Die Anleihe soll unter anderem dazu dienen, in Solarprojekte zu investieren. / Quelle: Green Energy 3000 GmbH

16.01.15 Anleihen / AIF , ECOanlagecheck , Genussrechte/Anleihen

Unabhängige Analyse: GE3000-Anleihe I der Green Energy 3000 GmbH

Die Green Energy 3000 GmbH entwickelt und errichtet Solar- und Windparks. Mit dem Anleihekapital will das Unternehmen aus Leipzig weitere Solar- und Windenergieprojekte realisieren. Die Anleihe hat einen Zins von 6 Prozent pro Jahr und eine Laufzeit von drei Jahren. Ab 2.500 Euro können Anleger die Anleihe zeichnen. Der ECOanlagecheck analysiert das Angebot.

Die Laufzeit der Anleihe (Teilschuldverschreibung) beträgt drei Jahre, vom 1. Dezember 2014 bis 30. November 2017. Die Anleger können die Anleihe nicht ordentlich kündigen. Dagegen kann die Emittentin die Anleihe insgesamt oder anteilig mit einer Frist von acht Wochen zum Ende eines jeden Quartals kündigen, erstmalig zum 1. Dezember 2015. Das Emissionsvolumen der Anleihe beträgt 8,0 Millionen Euro.

Laut Prospekt fallen möglicherweise Provisionen für Vermittler an, die bis zu 7 Prozent des vom Vermittler eingeworbenen Kapitals betragen sollen. Zudem entstehen laut Prospekt Kosten für Prospektentwicklung, Prospekterstellung, Druck, Personal, Rechts- und Steuerberatung, Abwicklung, Vertrieb und Marketing.

Bei vollständiger Platzierung der Anleihe sollen sich die Emissionskosten insgesamt auf ca. 6 Prozent des Anleihevolumens belaufen. Der Nettoemissionserlös beträgt demnach voraussichtlich ca. 7,5 Millionen Euro, falls die Anleihe vollständig platziert wird.

Unternehmensprofil Green Energy 3000

Anbieterin und Emittentin der Anleihe ist die Green Energy 3000 GmbH aus Leipzig, 2004 gegründet. Ihr Stammkapital wurde im Mai 2014 durch die Umwandlung von Gewinnrücklagen von 25.000 Euro auf 1 Million Euro erhöht. Die Mitarbeiterzahl hat sich von 20 (Ende 2011) über 33 (Ende 2013) auf 42 (Prospektstand September 2014) erhöht.

Geschäftsführer, Gründer und mittelbarer Alleingesellschafter der Green Energy 3000 GmbH ist der 51-jährige Andreas Renker. Er  studierte technische Kybernetik (Maschinensteuerung) und Automatisierungstechnik an der Technischen Hochschule in Leipzig und gründete 1994 sein eigenes Ingenieurbüro.

Ab 1997 war er vier Jahre geschäftsführender Gesellschafter der Windcom GmbH und nach deren Einbringung in die Voltwerk AG drei Jahre Vorstand der Projektentwicklung der Voltwerk AG, aus der er 2004 mit der Gründung seiner Green Energy 3000 GmbH ausschied.

Renker ist auch Alleingesellschafter und Geschäftsführer der Green Energy 3000 Holding GmbH, die wiederum alleinige Gesellschafterin der Anleiheemittentin ist. Die Holding wurde 2013 im Rahmen einer inzwischen größtenteils vollzogenen Neustrukturierung der Unternehmensgruppe gegründet. Kernstück der Holding mit dem mit Abstand höchsten Umsatzanteil ist laut Prospekt die Emittentin, die sich mit der Entwicklung, Planung, Realisierung, Veräußerung und technischen Betreuung von Solar- und Windenergieprojekten beschäftigt.

Zur Holding gehören zudem die Green Invest 3000 GmbH, die Investoren verschiedene Finanzierungsmodelle anbietet und als Komplementärin (Geschäftsführerin) der einzelnen Projektgesellschaften fungiert, und die 2014 neu gegründete Green Asset 3000 GmbH (Geschäftsführer: Renker). Diese wurde laut Prospekt zur zukünftigen Bündelung und eigentumsrechtlichen Verwaltung der Beteiligungen und Investments an Wind- und Solarparks sowie von Grundstücken und Immobilien der Unternehmensgruppe gegründet. Zudem soll nach Angaben der Emittentin 2015 eine der Holding untergeordnete Gesellschaft gegründet werden, in der die Auslandsaktivitäten gebündelt werden sollen.

