Solarpark in Meißen: Anleger können sich an den Solarpark-Projekten von Wattner ab 5.000 Euro Anlagesumme beteiligen. / Foto: Unternehmen

24.10.18 Anleihen / AIF , ECOanlagecheck , Solarenergie-Investments

Unabhängige Analyse: Nachrangdarlehen SunAsset 8 von Wattner im ECOanlagecheck

Die Wattner SunAsset 8 GmbH & Co. KG aus Köln plant, mehrere Solarkraftwerke in Deutschland zu kaufen. Dabei handelt es sich um Solarparks, die bereits (mehrjährig) in Betrieb sind. Anleger können Nachrangdarlehen der Emittentin ab 5.000 Euro zeichnen. Das Nachrangdarlehen bietet einen Zins von 4,5 bis 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von rund 13 Jahren. Der ECOanlagecheck analysiert das Angebot.

Als Unternehmen der Wattner-Gruppe hat die Emittentin Wattner SunAsset 8 GmbH & Co. KG die Möglichkeit, mehrere Solarparks von Fondsgesellschaften der Wattner-Gruppe zu kaufen. Dabei handelt es sich um Solarparks, die überwiegend bereits seit Ende 2011 in Betrieb sind. Zusammen ergibt sich für diese Solarparks ein Einkaufsvolumen von 21,2 Millionen Euro (Wattner-Übersicht möglicher Investitionsobjekte, Stand: 28. September 2018). Das übersteigt das prospektierte Nachrangdarlehensvolumen von 10 Millionen Euro, so dass die Emittentin voraussichtlich Auswahlmöglichkeiten hat. Den ersten Solarpark hat die Emittentin bereits erworben (Stand: 11. Oktober 2018). Es ist vorgesehen, dass die Emittentin die Objektgesellschaften, welche die Solarparks halten und betreiben, jeweils vollständig erwirbt.

 

Anbieterin und Leistungsbilanz

Emittentin, Darlehensnehmerin und Anbieterin des Nachrangdarlehens ist die Wattner SunAsset 8 GmbH & Co. KG aus Köln, gegründet im Mai 2018. Ihre Gründungskommanditistin, die Wattner Energie und Management GmbH & Co. KG, ist eine Tochtergesellschaft der Wattner AG. Somit ist die Emittentin eine Enkelgesellschaft der Wattner AG. Als Komplementärin und Geschäftsführerin der Emittentin fungiert die im April 2018 gegründete Wattner 8 Verwaltungs GmbH aus Köln. Sie soll auch die Geschäftsführung der Solarpark-Objektgesellschaften übernehmen.

Geschäftsführer der Komplementärin der Emittentin sind Guido Ingwer und Ulrich Uhlenhut. Sie entscheiden über die Investitionen der Emittentin. Beide sind auch die Gründer und mit einem Anteil von jeweils 50 Prozent alleinige Aktionäre der Wattner AG, deren Vorstand Uhlenhut ist. Uhlenhut und Ingwer sind beide Diplom-Ingenieure und waren in verschiedenen Unternehmen tätig, bevor sie 2004 Wattner gründeten. Wattner übernimmt sowohl die Projektplanung, die Errichtung als auch die Betriebsführung ihrer Solarparks. Als Emissionshaus hat Wattner seit 2008 sechs Solar-Vermögensanlagen mit einem Anlegerkapitalvolumen von zusammen rund 153 Millionen Euro platziert, die in insgesamt über 80 Solarkraftwerke mit zusammen über 300 Megawatt (MW) Leistung in Deutschland investierten.

Die erste Vermögensanlage ist für die Anleger bereits beendet. Die Gesamtauszahlung der Kommanditbeteiligung SunAsset 1 lag laut der aktuellen, im September 2018 veröffentlichten Leistungsbilanz von Wattner leicht über der Prognose. Die Auszahlungen der Kommanditbeteiligungen SunAsset 2 und SunAsset 3 liegen jeweils leicht über Plan. Bei der Kommanditbeteiligung Wattner SunAsset 4 liegen die Auszahlungen unter der Prospektprognose, aber leicht über dem 2013 aufgrund veränderter Rahmenbedingungen angepassten Prognosewert. Die Auszahlungen der drei Nachrangdarlehens-Angebote SunAsset 5, 6 und 7 erfolgten bisher prognosegemäß. Die Emittentin Wattner SunAsset 8 GmbH & Co. KG wird voraussichtlich ausschließlich Solarpark-Gesellschaften von den Emittentinnen des SunAsset 2 und des SunAsset 3 erwerben.

