Die Windenergieanlage Pfaffengrün in Sachsen ist seit August 2016 in Betrieb. Sie ist die erste Investition der Emittentin der RE08 Anleihe der Zukunftsenergien von reconcept. / Foto: Unternehmen

09.05.17 ECOanlagecheck , Genussrechte/Anleihen

Unabhängige Analyse: RE08 Anleihe der Zukunftsenergien von reconcept im ECOanlagecheck

Bis zu 6 Prozent Zinsen pro Jahr bietet die RE08 Anleihe der Zukunftsenergien von reconcept. Die Laufzeit der Anleihe beträgt 5 Jahre. Das Geld der Anleger soll in Wind,- Solar- und Wasserkraftanlagen in Europa fließen. Ab 5.000 Euro können Anleger investieren. Es gibt kein Agio. Der ECOanlagecheck analysiert das Angebot.

Die Investitionen, welche die Anleihe finanzieren soll, stehen laut Prospekt größtenteils noch nicht fest. Die Anbieterin der Anleihe hat als Erstes einen Anteil an einer Windenergieanlage in Deutschland erworben, die seit August 2016 in Betrieb ist. Der jährliche Zinssatz der Anleihe – einer nachrangigen Namensschuldverschreibung – steigt mit der Laufzeit:

1. Jahr: 4,0 Prozent
2. bis 4. Jahr: 5,0 Prozent
5. Jahr: 6,0 Prozent
Laufzeit: 1.10.2016 bis 30.9.2021

Das geplante Emissionsvolumen der Anleihe liegt bei 10 Millionen Euro. Die Vertriebsprovisionen betragen laut Prospekt 7,0 Prozent des platzierten Anleihevolumens. Insgesamt beträgt die Nebenkostenquote rund 11 Prozent des geplanten Anleihevolumens. Sie liegt leicht über der durchschnittlichen Nebenkostenquote der von ECOreporter.de in den letzten zwei Jahren analysierten Anleiheangebote. Ein wesentlicher Grund hierfür sind die vertraglich vereinbarten fixen Kosten für die Prospekterstellung (inkl. Gründungskosten der Emittentin und Erstellung Vertriebsunterlagen), die sich auf rund 393.000 Euro belaufen.

Die platzierungsabhängige Nebenkostenquote könnte laut Prospekt "bei einer etwaig notwendigen Intensivierung der Vertriebsmaßnahmen" auch über 7 Prozent ansteigen. Es ist zudem nach Angaben der Anbieterin nicht ausgeschlossen, dass die Emittentin für die Vermittlung von Projekten Provisionen an reconcept-Gesellschaften zu zahlen hat.

Unternehmensprofil

Emittentin und Anbieterin der Anleihe ist die reconcept 08 Anleihe der Zukunftsenergien Multi Asset-Portfolio GmbH & Co. KG aus Hamburg. Sie wurde im Juli 2015 gegründet. Ihre Komplementärin ist die reconcept Capital 02 GmbH mit dem Geschäftsführer Karsten Reetz. Alleinige Gesellschafterin der Emittentin mit einer Einlage von 1.000 Euro ist die reconcept consulting GmbH, deren Muttergesellschaft reconcept GmbH auch alleinige Gesellschafterin der Komplementärin der Emittentin ist.

Geschäftsführer der reconcpt GmbH ist Karsten Reetz. Er ist seit rund zehn Jahren in geschäftsführender Position in der reconcept-Gruppe tätig und hält 10 Prozent der Anteile an der reconcept GmbH. Mittelbarer Hauptgesellschafter (90 Prozent) der reconcept GmbH ist – über die Volker Friedrichsen Beteiligungs-GmbH – Volker Friedrichsen. Er ist seit mehr als 20 Jahren in der Windenergiebranche tätig, unter anderem war er Geschäftsführer von Vestas Deutschland, und er gründete später die WKN AG.

Reconcept hat seit 2012 unter anderem sechs Kommandit-Beteiligungen mit den Investitionszielen Windenergie Deutschland (2), Windenergie Finnland (2), Wasserkraft Kanada (1) und Solarenergie Spanien (1) öffentlich angeboten. Darüber hinaus wurden zwei Genussrechte und drei Anleihen realisiert. Von 1998 bis 2008 hat die – seit 2009 eigenständige – reconcept GmbH als Tochter der WKN AG mehr als 20 Windenergiebeteiligungen konzipiert und vertrieben.

