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US-Investoren entdecken zunehmend saubere Technologien

Im ersten Quartal 2008 sind die US-Wagniskapital-Investitionen in saubere Technologien nach Erkenntnissen eines Ernst & Young-Berichts um 18 Prozent auf 571,6 Millionen Dollar gestiegen. Das geht aus US-Medienberichten hervor. Im Gegensatz dazu sank das Investitionsvolumen im Gesamt-Wagniskapitalmarkt um sieben Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar. Am meisten Geld, 178 Millionen Dollar oder 31 Prozent, wurden in die Biokraftstoff-Industrie gesteckt, die Energieerzeugung zog 26 Prozent des Wagniskapitals oder 148,3 Millionen Dollar an, und der Sektor Energieeffizienz erreichte ein Investment von 116,4 Millionen Dollar oder 20 Prozent des Clean-Tech-Investments.

Insgesamt wurde den Berichten zufolge häufiger in spätere Entwicklungsstadien von Unternehmen investiert, insgesamt 43 Prozent des zur Verfügung gestellten Kapitals. Des Weiteren wurden 37 Investments für Startfinanzierungen verwendet.

Den größten Zuwachs erzielte der Energiesektor, der mit 66,5 Millionen Dollar 454 Prozent mehr Wagniskapital anzog als noch im Jahr zuvor. Den größten Einzeldeal in Energieeffizienz wickelte mit 40 Millionen Dollar BridgeLux ab, ein kalifornisches Unternehmen, das energiesparende LED-Chips vertreibt. Investments in Energie-Effizienz-Unternehmen seien für Wagniskapitalgeber vor allem deshalb interessant, weil sie weniger kapitalintensiv seien als Investments in die Herstellung erneuerbarer Energien.
Investments in Solarunternehmen stiegen demnach um 136 Prozent auf 132,4 Millionen Dollar. Zunehmend sorgen in diesem Sektor gesetzliche Bestimmungen für positive Aussichten. So hätten weitere vier Bundesstaaten in den USA verpflichtende Bestimmungen zur Herstellung Erneuerbarer Energien verabschiedet, heißt es in den Berichten.

Von 2002 bis 2007 ist das Investment in Clean-Tech-Unternehmen von einem auf acht Prozent des Gesamtvolumens gewachsen. In der gleichen Zeit stieg das Wagniskapital-Volumen generell um 37 Prozent auf 30,2 Milliarden Dollar. Es gibt mehrere Anzeichen dafür, dass das Engagement in Clean-Tech weiter wachsen dürfte. So wird vorausgesagt, dass der Markt für Biokraftstoffe, Solartechnologie, Windkraft und Brennstoffzellen von 77,3 Milliarden Dollar in 2007 auf 254,5 Milliarden Dollar in 2017 steigen dürfte. Zu dem Ergebnis kommt Clean Edge, eine führende Research-Firma. Die Cambridge Energy Research Associates prognostizieren sogar, dass die Antwort auf den Klimawandel zu Investitionen in Höhe von sieben Billionen Dollar bis 2030 führen dürfte.

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