 

Darlehenshöhe und Platzierungsgarantie

Gesamtfinanzierungsvolumen: ca. 38,9 Millionen Euro

Kommanditkapitalvolumen: 0,5 Millionen Euro (1,3 Prozent)

Nachrangdarlehensvolumen: 10,0 Millionen Euro (25,7 Prozent)

Platzierungsgarantie: Nein

Fremdkapitalvolumen: ca. 28,4 Millionen Euro (73,0 Prozent)

Die Emittentin kann das Nachrangdarlehensvolumen von 10 Millionen Euro auf bis zu maximal 30 Millionen Euro erhöhen. Eine Platzierungsgarantie besteht nicht, laut Prospekt ist aber bereits ab einem Platzierungsvolumen von 2 Millionen Euro die Umsetzung des Investitionskonzeptes möglich. Zudem hat sich Wattner bei dem vorherigen Nachrangdarlehensangebot SunAsset 7 mit eingeworbenen ca. 13 Millionen Euro als platzierungsstark gezeigt.

Es ist laut Prospekt nicht geplant, dass die Emittentin neben den Nachrangdarlehen weiteres Fremdkapital aufnimmt, beispielsweise Bankdarlehen. Die Objektgesellschaften verfügen aber in der Regel über eine Bankfinanzierung. Da die Investitionen der Emittentin noch nicht feststehen, handelt es sich bei den aufgeführten Zahlen für das Gesamtfinanzierungs- und Fremdkapitalvolumen um Schätzwerte auf Basis des Solarpark-Portfolios (Stand: 28. September 2018), das mögliche Investitionen für die Emittentin darstellt. Nach Angaben von Wattner verfügen alle Solarparks des derzeitigen, möglichen Investitionsportfolios über eine Bankfinanzierung. Die Bankdarlehen haben den Angaben nach eine Laufzeit von noch ca. 11 Jahren und einen Darlehenszins von um die 2,0 Prozent pro Jahr, der für die gesamte Laufzeit der Bankdarlehen gesichert ist.

 

Nebenkosten

(in Prozent des Darlehensvolumens)

Agio: 0 Prozent

Nachrangdarlehensvermittlung (ohne Agio): 8,0 Prozent

Konzeption und sonstige Ausgaben: 0,5 Prozent

Gesamtweichkosten: 8,5 Prozent

Die Nebenkostenquote liegt im marktüblichen Bereich.

 

Laufende Kosten

Emittentin:

Anleger- und Eigenverwaltung (erstes Jahr, Kalkulation): 40.000 Euro

Kostensteigerung (pro Jahr, Kalkulation): 1,0 Prozent

 

Objektgesellschaften:

Wartung, Kaufmännische und technische Betriebsführung (erstes Jahr, Kalkulation): 4,0 Euro/Kilowattpeak (kWp)
Kostensteigerung (pro Jahr, Kalkulation): 2,0 Prozent

Die Wartung und die kaufmännische und technische Betriebsführung der Solarparks übernimmt voraussichtlich die Wattner Projektentwicklungsgesellschaft mbH, welche diese Aufgaben auch bisher bei den Solarparks der Fondsgesellschaften SunAsset 2 und SunAsset 3 innehat. Die laufenden Kosten der Betriebsführung und Wartung sind nach Angaben von Wattner für diese Solarparks auf 4 Euro/kWp gedeckelt, wenn die Emittentin sie erwirbt. Kosten für eventuelle größere Reparaturen können mit den Betriebsführungs- und Wartungsverträgen in einigen Fällen nicht abgedeckt sein, aber abhängig vom Einzelfall insbesondere über Versicherungen und/oder Leistungsgarantien von Modulherstellern abgedeckt sein.

 

Laufzeit und Auszahlungen

Laufzeit: bis zum 31. Dezember 2031, keine vorzeitige ordentliche Kündigung möglich

Gesamtauszahlung (Prognose): 166 Prozent (inkl. 100 Prozent Kapitalrückzahlung)
Auszahlung durch Verkaufserlös (Kalkulation): 0 Prozent
Renditeprognose vor Steuer pro Jahr (IRR, Kalkulation): 4,7 Prozent

Einkunftsart: Einkünfte aus Kapitalvermögen
Einkaufsfaktor (Wert Solarkraftwerk/prognostizierter Stromerlös pro Jahr): maximal 10,0 (Investitionskriterium)
Einspeisevergütung: ca. 22,1 Eurocent/kWh (bei Inbetriebnahme Ende 2011)

