Montagearbeiten an einem US-amerikanischen Solarpark. / Quelle: First Solar

26.11.13 Nachhaltige Aktien , Erneuerbare Energie , Meldungen

US-Solarmarkt weiter auf Wachstumskurs - vorerst

Der Photovoltaikmarkt in den USA bietet Solarherstellern und Solarprojektierern auch in den kommmenden Jahren gute Geschäftsmöglichkeiten. Das geht aus einer aktuellen Analyse des kalifornischen Marktforschungsunternehmens NPD Solarbuzz hervor. Zwar werde sich das Ausbautempo ein wenig verlangesamen, nachdem die installierte Photovoltaikkapazität sich zuletzt Jahr für Jahr verdoppelt hat. Doch bis 2017 sei mit einem jährlichen Zuwachs von im Schnitt sieben Prozent zu rechnen. Für die nächsten vier Jahre sind laut den Erhebungen von NPD Solarbuzz Solarprojekte mit einer Gesamtkapazität von 43 Gigawatt (GW) geplant.

Wie die Marktforscher festgestellt haben, werden diese Projektionen nur noch von denen für Japan und China übertroffen. Zum Vergleich: in Deutschland, dem Markt mit der bislang weltweit größten ans Netz gebrachten Solarstromkapazität, belaufen sich die Gesamtinstallationen derzeit auf insgesamt rund 35 GW. Nach Angaben des US-amerikanische Solarverband Solar Energy Industries Association (SEIA) wird der US-Markt in diesem Jahr etwa 4,4 GW zulegen und damit die Markte von zehn GW Gesamtkapazität übersteigen.

Allerdings ist offen, wie viele von den ermittelten Plänen für US-Projekte tatsächlich umgesetzt werden. Wie NPD Solarbuzz erläutert, haben bislang erst zwei Drittel dieser Projekt-Pipeline ein konkretes Planungsstadium erreicht. Und nur 8,5 Prozent dieser möglichen neuen Kapazität würden bereits umgesetzt. Die Marktforscher weisen darauf hin, dass die Zeit für die Umsetzung drängt. Denn das wichtigste Förderinstrument für Solarprojekte in den USA, der Investment Tax Credit (ITC), werde ab 2017 deutlich beschnitten. Bislang gewährt der ITC einen Steuererlass von bis zu 30 Prozent auf Investitionen in Photovoltaik. In vier Jahren soll er stark sinken.

NPD Solarbuzz geht daher davon aus, dass große Solarkraftwerke schon sehr bald in Angriff genommen werden, um den ITC noch voll abschöpfen zu können. Diese würden bislang ohnehin den Ausbau dominieren, aufgrund der starken Nachfrage durch Energieversorger, die von vielen Bundesstaaten dazu verpflichtet werden, Mindestmengen ihres Stromangebots aus regenerativer Energie zu beziehen. Laut NPD Solarbuzz entfallen allein fünf GW der Projektpipeline von 43 GW auf die zehn größten Solarfarmen, die derzeit in den Vereinigten Staaten vorbereitet werden. Dieses Geschäft mit Großprojekten werde weiterhin von First Solar und SunPower dominiert, die beide ihre Produktion als Soalrhersteller dadurch stark auslasten, dass sie ihre Module in großen Solarparks verbauen, die sie für Kunden umsetzen.

Aber die Marktforscher rechnen damit, dass in den kommenden Jahren das Geschäft mit kleineren Projekten, also mit Photovoltaikanlagen, die eine Kapazität von deutlich weniger als 100 Megawatt (MW) erreichen, deutlich anziehen wird.  Denn diese ließen sich schneller umsetzen, so dass es leichter gelinge, sie vor dem Einschnitt beim ITC umzusetzen. Auch sei die Finanzierung hier weniger aufwändig. Als wichtige Akteuere in diesem Marktsegment nennt NPD Solarbuzz etwa die ebenfalls börsennotierte SunEdison. Die Experten für den Soalrmarkt haben festgestellt, dass die Anzahl kleinerer Solarprojekte schon im laufenden Jahr um ein Drittel zugenommen hat.

First Solar Inc: ISIN US3364331070 / WKN A0LEKM
SunEdison Inc: ISIN US5527151048 / WKN 896182
SunPower Corp: ISIN: US8676524064 / WKN A1JNM7
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