Auch die Emittentin Green Energy 3000 GmbH war von den Umstrukturierungen betroffen. So wurde 2013 die französische Projektentwicklungsgesellschaft VenSolR s.a.r.l. mit der Emittentin verschmolzen, die nach der Verschmelzung eine Niederlassung in Paris gründete. Zudem wurde im August 2014 das Ingenieurbüro Renker, das für die gesamte technische Planung sowie für die Genehmigungs- und Netzanschlussverfahren der Anlagen der Unternehmensgruppe zuständig ist, in die Emittentin eingebracht.

Mit der Einbringung sollen laut Prospekt die Prozesse des Unternehmens gegenüber potentiellen Investoren transparenter werden. Gegenwärtig kann aufgrund dieser Umstrukturierungen bei der Emittentin aber die Aussagekraft des Vergleiches der Bilanzzahlen 2012 und 2013 sowie der Bilanzzahlen 2013 mit den Prognosezahlen für 2014 eingeschränkt sein.

Laut Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 der Emittentin beträgt ihre Bilanzsumme rund 8,7 Millionen Euro (Vorjahr: rund 10,8 Millionen Euro). Auf der Aktivseite der Bilanz dominiert das Umlaufvermögen und hier insbesondere unfertige Leistungen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen der Projektentwicklung und Projektrealisierung entstehen.

Auf Nachfrage von ECOreporter.de bestätigte die Emittentin, dass auch bestehende Beteiligungen der Emittentin (Finanzanlagenvermögen 2013 insgesamt rund 600.000 Euro) teilweise auf die Green Asset 3000 GmbH übertragen werden sollen. Die Anleiheemittentin wird somit laut Plan nicht – über Projektgesellschaften – (langfristig) im Besitz von Solar- und Windparks sein, sondern Anteile an den Projektgesellschaften in der Regel nur während der Projektentwicklung- und Projektrealisierungsphase halten.

Die Eigenkapitalquote der Emittentin betrug laut Bilanz 2013 rund 53,2 Prozent (Vorjahr: 0 Prozent). Der Jahresüberschuss 2013 belief sich auf rund 5,9 Millionen Euro (2012: rund 2,5 Millionen Euro).  Die Eigenkapitalquote 2012 lag trotz des Jahresüberschusses bei 0 Prozent, da zunächst ein durch ein Jahresfehlbetrag von rund 2,8 Millionen Euro (2011) entstandener nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von rund 2,6 Millionen Euro bilanziell ausgeglichen werden musste.

Die Umsatzerlöse des Unternehmens reduzierten sich von rund 32,4 Millionen Euro (2011) über rund 26,5 Millionen Euro (2012) auf rund 13,2 Millionen Euro (2013). 2013 erzielte das Unternehmen aber zudem sonstige betriebliche Erträge in Höhe von rund 6,6 Millionen Euro – hauptsächlich aus dem Verkauf von Anteilen an französischen Windpark-Projektgesellschaften an den Investor Leonidas, während es in den Vorjahren keine nennenswerten sonstigen betrieblichen Erträge gab, so dass trotz der stark gesunkenen Umsatzerlöse der Jahresüberschuss 2013 erzielt werden konnte.

Für 2014 rechnet die Emittentin nach eigenen Angaben mit Umsatzerlösen, die über denen des Vorjahres liegen, und mit einem Jahresüberschuss, der unter dem des Vorjahres liegt (Stand: 2. Dezember 2014). Die ECOreporter.de bekannten konkreten Prognosezahlen können aus Vertraulichkeitsgründen nicht genannt werden.

Der Umsatzrückgang der letzten zwei Jahre ist laut Prospekt insbesondere eine Folge der gesunkenen Verkaufspreise für Solaranlagen und Solarprojekte in Deutschland. Die reduzierten Preise wiederum gehen auf die verschlechterten Rahmenbedingungen durch niedrigere Einspeisevergütungen zurück. Die Emittentin plant daher, ihre Auslandsaktivitäten zu verstärken.

