter im Durchschnitt mit 5,8 Metern je Sekunde an. Durch die große Nabenhöhe von 149 Metern ergeben sich voraussichtlich weniger Auswirkungen des umliegenden Waldes auf die Windverhältnisse in Nabenhöhe.

Für den Windpark wurden zwei Ertragsgutachten erstellt. Das Gutachten der EuroWind GmbH mit der höheren Stromertragsprognose (19.809 MWh) hat die Anbieterin für die Kalkulation nicht berücksichtigt. Sie hat für die Prospektkalkulation nur auf das Gutachten der RSC GmbH (Dr. J. Guttenberger) mit einem niedrigeren Prognosewert (18.457 MWh) zurückgegriffen. Für die Prognoserechnung hat die Anbieterin einen allgemeinen Sicherheitsabschlag (inkl. eventuelle Abschaltungen bei möglichen Fledermausvorkommen) von rund 10,2 Prozent auf den Gutachterwert (P 50-Wert) vorgenommen. Zudem berücksichtigt die Prospektkalkulation Verfügbarkeitsverluste von drei Prozent sowie elektrische Verluste von zwei Prozent, so dass der in der Prognoserechnung angesetzte Jahres-Energieertrag 15.744 MWh beträgt. Der Gesamt-Sicherheitsabschlag ist mit 15,2 Prozent überdurchschnittlich hoch. Der Stromertrag ist daher kaufmännisch vorsichtig kalkuliert.

Ökologische Wirkung

Mit der Strommenge von 19,1 Millionen kWh, die die Windenergieanlagen laut Gutachter-Mittelwert voraussichtlich pro Jahr erzeugen werden, können sich bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3.500 kWh rechnerisch rund 5.500 Haushalte jährlich versorgen. Die Einsparung an Kohlendioxid im Vergleich zur Stromgewinnung aus konventionellen Kraftwerken beträgt circa 11.000 Tonnen pro Jahr.

Zwei der drei Anlagenstandorte des Windparks Walting liegen in einem Waldgebiet. Nach Angaben der Anbieterin waren für die Standorte und den Bau bzw. Ausbau von Wegen insgesamt ca. 0,8 Hektar – entspricht ungefähr der Fläche eines Fußballplatzes – zu roden. Dabei handelt es sich den Angaben nach um Wirtschaftswaldflächen. Nach Angaben der Anbieterin erfolgt als Ausgleichsmaßnahme die Aufwertung einer Fläche von ca. 0,4 Hektar zum artenreichen Extensivgrünland (z. B. magere Glatt-/ Goldhaferwiesen oder Magerweiden).

Die energetische Amortisationszeit der Windenergieanlagen des Bürgerwindparks liegt bei weniger als zwölf Monaten. In dieser Zeit erzeugen die Windenergieanlagen die Energiemenge, die bei Herstellung, Transport und Wartung der Anlagen nötig ist. Zum Vergleich: Die energetische Amortisationszeit von Photovoltaik-Anlagen liegt in der Regel bei ein bis drei Jahren. Kohlekraftwerke amortisieren sich aufgrund des dauerhaften Verbrauchs von fossilen Energieträgern als Brennstoff gar nicht.

Risiko

Die Bau- und Betriebsgenehmigung für die Windenergieanlagen des Windparks Walting sind im Januar 2016 erteilt worden. Die sogenannte 10H-Regelung der bayerischen Bauordnung, die für Windenergieanlagen einen Mindestabstand zu Wohngebäuden vom zehnfachen der Höhe der Anlagen vorsieht, halten die Anlagen des Windparks Walting nicht ein. Deswegen hat die Anbieterin nach eigenen Angaben auf eine – im Gesetz vorgesehene – einvernehmliche Festlegung mit den umliegenden Kommunen hingewirkt. Der Waltinger Gemeinderat hat dem Windparkprojekt einvernehmlich zugestimmt. Gegen die Genehmigungen haben aber nach Angaben der Anbieterin eine Gemeinde und zwei Privatpersonen beim Bayerischen Verwaltungsgericht München Klage erhoben. Zudem gibt es gegen den Bebauungsplan Normenkontrollanträge. Nach Angaben der Anbieterin werden den Klagen in einem Risikogutachten, das für die finanzierenden Banken erstellt wurde, keine Erfolgsaussichten beschieden. Grundsätzlich kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass die Klagen Erfolg haben und ein Urteil gefällt wird, wodurch der Betrieb der Anlagen beschränkt wird oder im Extremfall die Genehmigungen ganz entzogen werden. Zudem ist es möglich, dass sich infolge der Rechtsverfahren die Inbetriebnahme der Windenergieanlagen selbst dann verzögert, wenn die Klagen letztendlich abgewiesen werden.