Im Rumpfgeschäftsjahr 2015 ist bei der Emittentin ein Verlust von 441.000 Euro entstanden. Hierbei handelt es sich um feste Vergütungen (insbesondere für die Prospekterstellung), die der Emittentin von der reconcept GmbH in Rechnung gestellt wurden. Diese Vergütungen konnte die Emittentin noch nicht leisten. Fällige Rechnungsbeträge wurden laut Prospekt von einem anderen zur reconcept-Gruppe gehörenden Unternehmen verauslagt. Nach Angaben der Initiatorin reconcept fallen dafür bei der Emittentin keine Stundungs- oder Kreditzinsen an.

Investitionen


Die Emittentin plant, mittelbar über den Erwerb von Betreibergesellschaften in Windenergie-, Solarenergie- und Wasserkraftprojekte zu investieren. Dabei kann es sich um bestehende oder um noch zu entwickelnde Projekte handeln. Auch Minderheitsbeteiligungen sind möglich. Die Investitionskriterien sind wenig umfangreich: Sie sehen vor, dass die Projekte in Europa sind, zwei unabhängige Ertragsgutachten sowie ein Gutachten über den beanstandungsfreien technischen Zustand der jeweiligen Anlage vorliegen. Die Investitionskriterien gelten somit nicht vollumfänglich beim laut Prospekt möglichen Erwerb von Projektentwicklungen.

Baustelle der Windenergieanlage "Pfaffengrün". / Foto: Unternehmen


Laut Aussage der Emittentin sind Investitionen in Projektentwicklungen nicht geplant. Zudem soll laut ihrer Aussage der Fokus auf Wind- und Solarenergieanlagen liegen, Wasserkraftanlagen seien eine denkbare Option. Der Gesellschafter der Emittentin, die reconcept consulting GmbH, kann die Anlagestrategie der Emittentin jederzeit per Gesellschafterbeschluss ändern.

Die Investitionen stehen zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung noch nicht vollständig fest. Im Juli 2016 hat die Emittentin mit der reconcept 07 Anleihe der Zukunftsenergien Wind Deutschland GmbH & Co. KG (kurz: RE07) einen Optionsvertrag geschlossen. Demnach kann die Emittentin bis zu 70 Prozent der Anteile an der Windkraft Pfaffengrün GmbH & Co. KG von RE07 erwerben.

RE07 hatte im Oktober 2015 eine Inhaberschuldverschreibung auf dem Markt gebracht. Ein Prospekt ist nach seiner Billigung durch die BaFin ein Jahr gültig, so dass das Anleiheangebot im Oktober 2016 geschlossen wurde. Das platzierte Anleihevolumen von RE07 lag mit rund 3,4 Millionen Euro unter dem prospektierten Emissionsvolumen von 7,75 Millionen Euro.

Auch das Angebot RE08 hatte reconcept ursprünglich als Inhaberschuldverschreibung konzipiert, dann aber als Namensschuldverschreibung neu aufgelegt. Nach Angaben von reconcept bestehe so die Möglichkeit, das geplante Anleihekapital vollständig einzuwerben. Hintergrund der Neuauflegung kann sein, dass aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen viele Finanzanlagevermittler Inhaberschuldverschreibungen nicht vermitteln können.

Nach Einschätzung der Initiatorin gibt es für Namensschuldverschreibungen rund achtmal so viele mögliche Vertriebspartner wie für Inhaberschuldverschreibungen. Für Anleger dagegen haben die Namensschuldverschreibungen den Nachteil, dass sie – im Gegensatz zu Inhaberschuldverschreibungen – nicht an einer Börse handelbar sind.

Im März 2017 hat die Emittentin für rund 0,5 Millionen Euro 30 Prozent der Kommanditanteile an der Betreibergesellschaft Windkraft Pfaffengrün erworben. Der Kaufpreis ist spätestens zum 31. Oktober 2017 zur Zahlung fällig. Bei dem geplanten Nettoemissionserlös der Anleihe von rund 8,8 Millionen Euro würde die Investition Pfaffengrün rund 5,7 Prozent des zu investierenden Anleihekapitals abbilden. Der Blind-Pool-Anteil des Anleiheangebotes läge damit bei rund 94,3 Prozent.

