Unibail-Rodamco SE aus Paris ist der größte börsennotierte Immobilienkonzern Europas. Das Bild zeigt eines der Shoppingcenter im Portfolio des Konzerns. / Foto: Unternehmen

02.01.18 Aktien-Favoriten

Unibail-Rodamco – Immobilien und Shoppingcenter

Die Immobilien-Aktie von Unibail-Rodamco ist in vielen Nachhaltigkeitsfonds enthalten. Der französische Konzern leistet hohe Ausschüttungen an die Aktionäre und hat weitere Dividendenerhöhungen angekündigt. Wir fassen zusammen, was Anleger über diesen Dividendenkönig wissen sollten - und wieso die Aktie einer unserer Favoriten ist.

Unibail-Rodamco SE aus Paris ist der größte börsennotierte Immobilienkonzern Europas. Das Unternehmen entwickelt, bewirtschaftet, saniert und vermietet Gewerbeimmobilien. Der Konzern ist ein sogenannter Real-Estate-Investment-Trust, auch REIT genannt. Unibail-Rodamco entstand 2007 aus der Fusion der beiden Unternehmen Unibail (Frankreich) und Rodamco Europe (Niederlande). Rodamco Europe brachte insbesondere viele Einkaufszentren in europäischen Großstädten in die Firmenehe ein.

Unibail-Rodamco investiert unter anderem in Bürogebäude und in Einkaufs-, Kongress- und Messezentren in ausgewählten europäischen Wirtschaftsregionen. Mit über 70 Einkaufszentren ist das Unternehmen insbesondere in Frankreich, Deutschland, Spanien, den Niederlanden und Schweden aktiv. Das flächenmäßig größte Shoppingcenter befindet sich in Paris. Wettbewerber sind beispielsweise Simon Property Group, HCP (beide Nordamerika) und die Deutsche EuroShop (Deutschland).

Unibail-Rodamco erwirtschaftete bis Ende 2017 einen Umsatz von 1,82 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 3 Prozent im Vergleich zu 2016. Der Nettogewinn des Unternehmens verbesserte sich um mehr als 1 Prozent auf 1,58 Milliarden Euro (2016: 1,56 Milliarden Euro). Der Vorstand von Unibail-Rodamco hält für das Geschäftsjahr 2018 an seiner Prognose fest: Der Umsatz soll zwischen 4 und 5 Prozent, das Ergebnis zwischen 6 und 7 Prozent zulegen.

Der französische Immobilienkonzern teilte zudem Mitte Dezember 2017 mit, für 15,7 Milliarden Dollar (knapp 13,3 Milliarden Euro) den in Australien ansässigen Rivalen Westfield übernehmen zu wollen. Unibail-Rodamco würde damit nach eigenen Angaben zu einem Weltmarktführer im Sektor um Immobilien- und Einkaufszentren aufsteigen.

Dividende:   Unibail-Rodamco ist ein sogenannter REIT, die Abkürzung für Real-Estate-Investment-Trust. REITs sind Kapitalgesellschaften, die im Immobiliensektor tätig sind. Sie sind gesetzlich dazu verpflichtet, große Teile des erwirtschafteten Gewinns, d.h. zwischen 80 und 90 Prozent, in Form von Dividenden an die Aktionäre auszuschütten. In der Regel erhalten Anleger somit eine hohe Ausschüttung, daher sind REITs für Dividendenjäger sehr attraktiv.

Die Dividendenrendite liegt seit 2009 bei 4,0 bis 5,5 Prozent. Die Ausschüttungsquote (Payout-Ratio) betrug seit 2009 durchschnittlich 85 Prozent des Konzerngewinns; das soll zumindest bis 2018 bleiben. Die Dividenden selbst sollen in den nächsten drei Jahren jeweils um 6 Prozent steigen.

Nachhaltigkeit:  Unibail-Rodamco zählt für oekom research zu den Nachhaltigkeitsvorreitern der Immobilienbranche. Positiv bewerten die Analysten, dass viele Immobilien als sogenannte Green Buildings zertifiziert sind, also beispielsweise energieeffizienter sind als der Durchschnitt. Unibail-Rodamco setzt jedoch nur wenige soziale Immobilienprojekte um. Als schwach bewertet oekom research die Nachhaltigkeitsleistung während der Bauarbeiten von Unibail-Rodamco-Projekten.

K.O.-Kriterien:  Keine


Unibail-Rodamco SE: ISIN: FR0000124711 / WKN: 863733

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