29.06.20 ECOanlagecheck , Aktien, Darlehen und anderes , Windenergie-Investments , Solarenergie-Investments

Unabhängige Analyse: Die Beteiligung CAV Sonne und Wind VIII im ECOanlagecheck

Hauptsächlich in  bestehende Solar- und Windenergieanlagen in Deutschland investiert die CAV Sonne und Wind VIII GmbH & Co KG. Solar- und Windenergieprojekte im europäischen Ausland sollen das Portfolio abrunden. Die Photovoltaikanlagen des gesicherten Startportfolios sind bereits in Betrieb. Anleger können sich ab 50.000 Euro beteiligen. Der ECOanlagecheck analysiert das Beteiligungsangebot.

Die CAV Sonne und Wind VIII GmbH & Co KG investiert gemäß den Investitionskriterien mittelbar zu mindestens 60 Prozent in Solar- und Windenergieanlagen in Deutschland. Zudem sind Investitionen in Solar- und Windprojekte in ausgewählten Ländern Europas vorgesehen. Der Auslandsanteil im Portfolio kann gemäß den Investitionskriterien bis zu 40 Prozent betragen, geplant sind nach Angaben der Geschäftsführung eher 20 bis 30 Prozent. Das insgesamt angestrebte Portfolio besteht aus mindestens 25 Prozent Windenergie sowie mindestens 40 Prozent Solarenergie. Ziel ist der Aufbau eines breitgemischten Portfolios mit mittelbar 10 bis 20 Beteiligungen an Wind- und Solarparks. Die Emittentin plant, mittelbar über ihre Tochtergesellschaft CAV S+W 8. Betriebs GmbH & Co KG in die jeweiligen Projektgesellschaften zu investieren.


Initiatorin und Leistungsbilanz

Die gemeinsamen Initiatoren des Angebotes sind die Grüne Sachwerte – Gesellschaft für ökologisches Investment mbH und die CAV Partners AG. Anbieterin und Emittentin ist die CAV Sonne und Wind VIII GmbH & Co KG aus Zeitlarn bei Regensburg. Als Komplementärin und Geschäftsführerin der Emittentin (und deren Tochtergesellschaft) fungiert die CAV Verwaltungs GmbH. Ihre alleinige Gesellschafterin ist die CAV Partners AG mit Sitz in Regensburg, beide in 2017 gegründet.

Ende März 2020 hat die CAV Partners Gruppe ihre erste Leistungsbilanz veröffentlicht. Demnach hat sie mittlerweile acht Beteiligungsangebote und eine Serie von acht Nachrangdarlehen platziert. Die Zinszahlungen an die Nachrangdarlehensgeber erfolgten laut Leistungsbilanz bisher pünktlich und plangemäß. Bei fünf der acht Beteiligungsangebote standen plangemäß erste Ausschüttungen an die Anleger an, die jeweils in der prognostizierten Höhe erfolgten. Bei allen 16 Angeboten investierten die Emittentinnen in mehrere Wind- und/oder Solarbeteiligungen. Insgesamt betreut und verwaltet die CAV Partners Gruppe inzwischen über 25 Millionen Euro Anlegervermögen, das in mehr als 70 verschiedene Wind- und Solarbeteiligungen investiert ist.

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Vorstände der CAV Partners AG: Thomas Hartauer (l.) und Andreas Roth

Die Geschäftsführer bzw. Vorstände der drei CAV-Unternehmen sind jeweils Thomas Hartauer und Andreas Roth. Sie halten zudem je 50 Prozent der Gesellschaftsanteile der CAV Partners AG. Thomas Hartauer (Jahrgang 1976) ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der gelernte Bankkaufmann und studierte Bankbetriebswirt ist seit 22 Jahren im Bereich Kapitalmarkt tätig. Von 2008 bis Dezember 2016 war er Vorstand und Geschäftsführer der Lacuna-Unternehmensgruppe und hat dort den Bereich Erneuerbare Energien aufgebaut. In dieser Zeit wurden laut Memorandum für circa 300 Millionen Euro Investitionsvolumen Projekte im Bereich Wind und Solar entwickelt, gebaut und betrieben sowie bei privaten und institutionellen Kapitalanlegern platziert.