Die Betreibergesellschaft Windkraft Pfaffengrün betreibt eine Windenergieanlage im Vogtlandkreis in Sachsen. Die Windenergieanlage des Typs Nordex N117 mit einer Nennleistung von 2,4 MW ist seit Ende August 2016 in Betrieb. Die Betreibergesellschaft hat laut Prospekt einen Darlehensvertrag mit der DZ Bank abgeschlossen, der bei einer Laufzeit von rund 17 Jahren einen für die gesamte Laufzeit fixierten Zinssatz von 1,6 Prozent pro Jahr vorsieht. Die geplante Bankkapitalquote der Betreibergesellschaft beträgt rund 71 Prozent.

Generalunternehmer, Verkäufer und technischer Betriebsführer der Windenergieanlage Pfaffengrün sind Gesellschaften der eab-Unternehmensgruppe aus Sachsen. Die Wartung und Instandhaltung des Windparks übernimmt der Anlagenhersteller Nordex im Rahmen eines für 15 Jahre abgeschlossenen Vollwartungsvertrags.


Die gesamten laufenden Kosten für den Betrieb des Windparks (inkl. Verwaltung, Rücklagen für Rückbau und Bankgarantiekosten) belaufen sich nach Angaben der Initiatorin auf 141.000 Euro für das Jahr 2023, das sind rund 59.000 Euro je MW. Eine kontinuierliche und detaillierte Aufstellung der laufenden Kosten über mehrere Jahre liegt ECOreporter.de nicht vor. Es wurden nach Angaben der Initiatorin Pachtverträge über 20 Jahre plus einer Verlängerungsoption von zweimal fünf Jahren geschlossen. Für die Windenergieanlage wurden zwei Ertragsgutachten von der TÜV Süd GmbH und von der AL-PRO GmbH erstellt. Die mittlere Windgeschwindigkeit auf Nabenhöhe von 141 Metern geben die Gutachter im Durchschnitt mit rund 6,3 Metern je Sekunde an. Der kalkulierte Ertragswert ist – nach Abzug des Abschlages von 5,7 Prozent – mit rund 2.970 Kilowattstunden (kWh) je Kilowatt (kW) Nennleistung für einen küstenfernen Binnenlandstandort hoch.

Das Kapital der RE08 Anleihe der Zukunftsenergien soll unter anderem in Windkraftanlagen fließen. / Foto: Fotolia, Marianne Mayer

Die Einspeisevergütung für die Windenergieanlage Pfaffengrün beträgt 8,58 Cent/kWh. Der Einkaufsfaktor (Gesamtkaufpreis für die Windenergieanlage/prognostizierte Stromerlöse erstes Jahr) liegt mit 9,4 auf dem durchschnittlichen Marktniveau, welches ECOreporter.de innerhalb des letzten Jahres bei Windpark-Beteiligungen in Deutschland ermittelt hat. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Initiatorin nach eigenen Angaben bei der Ertragskalkulation einen Sicherheitsabschlag (inkl. Abschläge für Leitungs- und Verfügbarkeitsverluste) von zusammen 5,7 Prozent auf den nach Abschattungsverlusten (6,3 Prozent) prognostizierten jährlichen Stromertrag vorgenommen hat.

Marktüblich wäre – auf Basis der von ECOreporter.de innerhalb der letzten zwei Jahre bei Windpark-Beteiligungen in Deutschland ermittelten Zahlen – ein Sicherheitsabschlag von zusammen 10 Prozent statt 5,7 Prozent. Unter Einberechnung eines Sicherheitsabschlages von 10 Prozent ergibt sich ein höherer Einkaufsfaktor von 9,8. Der ist aber noch akzeptabel, da in der Regel bei einer Investition in eine einzelne Windenergieanlage die – von der Anlagenanzahl kaum abhängigen – Fixkosten prozentual höher sind.