Der jährliche Zinssatz des Nachrangdarlehens steigt zum Ende der Laufzeit:

2018 bis 2028: 4,5 Prozent

2029 bis 2031: 5,5 Prozent

Die Emittentin plant, ab 2021 jährlich einen Teil des Nachrangdarlehens an die Anleger zurückzuzahlen. Die vorgesehene Tilgungsquote beträgt kumuliert für die Zeiträume:

2021 bis 2024: 2,5 Prozent

2025 bis 2027: 9,0 Prozent

2028 bis 2029: 11,0 Prozent

2030 bis 2031: 77,5 Prozent

Bei den Solarpark-Objektgesellschaften, deren Kauf die Emittentin plant, endet die Laufzeit der Bankdarlehen 2029. Daher sind 2030 und 2031, in den letzten beiden Jahren mit einer Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für diese Solarparks, plangemäß hohe Rückflüsse aus diesen Objektgesellschaften an die Emittentin möglich. Mit diesen Kapitalzuflüssen sollen die Nachrangdarlehen an die Anleger vollständig zurückgezahlt werden.

Die Emittentin ist zu Sondertilgungen berechtigt, wenn sie überschüssige Liquidität besitzt, beispielsweise aufgrund überdurchschnittlicher Sonneneinstrahlung. Bei Sondertilgungen kann sich die Gesamtauszahlung an die Anleger gegenüber der Prognose verringern, da die Anleger für die bereits von der Emittentin getilgten Darlehensteilbeträge keine Zinsen mehr erhalten.

Laut Investitionskriterium muss der Jahresstromerlös eines vollen Betriebsjahres wenigstens 10 Prozent des Wertes eines Anlageobjektes der Objektgesellschaft (Solarkraftwerk ohne Berücksichtigung einer eventuell vorhandenen Fremdfinanzierung) betragen. Ein Einkaufsfaktor von 10 ist für neue Solarkraftwerke in Deutschland, die eine EEG-Einspeisevergütung noch für 20 Jahre erhalten, niedrig und damit günstig für die Käufer der Solarkraftwerke. Die Emittentin plant aber derzeit, Solarkraftwerke zu erwerben, die bereits mehrere Jahre in Betrieb sind und eine EEG-Restlaufzeit von nur noch 13 Jahren haben.  In diesen Fällen ist ein Einkaufsfaktor von 10 voraussichtlich nicht der praktisch relevante Vergleichsmaßstab und die Aussagekraft des entsprechenden Investitionskriteriums gering.

 

Investitionen

Gemäß der von Wattner veröffentlichten Übersicht möglicher Investitionsobjekte (Stand: 28. September 2018) stehen mehrere Solarparks zur Übernahme durch die Emittentin bereit. Dabei handelt es sich um zehn Solarparks mit einer Nennleistung von rund 1,1 MWp bis rund 8,8 MWp. Davon sind neun seit Ende 2011 und einer seit Ende 2012 in Betrieb. Die Solarparks liegen in Sachsen (4), Sachsen-Anhalt (2), Brandenburg (2), Niedersachsen (1) und Thüringen (1). Die Solarparks verwenden Produkte verschiedener Hersteller. Die – ausschließlich kristallinen – Solarmodule kommen insbesondere von Canadian Solar und zudem von ET Solar, Suntech Power, Trina Solar und Renesola. Bei den Wechselrichtern kommen Geräte von SMA, Power One, Refusol, Siemens und Emerson zum Einsatz. Wattner SunAsset 2 und 3 betreiben noch weitere Solarparks, die ebenfalls eine Investitionsmöglichkeit für die Emittentin darstellen.

Wattner Solarkraftwerk Sülte 2_800.jpg
Wattner-Solarkraftwerk in Sülte. / Foto: Unternehmen

Mitte Oktober 2018 hat die Emittentin für ca. 0,5 Millionen Euro die erste Objektgesellschaft erworben. Diese betreibt seit Dezember 2011 den Solarpark Meißen in Sachsen. Er hat eine Nennleistung von rund 1,1 MW und ist ausgerüstet mit kristallinen Modulen von Canadian Solar und Wechselrichtern von Power-One.