Laut Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 geht sie davon aus, dass sich das Verhältnis der realisierten Projekte im Ausland im Vergleich zu den nationalen Projekten deutlich erhöhen wird.

Investitionen

Die Emittentin plant, das Anleihekapital in Solar- und Windenergieprojekte zu investieren.
Im Prospekt wurden noch keine konkreten Projekte genannt. Laut Aussage der Emittentin sind Anlageobjekte zum Beispiel ein Solarprojekt in Frankreich, das ab dem ersten Halbjahr 2015 errichtet werden soll und eine Nennleistung von 10 Megawattpeak (MWp) haben soll, und ein Windpark in Bayern, dessen Bau 2015 beginnen soll und der aus zwei Windenergieanlagen mit je 2,3 Megawatt Nennleistung bestehen soll. Zudem plant die Emittentin nach eigenen Angaben den Einkauf von bestehenden Solaranlagen in Italien (Stand: 2. Dezember 2014).

Bildhinweis: Die Green Energy 3000 GmbH plant Investitionen in Wind- und in Solarenergieprojekte. / Quelle: Unternehmen

Grundsätzlich ist laut Mittelverwendungskontrolleurvertrag vorgesehen, dass das Anleihekapital nicht in Projektentwicklungen, sondern nur in baureife Projekte investiert werden darf. Projektvoraussetzungen sind beispielsweise, dass die Genehmigungen vorliegen, Grundstücke gesichert sind, der Netzanschlusspunkt genehmigt ist und eine Ertragsberechnung vorliegt. Die Emittentin investiert aber nicht nur in baureife Projekte, sondern entwickelt auch Projekte.

Die Anleger sind von der Zahlungsfähigkeit der Emittentin abhängig, so dass sie auch diese Projektentwicklungsrisiken der Emittentin mittelbar mittragen, da ein Scheitern von Projektentwicklungen die Zahlungsfähigkeit der Emittentin negativ beeinflussen kann. Die Anleger sind auch von dem Erfolg der Projekte abhängig, die zwar nicht direkt durch das Anleihekapital finanziert werden sollen, die aber einen großen Einfluss auf die Zahlungsfähigkeit der Emittentin haben (können).

Laut Prospekt sind die Zielmärkte für die Verwendung des Anleihekapitals ausschließlich Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien. im Mittelverwendungskontrolleur-Vertrag ist unter den genannten Bedingungen, die für eine Freigabe des Anleihekapitals an die Emittentin erfüllt sein müssen, aber keine regionale Beschränkung vorgesehen.

Die Emittentin entwickelt Projekte in zahlreichen Ländern. Laut Prospekt hat die Emittentin Projekte bzw. Projektgesellschaften in Deutschland (Solar und Wind), Frankreich (Wind und Solar), Italien (Solar und Wind), Tschechien (Wind), Bulgarien (Solar und Wind), Kasachstan (Solar und Wind) und Großbritannien.

Weitere ausländische Märkte sollen bzw. können laut Prospekt erschlossen werden. Dem Prospekt ist nur zu entnehmen, dass die Emittentin in Deutschland und Frankreich bereits Projekte realisiert hat. Die Emittentin hat nach eigenen Angaben in Deutschland und Frankreich mehrere Wind- und Solarprojekte in der Projektentwicklung, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen.

Das größte der im Prospekt erwähnten geplanten Projekte der Emittentin befindet sich in Kasachstan. Dort soll laut Prospekt im ersten Halbjahr 2015 die erste von zwei Solar-Freiflächenanlagen mit einer Nennleistung von 50 MWp errichtet werden. Laut Prospekt gehen die Projektentwicklungsarbeiten hier planmäßig voran. Zudem fänden Finanzierungsgespräche mit interessierten asiatischen Investoren und internationalen Banken statt. Nach Angaben der Emittentin ist zudem für 2016 die Errichtung eines 75-MW-Windparks in Kasachstan geplant.

Ökologische Wirkung

Mit dem Anleihekapital sollen Solar- und Windparks errichtet werden. Es ist laut Prospekt geplant, das Anleihekapital mehrmals im Jahr erneut als Eigenkapital im Rahmen von Projektfinanzierungen einzusetzen. Es wäre möglich, dass ohne das Anleihekapital ökologisch sinnvolle Erneuerbare-Energien-Projekte nicht realisiert werden könnten. Zudem werden durch das Anleihekapital bei der Emittentin eigene Finanzmittel freigesetzt, die das Unternehmen zur Entwicklung weiterer Solar- und Windprojekte einsetzen kann, die die ökologische Wirkung weiter erhöhen.