Andreas Roth (Jahrgang 1970) ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der ausgebildete Finanzwirt ist seit 25 Jahren als Berater im Kapitalmarktbereich Erneuerbare Energien tätig. Er legte in der Vergangenheit auch bereits selbst mehrere Produkte (Privatplatzierungen, Genussrechte) im Bereich der Erneuerbaren Energien und des Zweitmarktes auf. Zudem ist er Gründer und Vorstand einer Energiegenossenschaft sowie Beiratsmitglied bei zahlreichen Wind- und Solarparkgesellschaften. Er verfügt den Angaben nach über umfassende Erfahrungen bei der Bewertung von Wind- und Solarparkanteilen. Zum Team der CAV Partners-Gruppe gehören neben den beiden Vorständen zwei Portfoliomanager/innen ein technischer Berater und zwei Assistentinnen.

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Michael Horling, Geschäftsführer Grüne Sachwerte

Gründungs- und Treuhandkommanditistin der Emittentin ist die Grüne Sachwerte – Gesellschaft für ökologisches Investment GmbH aus Bremen. Ihr Gesellschafter und Geschäftsführer Michael Horling (Jahrgang 1979) ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er hat nach Abschluss seines deutsch-französischen Wirtschaftsstudiums unter anderem sechs Jahre bei einem grünen Wertpapierhandelshaus gearbeitet, bevor er 2012 Grüne Sachwerte gründete, die ausschließlich ökologische Geldanlagen mit Sachwertbezug vermittelt.


Eigenkapitalhöhe und Platzierungsgarantie

Gesamtfinanzierungsvolumen: 2,06 Millionen Euro
Eigenkapitalvolumen: 2,0 Millionen Euro (97,1 Prozent)
Platzierungsgarantie: Nein
Agio: 0,06 Millionen Euro (2,9 Prozent)

Die Komplementärin CAV Verwaltungs GmbH ist berechtigt, das Eigenkapital um bis zu weitere 2,0 Millionen Euro auf insgesamt 4,0 Millionen Euro zu erhöhen. Bei dem vorliegenden Angebot handelt es sich um ein Private Placement (Privatplatzierung), das maximal 20 Anleger zeichnen können. Ein von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligter Verkaufsprospekts ist daher nicht erforderlich und liegt nicht vor. Für das Angebot hat die Emittentin ein 80-seitiges Memorandum erstellt.

Eine Platzierungsgarantie besteht nicht, sie war bei dem Vorgängerangebot von CAV und Grüne Sachwerte aber auch nicht erforderlich: Das Angebot CAV Sonne und Wind III wurde mit 3,5 Millionen Euro Eigenkapital geschlossen. Nach Abschluss der Eigenkapital-Platzierungsphase kann die Emittentin Fremdkapital aufnehmen. Darüber entscheidet auf Beschlussvorschlag der Geschäftsführung die Gesellschafterversammlung mit einfacher Mehrheit. In der Regel bestehen Bankfinanzierungen auf Ebene der Solar- und Windenergie-Projektgesellschaften.


Nebenkosten (in Prozent des Eigenkapitalvolumens ohne Agio)

Agio: 3,0 Prozent
Eigenkapitalvermittlung (ohne Agio): 3,0 Prozent
Konzeption, Emissionsunterlagen und Marketing: 1,5 Prozent
Gesamtweichkosten: 7,5 Prozent

Das Agio beträgt bis zu 3 Prozent. Die Komplementärin erhält für Prüfung, Aufbau und Verwaltung des Projektportfolios eine Vergütung von 4 Prozent des Kaufpreises zzgl. eventuell anfallender Umsatzsteuer.


