30.09.17

Verbio AG: Rekordproduktion und Rekordergebnis im Geschäftsjahr 2016/2017

Die Verbio Vereinigte BioEnergie AG konnte ihren Umsatz und das Ergebnis im Geschäftsjahr 2016/2017 deutlich steigern. Das Unternehmen will eine Dividende an die Anleger ausschütten. Wir veröffentlichen die Mitteilung der Leipziger Produzentin von Biodiesel und von Bioethanol dazu im Wortlaut.

Die untenstehende Meldung ist eine Original-Meldung des Unternehmens. Sie ist nicht von der ECOreporter.de-Redaktion bearbeitet. Die presserechtliche Verantwortlichkeit liegt bei dem meldenden Unternehmen.

- Zum dritten Mal in Folge erfolgreichstes Geschäftsjahr seit Bestehen

- Dividendenvorschlag: 0,20 EUR je dividendenberechtigter Aktie

- Produktionsmenge übersteigt erstmals die 700.000-Tonnen-Marke

Leipzig. Zum dritten Mal in Folge schaut die VERBIO Vereinigte BioEnergie AG auf das erfolgreichste Geschäftsjahr in seiner zehnjährigen Unternehmensgeschichte zurück. Am heutigen Vormittag teilte der Vorstandsvorsitzende Claus Sauter im Rahmen der Veröffentlichung des Jahresabschlusses mit, dass das Unternehmen ein Rekordergebnis sowie eine Rekordproduktion für das Geschäftsjahr 2016/2017 verzeichnen kann.

Der Konzernumsatz stieg im Geschäftsjahr 2016/2017 gegenüber dem Vorjahresvergleichswert um 10 Prozent auf EUR 726,4 Mio. (2015/2016: EUR 654,3 Mio.). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag im Geschäftsjahr 2016/2017 bei verbesserten Marktbedingungen bei EUR 92,4 Mio. und damit um 26 Prozent über dem des Vergleichszeitraumes (2015/2016: EUR 73,1 Mio.). Die Gesamtproduktion an Biodiesel und Bioethanol erreichte im abgeschlossenen Geschäftsjahr 722.137 Tonnen.

„Die zum Geschäftsjahresbeginn getroffenen Prognosen haben wir deutlich übererfüllt. Unsere Produktionsmenge an Biodiesel und Bioethanol knackt erstmals in der Unternehmensgeschichte die 700.000-Tonnen-Marke“, so Claus Sauter, Vorstandsvorsitzender der VERBIO AG.

Wie in den Vorjahren setzte VERBIO auch im Geschäftsjahr 2016/2017 einen Fokus auf Forschung und Entwicklung. Neben der Personalverstärkung des Teams im F&E-Bereich durch weitere Ingenieure wurde der inhaltliche Schwerpunkt auf die Kapazitätserweiterung sowie Optimierung der Sterol- und Biomethanproduktion gelegt. VERBIO folgt damit weiter dem strategischen Ansatz, die Profitabilität durch Diversifikation mit neuen werthaltigen Produkten, durch Kostenreduktion und Effizienzsteigerung sowie durch Internationalisierung zu erhöhen.

„Solange Brüssel aus ideologischen Gründen weiter über ein Ende der konventionellen Biokraftstoffproduktion nachdenkt, während die Biokraftstoffproduktion weltweit wächst, ist die Expansion außerhalb Europas für eine Innovationsschmiede wie VERBIO nur eine logische Konsequenz“, erklärt Claus Sauter.

Das Konzernergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) stieg um 36 Prozent und betrug EUR 70,7 Mio. (2015/2016: EUR 52,0 Mio.). Das durch tatsächliche und latente Steuern in Höhe von EUR 18,8 Mio. (2015/2016: EUR 1,7 Mio.) beeinflusste Periodenergebnis wird mit EUR 51,8 Mio. (2015/2016: EUR 48,9 Mio.) ausgewiesen. Aus dem Periodenergebnis resultiert ein Ergebnis je Aktie (un-/verwässert) von EUR 0,82 (2015/2016: EUR 0,77).

Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurden Investitionen in Sachanlagen in Höhe von EUR 18,9 Mio. (2015/2016: EUR 12,8 Mio.) getätigt. Davon entfielen EUR 10,8 Mio. auf die Optimierung und den Ausbau der Biomethananlagen in Schwedt/Oder und Zörbig sowie EUR 1,8 Mio. auf den abgeschlossenen Ausbau der Sterolanlage am Standort Bitterfeld. Im Geschäftsjahr 2017/2018 ist eine Verdoppelung der Investitionen - ebenfalls mit Fokus auf die Bereiche Biomethan- und Sterolproduktion - geplant.

Entwicklung der Segmente Biodiesel, Bioethanol und Übrige

Im Segment Biodiesel wurden im Geschäftsjahr 2016/2017 Umsatzerlöse von EUR 471,6 Mio. (2015/2016: EUR 423,2 Mio.) erzielt. Mit 473.382 Tonnen Biodiesel (2015/2016: 449.303 Tonnen) wurde die Rekordproduktion des Vorjahres erneut deutlich übertroffen. Die Anlagenauslastung betrug 101 Prozent. Das Segment Biodiesel trägt mit einem EBITDA von EUR 39,3 Mio. (2015/2016: EUR 29,8 Mio.) beziehungsweise einem EBIT von EUR 34,6 Mio. (2015/2016: EUR 25,3 Mio.) zum Unternehmensergebnis bei.

Im Segment Bioethanol wurden im Berichtszeitraum 2016/2017 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 245,2 Mio. (2015/2016: EUR 222,1 Mio.) erzielt. Mit 248.755 Tonnen Bioethanol (2015/2016: 239.059 Tonnen) gab es auch hier erneut einen Produktionsrekord. Das Segment Bioethanol trägt mit einem EBITDA von EUR 52,4 Mio. (2015/2016: EUR 42,2 Mio.) beziehungsweise einem EBIT von EUR 36,0 Mio. (2015/2016: EUR 26,2 Mio.) zum Konzernergebnis bei. Die Produktion von Biomethan stieg um 7 Prozent auf 559 GWh (2015/2016: 521 GWh).

Vermögens- und Finanzlage weiter verbessert

Den Bank- und Darlehensfinanzierungen in Höhe von EUR 1,9 Mio. stehen flüssige Mittel in Höhe von EUR 117,6 Mio. gegenüber. Das Eigenkapital beträgt EUR 296,4 Mio. (30.06.2016: EUR 254,3 Mio.) Die Eigenkapitalquote beträgt 79,4 Prozent (30.06.2016: 78,7 Prozent).

Dividende

Angesichts der deutlich verbesserten Ertragslage im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2016/2017 wird der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates der am 2. Februar 2018 stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende von EUR 0,20 je dividendenberechtigter Aktie (2015/2016: EUR 0,15 je dividendenberechtigter Aktie) auszuschütten.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2017/2018

Unter Zugrundelegung des aktuellen Absatz- und Rohstoffpreisniveaus, der angestrebten Produktionsauslastung sowie der Unsicherheiten im Hinblick auf mögliche wettbewerbsverzerrende Importe von Biodiesel- und Bioethanol aus Übersee geht der Vorstand davon aus, im Geschäftsjahr 2017/2018 ein EBITDA in der Größenordnung von EUR 50 Mio. zu erzielen.

Anfang September hatte die EU-Kommission auf Druck der WTO die in 2013 verhängten Anti-Dumping-Strafzölle auf Soja-Biodiesel aus Argentinien halbiert. Da praktisch gleichzeitig die USA für argentinischen Soja-Biodiesel ab 01.01.2018 Strafzölle verhängt haben, ist davon auszugehen, dass Europa mit Soja-Biodiesel überschwemmt wird. Das könnte die Wettbewerbsfähigkeit für Biodiesel aus einheimischem Rapsöl erheblich beeinträchtigen und im Ergebnis könnte der Rapspreis massiv unter Druck kommen. Ein ähnliches Verfahren für Palmöl-Biodieselimporte aus Indonesien ist bei der WTO anhängig, derzeit aber noch nicht entschieden.

Weitere Informationen über die Geschäftsentwicklung des Geschäftsjahres 2016/2017 finden Sie im Geschäftsbericht 2016/2017, der abrufbar ist unter: https://www.verbio.de/?id=307
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