Alle Solarkraftwerke müssen beim Erwerb durch die Emittentin die im Prospekt aufgeführten Investitionskriterien erfüllen. Grundsätzlich muss es sich um bereits errichtete und Strom produzierende Solarkraftwerke in Deutschland mit einer EEG-Restlaufzeit von mindestens 13 Jahre handeln. Zudem verlangen die Investitionskriterien unter anderem, dass Verträge für die Wartung, Betriebsführung und Versicherungen abgeschlossen sind und bestehende Fremdfinanzierungen eine Zinsbindung über die gesamte Restlaufzeit der Finanzierung aufweisen.

Ein weiteres Investitionskriterium verlangt, dass mindestens ein Ertragsgutachten für jedes Solarkraftwerk sowie Ertragsauswertungen der Anlageobjekte über deren gesamte bisherige Laufzeit vorliegen. Die zehn Solarparks, die zur Übernahme durch die Emittentin bereit stehen, sind bereits seit sechs bis sieben Jahren in Betrieb, so dass jeweils umfangreiche Erfahrungswerte gegeben sind, die eine fundierte Ertragskalkulation ermöglichen. Wattner kalkuliert nach eigenen Angaben grundsätzlich mit einer jährlichen Leistungsabnahme der Solarmodule (Degradation) ab dem zehnten Betriebsjahr von 0,2 bis 0,3 Prozent.

 

Ökologische Wirkung

Die zehn Solarparks, die zur Übernahme durch die Emittentin bereit stehen, befinden sich nach Angaben von Wattner größtenteils auf so genannten Konversionsflächen. Bei den Konversionsflächen handelt es sich in diesem Fall den Angaben nach um brachliegende Fabrikgelände, die durch eine Nutzungsänderung, z. B. dem Bau eines Solarparks, eine Umwandlung (Konversion) erfahren. Oftmals sind bei Konversionsflächen die anderweitigen Nutzungsmöglichkeiten stark eingeschränkt¸ so dass der Betrieb eines Solarparks auf diesen Flächen eine der ökologisch und ökonomisch sinnvollsten Nutzungsmöglichkeiten darstellt.

Bei einem Platzierungsvolumen des Nachrangdarlehens von 10 Millionen Euro kann die Emittentin voraussichtlich Solarparks erwerben, die zusammen schätzungsweise ungefähr 20 Millionen kWh Strom pro Jahr erzeugen können. Bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3.500 kWh versorgen sie so rechnerisch rund 6.000 Haushalte. Im Vergleich zur Stromgewinnung aus Kohlekraftwerken beträgt die CO2 Einsparung während des Betriebs der Solarparks circa 12.000 Tonnen pro Jahr.

 

Risiko

Beim Nachrangdarlehen ist die Verzinsung und Rückzahlung des Anlegerkapitals solange und soweit ausgeschlossen, wie seine Rückzahlung zur Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit bei der Emittentin führen würde. Es ist nicht vorgesehen, dass die Emittentin neben dem Nachrangdarlehenskapital weiteres Fremdkapital aufnimmt. Die Solarpark-Objektgesellschaften der Emittentin finanzieren sich aber hauptsächlich durch Bankkapital, das in der Regel vorrangig zu bedienen und besichert ist. Die Ansprüche der Anleger sind hingegen nicht besichert. Daher sind die Risiken für die Nachrangdarlehensgeber vergleichbar mit den Risiken für die Eigenkapitalgeber bei einer Solarpark-Kommanditbeteiligung.

Die Emittentin erwirbt Solarparks, die bereits in Betrieb sind. Es bestehen daher keine Projektentwicklungs- und Fertigstellungsrisiken. Zudem haben in der Regel – wie bei den Solarparks, welche die Emittentin derzeit übernehmen kann – die Solarpark-Objektgesellschaften eine Bankfinanzierung bereits abgeschlossen. Zudem ist bei den bestehenden Fremdfinanzierungen eine Zinsbindung für die gesamte Restlaufzeit der Darlehen vereinbart, so dass kein Zinsänderungsrisiko besteht. Die Solarparks, die die Emittentin voraussichtlich erwirbt, sind bereits mehrere Jahre in Betrieb. Damit liegen fundierte Erfahrungswerte vor, welche die Ertragskalkulation stabilisieren können.

Die Emittentin trägt mittelbar die mit dem Betrieb von Solarparks verbundenen Projektrisiken mit. Zu den marktüblichen Risiken zählen beispielsweise, dass die Sonneneinstrahlung geringer ist als prognostiziert, ungeplante Reparaturen anfallen und die tatsächliche Leistung von Solarmodulen unter der Erwartung bleibt.