Laufende Kosten

Geschäftsführung (pro Jahr): 0,6 Prozent des Kommanditkapitals (12.000 Euro bei Vollplatzierung)
Treuhänderin (pro Jahr): 0,23 Prozent des Kommanditkapitals (4.600 Euro bei Vollplatzierung)

Die laufenden Kosten auf Ebene der Emittentin und ihrer Tochtergesellschaft sind vergleichsweise gering. Bei den Projektgesellschaften entstehen in der Regel laufende Kosten unter anderem für Wartung und Instandhaltung, kaufmännische und technische Betriebsführung und Pacht und Versicherungen.


Laufzeit und Auszahlungen

Laufzeit: bis 31. Dezember 2029
Gesamtauszahlung (Prognose): 138,7 Prozent (inkl. 100 Prozent Kapitalrückzahlung)
Schlussauszahlung 2029 (Prognose): 100 Prozent
Renditeprognose vor Steuern pro Jahr (IRR):  ca. 3,8 Prozent
Einkunftsart: Einkünfte aus Gewerbebetrieb

Die Gesellschafterversammlung kann die Laufzeit mit einer Dreiviertel-Mehrheit aller Stimmen über Ende 2029 hinaus verlängern. Eine Auflösung der Emittentin vor Ende 2029 erfordert einen Gesellschafterbeschluss mit einer Dreiviertel-Mehrheit sowie die Zustimmung der Komplementärin.

Der im Memorandum dargestellte prognostizierte Auszahlungsverlauf sieht für den Zeitraum 2021 bis 2028 jährliche Auszahlungen von 4,3 Prozent des Kommanditkapitals an die Anleger vor. Die Treuhänderin und die Komplementärin erhalten eine Erfolgsvergütung für ein abgelaufenes Jahr, wenn die Auszahlung an die Anleger in dem Jahr über 3,0 Prozent liegt. Die Erfolgsvergütung beträgt für die Komplementärin 15 Prozent und für die Treuhänderin 5 Prozent des Betrags, der die Auszahlung von 3,0 Prozent übersteigt. Die niedrige Erfolgsvergütungs-Schwelle ist in diesem Fall akzeptabel, da die – nicht erfolgsabhängigen – laufenden Vergütungen für die Komplementärin und die Treuhänderin gering sind.

Bei Wind- und Solarparkstandorten können langfristige Pachtverträge vorliegen, die einen Weiterbetrieb der Anlagen über 20 Jahren hinaus ermöglichen. Voraussetzung hierfür ist jeweils, dass ein Weiterbetrieb oder ein Repowering wirtschaftlich sind und eine Genehmigung dafür erteilt wird. Bei genehmigten Repowering-Projekten berücksichtigt CAV nach eigenen Angaben eine verlängerte Laufzeit und damit verbundene Mehrerlöse bei der Ermittlung des Angebotspreises. Auch der in  Deutschland beschlossenen Atom- und Kohleanstiegs kann dazu führen, dass es künftig verstärkt möglich wird, bestehende Solar- und Windparks länger laufen zu lassen. Damit kann sich der Wert des Portfolios der Emittentin erhöhen, so dass auch die Verkaufserlöse und die Schlussauszahlung an die Anleger über der kaufmännisch vorsichtigen Prognose liegen können. Davon würden dann die Anleger stark profitieren: Sollte die Schlussauszahlung am Laufzeitende die prognostizierten 100 Prozent übersteigen, so gehen die darüber liegenden Zahlungen zu 80 Prozent an die Anleger und nur zu insgesamt 20 Prozent an die Komplementärin  und die Treuhänderin.


Investitionen

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Die Emittentin plant, mittelbar über ihre Tochtergesellschaft CAV S+W 8. Betriebs GmbH & Co KG in Projektgesellschaften zu investieren, die Wind- und Solarenergieanlagen betreiben. Regionaler Schwerpunkt ist Deutschland mit mindestens 60 Prozent der Investitionssumme. Die Wind- und Solaranlagen sollen überwiegend eine langjährige Ertragshistorie aufweisen. In Einzelfällen kann die Emittentin mittelbar in Energieanlagen investiert, die noch in der Bauphase sind, aber über alle notwendigen Genehmigungen verfügen. Die Vergütungen der Anlagen sollen gemäß Investitionskriterium nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG), einem vergleichbaren Gesetz im Ausland oder mittels PPA (Power Purchase Agreement, Stromliefervertrag) geregelt sein.