Die Inbetriebnahme der Windenergieanlagen ist laut Prospekt für spätestens Ende September 2016 geplant. Nach Angaben der Anbieterin liegt der Bau derzeit im Zeitplan. Es besteht grundsätzlich das Risiko, dass sich der Bau und die Inbetriebnahme der Windenergieanlagen verzögern. Falls die Anlagen erst im vierten Quartal 2016 in Betrieb gehen, kann sich die EEG-Einspeisevergütung für den von diesen Anlagen erzeugten Windstrom um bis zu 1,2 Prozent von 8,58 Cent/kWh auf 8,48 Cent/kWh verringern. Laut Sensitivitätsanalyse reduziert sich in diesem Fall die Ausschüttungserwartung von 209 auf 197 Prozent.

Ein wesentliches weiteres Risiko bei Windenergieanlagen besteht grundsätzlich darin, dass sie weniger Strom liefern können als prognostiziert. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass Einspeisevergütungen rückwirkend gekürzt oder Steuern erhöht werden, wodurch ein rentabler Betrieb von Windenergieanlagen erschwert oder unmöglich werden kann. Laut EEG 2014 erhalten neu errichtete Windenergieanlagen keine Einspeisevergütung für den Zeitraum von negativen Strompreisen an der Strombörse. In den vergangenen Jahren ist das nur in geringem Umfang vorgekommen. Es ist aber möglich, dass negative Strompreise zukünftig häufiger auftreten und damit zu höheren Ertragseinbußen bei der Emittentin führen.

Die Komplementärin der Emittentin fungiert auch als Anbieterin des Beteiligungsangebotes. Einer der drei Geschäftsführer der Komplementärin ist zudem auch Verpächter eines Teils der für den Windpark benötigten Fläche. Interessenkonflikte sind aufgrund dieser Konstellationen daher nicht auszuschließen.  

Stärken                    
Hoher Sicherheitsabschlag bei der Ertragskalkulation
Sehr niedrige Weichkostenquote
Darlehensvertrag abgeschlossen

Schwächen
Bau- und Inbetriebnahmerisiken
Potential für Interessenkonflikte

Chancen
Höherer Stromertrag als prognostiziert

Risiken
Geringerer Wind- und Stromertrag als prognostiziert
Laufende Klagen



Fazit:

Finanziell


Der Bürgerwindpark Walting soll Ende September2016 in Betrieb gehen. Derzeit verläuft die Bauphase plangemäß. Falls der Windpark erst im vierten Quartal 2016 ans Netz gehen sollte, wird sich die Rentabilität des Beteiligungsangebotes tendenziell voraussichtlich leicht reduzieren. Insgesamt ist die Renditeerwartung auch aufgrund der sehr niedrigen Weichkostenquote und des langen Prognosezeitraums marktüblich hoch. Die Emittentin kalkuliert kaufmännisch vorsichtig mit einem hohen Sicherheitsabschlag bei der Stromertragsprognose, so dass zusätzliches Renditepotential besteht.

Nachhaltigkeit

Die Windenergie an Land bietet auch in Bayern eine nachhaltige Form der Energieerzeugung – sowohl im ökologischen wie im volkswirtschaftlichen Sinne.

ECOreporter.de-Empfehlung

Das Beteiligungsangebot ist sorgfältig konzipiert und fußt auf einer kaufmännisch vorsichtigen Ertragskalkulation fußt. Das Rendite-Risiko-Verhältnis des Beteiligungsangebotes kann als angemessen gelten.

Basisdaten

Anbieterin, Prospektverantwortliche und Komplementärin: NEW Bürgerwind Walting Verwaltungs GmbH, Walting-Rieshofen
Beteiligungsgesellschaft (Emittentin): NEW Bürgerwind Walting GmbH & Co. KG, Walting-Rieshofen
Treuhänderin: RWB Revisions- und Wirtschaftsberatungs-GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Barbing
Beteiligungsform: Treugeber, Umwandlung in Direktkommanditist möglich

Fondswährung: Euro
Gesamtfinanzierungsvolumen: 15,0 Millionen Euro
Eigenkapitalvolumen (ohne Agio): 4,5 Millionen Euro
Mindestzeichnungssumme: 5.000 Euro
Agio: 0 Prozent
Laufzeit: unbefristet, erstmalige ordentliche Kündigungsmöglichkeit der Anleger zum 31. Dezember 2036

BaFin-Billigung: Ja
Leistungsbilanz: Nein
IDW-Prospektprüfungsbericht: Nein
Mittelverwendungskontrolle: Nein
Sensitivitätsanalyse: Ja
Haftsumme: 100 Prozent der Einlage der Kommanditisten (Außenverhältnis), 100 Prozent (Innenverhältnis)
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