Die Geschäftsführer der Komplementärin der Emittentin sind bei weiteren Unternehmen der Wattner-Gruppe als Geschäftsführer tätig. Dazu zählen unter anderem die Wattner Projektentwicklungsgesellschaft mbH, die voraussichtlich die Betriebsführung und Wartung der Solarparks übernimmt, und die beiden Fondsgesellschaften Wattner SunAsset 2 GmbH & Co. KG und Wattner SunAsset 3 GmbH & Co. KG, die plangemäß Solarparks an die Emittentin verkaufen. Es besteht das Risiko, dass aus dieser Konstellation sich ergebende Interessenskonflikte zu Ungunsten der Emittentin gelöst werden.

 

Stärken                                                        

  • Keine Fertigstellungs- und Projektentwicklungsrisiken
  • Sehr erfahrene Wattner-Geschäftsführung
  • Umfangreiches Solarpark-Portfolio steht zur Übernahme durch die Emittentin bereit
  • Plangemäß keine Anschlussfinanzierung und kein Verkauf am Laufzeitende erforderlich
  • Kein Zinsänderungsrisiko bei den Bankdarlehen der Objektgesellschaften

 

Schwächen

  • Potential für Interessenskonflikte
  • Blindpool-Konzeption

 

Fazit:

Finanziell

Die Emittentin investiert in Solarparks, die bereits in Betrieb sind, so dass keine Fertigstellungs- und Projektentwicklungsrisiken bestehen. Ein umfangreiches Portfolio an Solarparks, welche die Investitionskriterien erfüllen, steht zur Übernahme durch die Emittentin bereit. Die Objektgesellschaften, welche diese Solarparks betreiben, haben bereits eine langfristige Bankfinanzierung abgeschlossen zu günstigen Zinskonditionen, die für die gesamte Restlaufzeit der Bankdarlehen gesichert sind. Aufgrund der Blindpool-Konzeption besteht noch eine Kalkulationsunsicherheit. Da aber der verbleibende Zeitraum der EEG-Vergütung bei den zum Erwerb vorgesehenen Solarparks mit 13 Jahren der Laufzeit der Nachrangdarlehen entspricht, ist ein Verkauf der Solarparks nicht vorgesehen und eine Anschlussfinanzierung plangemäß nicht erforderlich. Damit entfällt eine wesentliche Kalkulationsunsicherheit, so dass die Renditeerwartung (IRR) des Wattner SunAsset 8 von 4,7 Prozent pro Jahr fundiert ist.

 

Nachhaltigkeit

Die Solarparks, welche die Emittentin voraussichtlich erwirbt, befinden sich hauptsächlich auf ehemaligen Industrieflächen, auf denen der Bau von Solarparks eine der nachhaltigsten Nutzungsmöglichkeiten darstellt. Die CO2-Einsparung während des Betriebs des geplanten Solarpark-Portfolios der Emittentin liegt voraussichtlich bei mindestens 12.000 Tonnen pro Jahr.

 

ECOreporter.de-Empfehlung

Die Emittentin investiert in Deutschland in Solarparks, die über Bankfinanzierungen ohne Zinsänderungsrisiko verfügen und die bereits (mehrere Jahre) in Betrieb sind. Die Solarparks, die zur Übernahme durch die Emittentin bereit stehen, erfüllen diese Sicherheitsmerkmale. Auch aufgrund der überdurchschnittlich sicherheitsorientierten Konzeption ergibt sich für die Anleger des Wattner SunAsset 8 eine angemessene bis attraktive Renditeerwartung.

Basisdaten:

Emittentin, Darlehnsnehmerin und Anbieterin: Wattner SunAsset 8 GmbH & Co. KG, Köln

Komplementärin und Geschäftsführerin: Wattner 8 Verwaltungs GmbH, Köln

Anlageform: Nachrangdarlehen

Nachrangdarlehensvolumen: 10 Millionen Euro

Mindeszeichnungssumme: 5.000 Euro

Agio: 0 Prozent

Laufzeit: bis 31. Dezember 2031

Zinssatz:
4,5 Prozent pro Jahr (2018 bis 2028)
5,5 Prozent pro Jahr (2029 bis 2031)

Tilgung:
 2,5 Prozent (2021 bis 2024)
 9,0 Prozent (2025 bis 2027)
11,0 Prozent (2028 bis 2029)
77,5 Prozent (2030 bis 2031)

Einkunftsart: Einkünfte aus Kapitalvermögen

BaFin-Billigung: Ja

Handelbarkeit: Keine Zulasung an einer Börse

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