Ökologische Wirkung

Die Investitionen der Emittentin stehen größtenteils noch nicht fest, so dass die ökologische Wirkung noch nicht abschließend beurteilt werden kann. Mögliche Investitionsziele sind Windenergie-, Solarenergie- und Wasserkraftanlagen in Europa.  Die Emittentin kann die Entwicklung, den Bau und den Betrieb von Erneuerbare-Energien-Projekten finanzieren.

Die Emittentin hat als Erstinvestition für rund 500.000 Euro 30 Prozent der Anteile an der Betreibergesellschaft der Windenergieanlage Pfaffengrün erworben. Die Anlage kann gemäß den Windgutachten rund 7,6 Millionen kWh Strom pro Jahr erzeugen. Bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3.500 kWh versorgt sie so rechnerisch rund 2.200 Haushalte. Im Vergleich zur Stromgewinnung aus konventionellen Kraftwerken beträgt die CO2 Einsparung durch den Betrieb der Windenergieanlage circa 4.500 Tonnen Jahr pro Jahr.

Die Emittentin kann das Anleihekapital in Projektentwicklungen investieren und die Projekte nach ihrer Fertigstellung verkaufen. Abhängig von der Entwicklungsdauer der einzelnen Projekte kann das Anleihekapital während der Laufzeit der Anleihe somit eventuell mehrfach Erneuerbare-Energien-Projekte mit einer ökologischen Wirkung eingesetzt werden.


Risiko

Anleger können Zinszahlungen und Rückzahlungen des nachrangigen Namensschuldverschreibungs-Kapitals solange und soweit nicht verlangen, wie die Zahlungen zur Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit bei der Emittentin führen würden. Es ist laut Prospekt nicht vorgesehen, dass die Emittentin neben der angebotenen Anleihe weiteres Fremdkapital aufnimmt. Die Ansprüche der Anleger sind nicht besichert. Auf Ebene der Betreibergesellschaften befindet sich in der Regel Bankkapital, das vorrangig zu bedienen und besichert ist.

Bei Vollplatzierung der Anleihe beträgt laut Prospekt die Eigenkapitalquote der Emittentin 0,01 Prozent. Bei den Betreibergesellschaften stellt das Anleihekapital in der Regel das Eigenkapital da. Auch deswegen ist das vorliegende Anleiheangebot seinem Wesen nach eine unternehmerische Beteiligung mit eigenkapitalähnlicher Haftungsfunktion für die Anleger.

Auch für den Erwerb von Photovoltaikanlagen kann das Kapitale der RE08 Anleihe der Zukunftsenergien eingesetzt werden. / Foto: Fotolia, S. Fancellu


Es besteht das Risiko, dass deutlich weniger als die geplanten 10 Millionen Euro Anleihekapital bei Anlegern platziert wird. In diesem Fall kann die Emittentin weniger Investitionen in Wind-, Solar- und Wasserkraftanlagen tätigen, die Zinsen für die Anleger erwirtschaften könnten. Aufgrund der fixen Nebenkosten der Anleiheemission von rund 400.000 Euro besteht bei einem sehr geringen Platzierungsvolumen das Risiko, dass das Anleihekapital vollständig für die Nebenkosten verbraucht wird und kein Kapital für Investitionen übrig bleibt.

Die Emittentin ist von der wirtschaftlichen Entwicklung der Betreibergesellschaften abhängig. Rückflüsse an die Emittentin können beispielsweise dann ausbleiben, wenn geplante Projekte nicht genehmigt werden, Bauprobleme auftreten oder der Verkauf der Projekte an Investoren nicht gelingt. Es ist möglich, dass sich die Rahmenbedingungen für die Realisierung Erneuerbarer-Energien-Projekten verschlechtert. Beispielsweise müssen sich in Deutschland Windenergieprojekte, die bis Ende 2016 keine Bau- und Betriebsgenehmigung erhalten haben, in Ausschreibungsverfahren um eine Einspeisevergütung bewerben.

Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass bei Bestandsanlagen Einspeisevergütungen rückwirkend gekürzt oder Steuern erhöht werden, wodurch ein rentabler Betrieb von Anlagen erschwert werden kann. Ein wesentliches Risiko bei Wasserkraft-, Windenergie- und Solaranlagen besteht zudem grundsätzlich darin, dass die Stromerträge geringer ausfallen als prognostiziert.