Risiko

Die Anleihe ist laut der Anleihebedingungen nicht dinglich besichert. Das Anleihekapital wird auf ein Treuhandkonto eingezahlt, dessen Guthabensbeträge von der Emittentin an die Treuhänderin verpfändet werden. In der Regel befindet sich das Anleihekapital aber nicht auf dem Treuhandkonto, sondern in Projektgesellschaften der Emittentin. In diesem Fall soll die Emittentin der Treuhänderin laut Prospekt die Anteile – und andere Ansprüche und Rechte – an den durch das Anleihekapital finanzierten Projektgesellschaften verpfänden, „soweit rechtlich zulässig“.

Im Falle eines Insolvenzverfahrens wird die Treuhänderin ihre Rechte aus der jeweils geltenden Insolvenzordnung bezüglich der von ihr verwalteten Sicherheiten geltend machen. Es kann das Risiko bestehen, dass die Rechte aus den verwalteten Sicherheiten vom Insolvenzverwalter nicht anerkannt werden oder von der Treuhänderin nicht durchgesetzt werden können. Falls die Rechte bezüglich der Sicherheiten anerkannt werden sollten, besteht das Risiko, dass der Erlös aus der Wertung der Sicherheiten nicht ausreicht, um die Ansprüche der Anleihegläubiger (vollständig) zu bedienen.

Das gilt insbesondere dann, wenn eine Insolvenz der Emittentin durch das Scheitern einer Projektgesellschaft ausgelöst wird, deren Anteile an die Treuhänderin der Anleger verpfändet worden ist. Die Emittentin ist berechtigt, Kapital aufzunehmen, das dinglich besichert ist und damit im Rang vor der hier behandelten Anleihe steht. In diesem Fall kann sich das Risiko erhöhen, dass die Emittentin die Zahlungsansprüche der Anleger der hier behandelten Anleihe nicht bedienen kann.

Die Emittentin ist als Projektentwickler und Generalunternehmer tätig. Sie trägt somit unter anderem die Genehmigungs-, Fertigstellung- und Haftungsrisiken bei ihren Projekten. Konkret befindet sich die Emittentin als Generalunternehmer derzeit in einem Prozess mit zwei Fondsgesellschaften des Initiators Wattner, die Mängel bei zwei Solaranlagen geltend machen und daher eine Schlusszahlung von rund 3,4 Millionen Euro nicht geleistet haben.

Laut Prospekt ist ein von der Emittentin beauftragter Subunternehmer faktisch nicht mehr in Regress zu nehmen, da sich dieser im Insolvenzverfahren befindet. Die Emittentin hat rund 2 Millionen Euro von ihrer Forderung 2011 abgeschrieben. Es besteht das Risiko, dass die Emittentin den als werthaltig ausgewiesenen Teilbetrag der Forderung von rund 1,4 Millionen Euro auch abschreiben muss oder sogar darüber hinaus Schadensersatzzahlungen leisten muss.

Die Emittentin ist in mehreren Ländern tätig und plant den deutlichen Ausbau ihres Auslandsgeschäftes. Infolgedessen können sich beispielsweise Rechts- und Währungsrisiken für die Emittentin erhöhen. Beispielsweise plant die Emittentin ein großes Solarprojekt in Kasachstan. Die Ausweitung ihrer Auslandsaktivitäten plant die Emittentin auch vor dem Hintergrund des schwieriger gewordenen Solargeschäftes in Deutschlands. Allerdings haben sich auch in den Auslandsmärkten der Emittentin wie Italien, Tschechien und Bulgarien die Rahmenbedingungen für Investitionen in Erneuerbare-Energien-Projekte teilweise verschlechtert.

Zudem steht die Emittentin in Konkurrenz mit Wettbewerbern, die teilweise erheblich größere finanzielle Ressourcen haben. Für einen Erneuerbare-Energien-Projektierer, der in zahlreichen ausländischen Märkten tätig ist, ist die Emittentin mit aktuell rund 50 Mitarbeitern (Stand: 15. Dezember 2014) und einer Bilanzsumme von rund 9 Millionen Euro relativ klein. Ähnlich große Unternehmen mit Sitz in Deutschland konzentrieren sich teilweise auf Deutschland bzw. sogar nur auf eine bestimmte Region in Deutschland. Es besteht das Risiko, dass die Emittentin sich „verzettelt“.