Das von der Tochtergesellschaft angebundene Startportfolio besteht aus Beteiligungen an vier Solar-Gesellschaften, die Photovoltaikanlagen an insgesamt zehn Standorten betreiben. Ein Standort ist in Frankreich, neun sind in Deutschland (Bayern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt). Die Solaranlagen gingen zwischen 2009 und 2012 in Betrieb, so dass die gesetzlichen Einspeisevergütungen zwischen 2029 und 2032 enden werden. Bei den Solaranlagen von zwei der Solar-Gesellschaften kommen Dünnschichtmodule von First Solar zum Einsatz, bei den anderen kristalline Solarmodule von Q-Cells. Die Gesamtkaufsumme für das erworbene Startportfolio beträgt rund 350.000 Euro.

Auch bei der Beteiligung an Windenergieanlagen achtet die Geschäftsführung der Emittentin nach eigenen Angaben darauf, dass unterschiedlichen Anlagentypen von verschiedenen Herstellern zum Einsatz kommen. In der Regel werden die Beteiligungen den Angaben nach von verschiedenen Emissionshäusern stammen und an den unterschiedlichen Standorten auch jeweils andere Betriebslaufzeiten und Betriebsführer haben, so dass auch hier das Risiko gestreut werden kann.

Bis zu maximal 40 Prozent ihres Kapitals kann die Emittentin in Solar- und Windstandorte im europäischen Ausland (Nord-, Mittel-, West- und westliches Südeuropa) investieren. Es ist noch nicht entschieden, in welchen Ländern die Emittentin investieren wird. Nach Angaben der Geschäftsführung stehen aber derzeit einige Länder besonderes im Fokus ihrer Standort-Analysen und Planungen. Dabei handele es sich um Frankreich (Wind und Solar), Spanien (Solar), Italien (Solar) und Großbritannien (Wind). Aber auch andere Länder, beispielsweise die Benelux-Staaten (Solar) oder die skandinavischen Länder (Wind) kommen in Frage.

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Durch die Einbeziehung von Solar- und Windstandorten in ausländischen Märkten ist eine noch breitere Risikostreuung möglich, beispielsweise hinsichtlich der politischen Risiken. Zudem erhöhen sich mit der Einbeziehung auch die Anzahl der Investitionsmöglichkeiten für die Emittentin. Diesen Vorteil bietet auch ein weiteres Investitionskriterium, das im Vergleich zum Vorgängerangebot neu ist: Bis zu jeweils 10 Prozent kann die Emittentin in Aktien oder Spezialfonds investieren, die ihrerseits in Erneuerbare Energieprojekte investieren. Schon bei den Vorgängerangeboten konnte CAV in der Regel das von Anlegern eingeworbene Eigenkapital zügig investieren.

CAV kann auch bei der Auswahl von Investitionen im europäischen Ausland von Erfahrungen profitieren, weil sie ihr Research entsprechend ausgeweitet hat. Beispielsweise kann CAV nach eigenen Angaben inzwischen auch für Frankreich auf ein engmaschiges Datenerfassungssystem zugreifen, das eine detaillierte Standortanalyse vor dem Kauf einer Beteiligung ermöglicht.

Die Emittentin wird – mittelbar über ihre Tochtergesellschaft – in der Regel Minderheitsbeteiligungen an den Projektgesellschaften eingehen. Somit ist es möglich, dass in der Gesellschafterversammlung Entscheidungen gegen die Interessen der Emittentin getroffen werden, beispielsweise bei der Entscheidung für oder gegen ein Repowering. Das Eingehen von Minderheitsbeteiligungen auf dem Zweitmarkt ermöglicht es der Emittentin andererseits aber auch, das Kapital in zahlreiche Projekte zu investieren, um so eine breite Risikostreuung zu erreichen.