Die Laufzeit der Anleihe endet am 30. September 2021. Die Emittentin benötigt voraussichtlich eine Anschlussfinanzierung oder muss Anlagen verkaufen, um das Anleihekapital (vollständig) an die Anleger zurückzahlen zu können. Falls ein rentabler Verkauf der Projekte nicht spätestens zum geplanten Laufzeitende gelingt, kann sich die Laufzeit der Anleihe verlängern.

Die Emittentin gehört zur reconcept Gruppe. Laut Gesellschaftsvertrag kann die Emittentin Kreditverträge mit anderen reconcept-Gesellschaften abschließen. Zudem ist es möglich, dass die Emittentin unter anderem auch Kauf-, Management- und auch Projektvermittlungsverträge mit anderen Gesellschaften der reconcept Gruppe abschließt. Da die reconcept GmbH selbst mittelbar nur mit 1.000 Euro in der Emittentin investiert ist, kann das Risiko bestehen, dass Interessenkonflikte aus finanziellen Erwägungen zu Gunsten der reconcept GmbH und zu Ungunsten der Emittentin gelöst werden.

Stärken
Streuung der Investitionen über verschiedene Erneuerbare-Energien-Bereiche und Länder geplant
Erstes Projekt in Betrieb

Schwächen
Projektentwicklungs- und Fertigstellungsrisiken möglich
Semi-Blindpool
Hohe anfängliche Nebenkosten
Potential für Interessenkonflikte


Fazit:

Finanziell

Die Emittentin hat zunächst Anteile an einer bestehenden Windenergieanlage in Deutschland erworben. Nach den vorliegenden Zahlen liegen die Erwerbskonditionen im marktüblichen Bereich. Unter der Voraussetzung, dass die Anleihe vollplatziert wird, stehen rechnerisch mehr als 90 Prozent der geplanten Investitionen der Emittentin derzeit noch nicht fest.

Die prospektierte Anlagestrategie ermöglicht der Emittentin Investitionen in  Windenergie-, Solarenergie- und Wasserkraftanlagen in Europa. Die Investitionskriterien sind wenig umfangreich. Beispielsweise gibt es für die einzelnen Investitionsbereiche keine Mindest- oder Höchstquoten gemessen am späteren Gesamtportfolio der Emittentin.

Daher kann noch nicht fundiert beurteilt werden, ob die Verzinsung der Anleihe als angemessen gelten kann. Das ist unter anderem abhängig davon, ob die Emittentin ausreichend Kapital platzieren kann, um in mehrere Projekte zu investieren und damit das Risiko breiter streuen zu können.

Auch das relativ grobe Investitionsziel "Europa" erschwert eine Einschätzung der Risiken der Anleihe, da die Rahmenbedingungen für Investitionen in erneuerbare Energien und die länderspezifische Risiken innerhalb Europas teilweise sehr unterschiedlich sind.

Nachhaltigkeit

Die Investitionen sind größtenteils noch nicht bekannt. Generell sind Windkraft, Solarenergie und Wasserkraft nachhaltige Formen der Energieerzeugung.

ECOreporter.de-Empfehlung

Die Angemessenheit des Verhältnisses Anleihezins zu Risiko kann noch nicht abschließend bewertet werden, da die Portfoliostruktur und damit die Rendite-/Risikoprofile der Projekte noch nicht bekannt sind. Das erste Projekt, die Windenergieanlage Pfaffengrün, kann als erster Baustein für ein angemessenes Rendite-/Risikoprofil der Anleihe gelten.

Basisdaten

Anbieterin und Emittentin: reconcept 08 Anleihe der Zukunftsenergien Multi Asset-Portfolio GmbH & Co. KG, Hamburg
Anlageform: nachrangige Namens-Teilschuldverschreibung (Anleihe)
Emissionsvolumen: bis zu 10 Millionen Euro
Mindestzeichnungssumme: 5.000 Euro
Agio: 0 Prozent
Laufzeit: bis zum 30. September 2021
Zinsen: 4,0 Prozent (1. Jahr), 5,0 Prozent pro Jahr (2.-4. Jahr), 6,0 Prozent (5. Jahr)
Einkunftsart: Einkünfte aus Kapitalvermögen
BaFin-Billigung: Ja
Handelbarkeit: keine Börsennotierung
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