Auch das Risiko- und Kostenmanagement wird aufgrund der Expansion in verschiedene Länder anspruchsvoller. Zu erwähnen ist hier beispielsweise, dass die Umsatzerlöse von 32,4 Millionen Euro (2011) auf 13,2 Millionen Euro (2013) gesunken sind, während im selben Zeitraum die Personalaufwendungen von rund 0,8 Millionen Euro auf rund 1,5 Millionen Euro gestiegen sind.

Stärken

Geschäftsführer mit rund 20 Jahren Erfahrung im Bereich Erneuerbare-Energien-Projekte
Emittentin mit Jahresgewinnen seit 2012
Teilweise (flexible) Sicherheiten für die Anleger
Bei erfolgreicher Umsetzung der Unternehmensstrategie Risikodiversifizierung über mehrere Märkte

Schwächen

Projektentwicklungs- und Fertigstellungsrisiken
Emittentin planmäßig ohne Eigenbestand an in Betrieb befindlichen Solar- und Windparks
Unternehmensstrategie aufgrund Ausweitung des Auslandsgeschäftes mit


Risiken
Starke Abhängigkeit der Unternehmensgruppe von einer Person
Potential für Interessenkonflikte


Fazit:

Finanziell


Die Emittentin will das Anleihekapital zur Realisierung von baureifen Solar- und Windenergieprojekten einsetzen. Die Anleger tragen aber auch die Projektentwicklungsrisiken der Emittentin mit. Die Emittentin verkauft die Projekte nach Fertigstellung, so dass sie planmäßig keine (nennenswerten) Anteile an fertiggestellten Solar- und Windparks im Bestand hält, die eine mittelbare Sicherheit für die Anleger darstellen könnten. Die Anleihe ist nicht dinglich besichert.

Die Emittentin hat ein Sicherheitskonzept, das die Ansprüche der Anleger nur unter bestimmten Voraussetzungen und voraussichtlich nur teilweise absichern kann. Daher sind die Anleger auch davon abhängig, dass die internationale Expansionsstrategie des Unternehmens aufgeht und seine Zahlungsfähigkeit erhalten bleibt.

2012, 2013 und voraussichtlich auch 2014 konnte das Unternehmen teilweise deutliche Gewinne verzeichnen. Allerdings sind die Umsatzerlöse der Emittentin von 2011 bis 2013 – zum Teil aufgrund der gesunkenen Errichtungs- und Verkaufspreise für Solarprojekte  – deutlich zurückgegangen.

Nachhaltigkeit

Das Anleihekapital ermöglicht der Green Energy 3000 GmbH die Entwicklung und Realisierung weiterer Solar- und Windenergieprojekte. Damit leistet sie einen Beitrag zum Ausbau der nachhaltigen Stromerzeugung in Europa und eventuell auch in Asien (Kasachstan).

ECOreporter.de-Empfehlung

Die Anleiheemittentin Green Energy 3000 GmbH konnte in den vergangenen zwei Jahren ordentliche Gewinne erwirtschaften. Allerdings können in der derzeitigen Umstrukturierungs- und Übergangsphase der Unternehmensgruppe auch für die Emittentin erhöhte Risiken bestehen. Daher wäre auch eine etwas über 6 Prozent pro Jahr liegende Verzinsung der Anleihe den Risiken angemessener gewesen.

Basisdaten

Emittentin und Anbieterin: Green Energy 3000 GmbH, Leipzig
Anlageform: Anleihe (Inhaber-Teilschuldverschreibung)
Emissionsvolumen: 8,0 Millionen Euro
Mindestzeichnungssumme: 2.500 Euro
Agio: 0 Prozent
Laufzeit: bis 30.11.2017
Zinsen: 6,0 Prozent pro Jahr
Einkunftsart: Einkünfte aus Kapitalvermögen
BaFin-Billigung: Ja
Handelbarkeit: Keine Zulassung an einer Börse
ISIN: DE000A13R4Y7
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