Ökologische Wirkung

Die Emittentin investiert mittelbar in Wind- und Solarenergieanlagen. Solar- und Windenergieanlagen haben eine positive ökologische Wirkung: Die energetische Amortisationszeit von Windenergieanlagen liegt bei weniger als zehn Monaten, die von Solaranlagen bei weniger als zwei bis drei Jahren. In dieser Zeit erzeugen die Anlagen die Energiemenge, die bei Herstellung, Transport und Wartung der Anlagen verbraucht wird.
 
Es ist in Einzelfällen möglich, dass die Emittentin in Projektgesellschaften investiert, deren Wind- und Solarparks noch nicht errichtet sind. In diesen Fällen besteht eine direkte ökologische Wirkung. Voraussichtlich wird die Emittentin aber in der Regel in Wind- und Solarparks investieren, die bereits mehrere Jahre in Betrieb sind. Teilweise ist bei Windparks ein Repowering erfolgt bzw. es besteht die Möglichkeit eines Repowerings. Das Repowering eines Windparks ist in der Regel unter ökologischen Gesichtspunkten positiv zu bewerten, da beim Ersetzen von alten Anlagen durch neue Windenergieanlagen der Stromertrag steigt und gleichzeitig meist die Anzahl der Anlagen sinkt.


Risiko

Die Emittentin investiert mittelbar über ihre Tochtergesellschaft in Solar- und Windenergieanlagen, die voraussichtlich in der Regel bereits mehrere Jahre lang Strom ins Netz einspeisen. Bei diesen Anlagen bestehen daher keine Fertigstellungsrisiken. Baurisiken können entstehen, falls die Emittentin in Einzelfällen in neu zu errichtende Anlagen investiert. Oder wenn bestehende Anlagen, in die die Emittentin investiert hat, während der Laufzeit repowert werden. Gemäß den Investitionskriterien müssen bei den Energieanlagen, an denen sich die Emittentin beteiligt, alle notwendigen Genehmigungen vorliegen. Die Anlagen des Startportfolios der Emittentin sind alle bereits in Betrieb.

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Bei der Investition in laufende Solar- und Windenergieanlagen liegen in der Regel fundierte, langjährige Stromertragsdaten für eine zuverlässige und marktgerechte Bewertung der jeweiligen Gesellschaftsanteile vor. Trotzdem besteht grundsätzlich das Risiko, dass die Tochtergesellschaft der Emittentin einen zu hohen Kaufpreis für die Anteile zahlt. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass zum Zeitpunkt der Kaufpreisfindung nicht alle relevanten Projektinformationen vorlagen.

Bis zu maximal 40 Prozent der Gesamtinvestitionen können in Solar- und Windenergieanlagen außerhalb Deutschlands erfolgen, so dass teilweise Auslandsrisiken und erhöhte Rechtsrisiken bestehen können. Falls Investitionen auch in Anlagenstandorte außerhalb des Euroraums erfolgen, können Währungsrisiken und -chancen entstehen. Grundsätzlich besteht im In- und Ausland das Risiko, dass der Wind weniger stark weht und die Sonne weniger scheint als erwartet und die Stromerträge in der Folge unter der Prognose liegen. Zudem bestehen auf Ebene der Projektgesellschaften in der Regel weitere marktübliche Risiken, die mit dem Betrieb von Solar- und Windenergieanlagen verbunden sind. Dazu gehören beispielsweise rückwirkende Änderungen von Einspeisevergütungen oder Zahlungsausfälle bei PPA-Stromabnehmern.

Ein großer Teil der geplanten Auszahlungen an die Anleger soll durch den Verkauf der Beteiligungen am Ende der geplanten Laufzeit (2029) erwirtschaftet werden. Es besteht das Risiko, dass die Verkaufserlöse geringer ausfallen als prognostiziert. Das kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn das Zinsniveau am Ende der geplanten Laufzeit deutlich über dem aktuell sehr niedrigem Zinsniveau liegen sollte.

