24.09.09 Erneuerbare Energie

US-Solarmarkt kommt ins Laufen - Studie prognostiziert starkes Wachstum der einheimischen Produktion bis 2012

In den USA wird der Absatz von Solarzellen und –modulen von 2008 bis 2012 um jeweils rund 50 Prozent wachsen. Davon geht eine aktuelle Studie von Greentech Media Inc. aus Cambrigde, Massachusetts, über den US-amerikanischen Solarmarkt aus. Laut der Untersuchung mit dem Titel „PV Manufacturing in the U.S.“ dürfte die Dünnschicht-Technologie dabei weiterhin eine dominante Rolle einnehmen. Mit einem Produktionsanteil von 2,69 Gigawatt werden der Studie zufolge im Jahr 2012 bis zu 67 Prozent der PV-Produktion aus Dünnschichtzellen bestehen.

Greentech Media hat ermittelt, dass Anfang des Jahres 2009 in den USA 27 Fertigungsstätten für die Herstellung von Photovoltaikprodukten existierten. Bis 2012 werde diese Anzahl auf 38 US-Produktionsanlagen anwachsen. Im ersten Halbjahr 2009 seien bereits mehr neue Produktionsanlagen angekündigt worden als in den letzten drei Jahren zuvor. Insbesondere europäische und asiatische Hersteller setzen laut der Studie beim Eintritt in den amerikanischen Markt auf eigene Produktionsstätten.

Wesentliche Faktoren für die Ansiedlung der zukünftigen Produktionsanlagen sind nach Greentech Media staatliche Förderung, Strompreise, Kosten und Verfügbarkeit von Fachpersonal, Nähe zum Endkunden sowie die vor Ort geltenden Steuersätze. Es habe sich herausgestellt, dass Oregon, Ohio, Michigan und Pennsylvania das beste Gesamtangebot aus diesen für die Unternehmen essentiellen Faktoren bieten. Dementsprechend habe sich ein bedeutender Teil der Photovoltaikindustrie bereits in diesen vier Bundesstaaten angesiedelt. Da andere Bundesstaaten nachzögen, werde sich die gegenwärtige Konzentration der PV-Industrie aber bis 2012 zunehmend auflösen. Für die zehn Bundesstaaten Oregon, Kalifornien, Arizona, New Mexiko, Colorado, Michigan, Ohio, Massachusetts, New York und Pennsylvania rechnet die Studie im Jahr 2012 mit einer Produktionsleistung in der Größenordnung von jeweils über 100 MW. Auf die Westküsten-Staaten Oregon und Kalifornien werde dann aber weiterhin der Löwenanteil der zu produzierenden Liefermenge entfallen.

Im Juni hatte ECOreporter.de in einer kleinen Serie über Gespräche mit Experten über den US-amerikanischen Solarmarkt berichtet. Jeweils per Mausklick gelangen Sie zu den Beiträgen über Gespräche mit Experten von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (Opens external link in new windowdena), von Opens external link in new windowEuPD Research,  von Opens external link in new windowSolarWorld und von Opens external link in new windowSolon.

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