Stärken                

  • Breite Streuung der Investitionen über zahlreiche Standorte und zwei Energiearten
  • Erfahrene Geschäftsführer
  • Anlagen bei Erwerb in der Regel bereits im Betrieb
  • Startportfolio vorhanden
  • Günstige Kostenstruktur der Emittentin

Chancen

  • Verkaufserlös für die Projekte höher als prognostiziert
  • Höhere Stromerträge als kalkuliert

Schwächen

  • Investitionen stehen größtenteils noch nicht fest
  • Teilweise Bauherrenrisiken möglich

Risiken

  • Geringere Stromerträge als erwartet
  • Verkaufserlös für die Projekte geringer als kalkuliert

 

 

Fazit:

Finanziell

Beim Ankauf von Anteilen an bestehenden Energieanlagen  auf dem Zweitmarkt liegen in der Regel langjährige Erfahrungswerte für die Anlagen vor. Damit sind die zukünftigen Stromerträge zuverlässiger zu prognostizieren. Die aktuelle, positive Leistungsbilanz von CAV Partners zeigt, dass die Unternehmensgruppe mit ihrer erfahrenen Geschäftsführung einen guten Marktzugang hat. Zum Platzierungsstart verfügt die Emittentin über ein Startportfolio das aus Beteiligungen an Solaranlagen an zehn Standorten besteht.

Der CAV Sonne und Wind VIII wird zudem voraussichtlich über eine (noch) breitere Risikostreuung als die Vorgängerangebote verfügen, da er im höheren Umfang in Standorte im europäischen Ausland investieren wird. Gleichwohl bleibt der Schwerpunkt der Investitionen eindeutig Deutschland. Auch eine Beimischung von Aktien und Anteilen an Spezialfonds ist möglich. Der erweiterte Beteiligungsradius kann das Portfolio des Fonds stabilisieren und dessen Substanz erhöhen. Vorsichtigerweise wurde die Renditeprognose im Vergleich zu den Vorgängerangeboten reduziert. Damit ist auch die Schwelle geringer, ab der eine Erfolgsvergütung der Komplementärin erfolgt. Aufgrund der günstigen Kostenstruktur des CAV Sonne und Wind VIII ist aber auch eine vorsichtig kalkulierte Renditeerwartung so hoch, dass sie im derzeitigen Marktumfeld angemessen ist.


Nachhaltigkeit

Solar- und Windenergieanlagen erzeugen Strom nachhaltig. Eine zusätzliche positive ökologische Wirkung ergibt sich bei möglichen Investitionen in Repowering-Projekte.


ECOreporter.de-Empfehlung

Die CAV Sonne und Wind VIII investiert mittelbar in ein breit gestreutes Portfolio an Solar- und Windpark-Beteiligungen. Die Investitionsstrategie ist überzeugend, ein Startportfolio gesichert. Die Beimischung von ausländischen Anlagenstandorten kann dem Portfolio zusätzliche Stabilität verleihen. Das Verhältnis zwischen erwarteter Rendite und Risiko des Beteiligungsangebotes ist angemessen.

Basisdaten

Emittentin und Anbieterin:
CAV Sonne und Wind VIII GmbH & Co KG, Zeitlarn bei Regensburg

Komplementärin und Geschäftsführerin:
CAV Verwaltungs GmbH, Zeitlarn bei Regensburg

Treuhänderin:
Grüne Sachwerte – Gesellschaft für ökologisches Investment GmbH, Bremen

Beteiligungsform: Treugeber oder Direktkommanditist

Währung: Euro

Gesamtfinanzierungsvolumen:
2,06 Millionen Euro

Eigenkapitalvolumen (ohne Agio):
2,0 Millionen Euro

Mindestzeichnungssumme:
50.000 Euro

Agio: bis zu 3,0 Prozent

Laufzeit: bis 31. Dezember 2029
 
BaFin-Billigung:  Nein

Leistungsbilanz: Ja

Haftsumme: 1 Prozent der Kommanditeinlage (Außenverhältnis), 100 Prozent der Kommanditeinlage (Innenverhältnis)

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