04.11.15

Verbund AG: Geschäftsentwicklung in den Quartalen 1-3/2015

Die österreichische Verbund AG hat eine Zwischenbilanz für die ersten neun Monate von 2015 vorgelegt. Wir veröffentlichen die Mitteilung des Versorgers, der fast ausschließlich auf erneuerbare Energie setzt, dazu im Wortlaut.

Die untenstehende Meldung ist eine Original-Meldung des Unternehmens. Sie ist nicht von der ECOreporter.de-Redaktion bearbeitet.

Zusatzerträge aus der Vermarktung flexibler Energieprodukte und Sondereffekte bewirken eine deutlich positive Ergebnisentwicklung

04.11.2015, Wien

An den schwierigen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen am europäischen Strommarkt hat sich auch in den  Quartalen 1-3/2015 wenig verändert. Weiter gesunkene Großhandelspreise am Terminmarkt, verursacht durch niedrige Preise für Primärenergieträger sowie für CO2-Zertifikate, haben einen negativen Einfluss auf die Erträge von Energieunternehmen. Aufgrund der volatilen Energieerzeugung aus Kraftwerken im Bereich der erneuerbaren Energieträger ist zudem mehr Flexibilität im Netzbetrieb notwendig. Die sich dadurch aber auch ergebenden Chancen konnte VERBUND im Berichtszeitraum mit flexiblen Produkten (Regelenergie, Ausgleichsenergie und Verkauf von Leistungen für das Engpassmanagement) nutzen und Zusatzerträge erwirtschaften.

Die operative Geschäftsentwicklung in den Quartalen 1-3/2015 war trotz der weiterhin gesunkenen Absatzpreise positiv und spiegelt die erfolgreiche Umsetzung der Strategie wider. Positiv auf die Geschäftsentwicklung wirkten die Effizienzsteigerungsmaßnahmen im Konzern, die vor allem den Personalaufwand und den sonstigen betrieblichen Aufwand reduzierten sowie die weitere erfolgreiche Umsetzung der thermischen Restrukturierung. Nach Aufhebung der Einstweiligen Verfügung betreffend der Ausfallsreserve am Standort Mellach evaluiert VERBUND nun neuerlich sämtliche Optionen bezüglich des Kraftwerkestandorts Mellach.

Das Ergebnis wurde auch durch Sondereffekte wie die Wertminderung des Gas-Kombikraftwerks Mellach bzw. die Auflösung von Rückstellungen aufgrund von Verfahrensbereinigungen im Netzbereich beeinflusst. Negativ wirkte sich die deutlich unterdurchschnittliche Wasserführung aus. Der Erzeugungskoeffizient von 0,94 lag um 6,0 % unter dem langjährigen Durchschnitt und um fünf Prozentpunkte unter dem Vergleichswert der Vorjahresperiode. Die Erzeugung aus Wasserkraft sank daher um 1.263 GWh. Insgesamt war die Eigenerzeugung von VERBUND in den ersten drei Quartalen mit 24.968 GWh um 2,9 % niedriger als in den Vergleichsquartalen des Vorjahrs.

Das EBITDA stieg aufgrund der oben erwähnten Effekte um 15,0% auf 727,7 Mio. €, um Einmaleffekte bereinigt fiel es um 1,0 % auf 681,2 Mio. €. Das Konzernergebnis lag mit 228,7 Mio. € um 258,2%, um Einmaleffekte bereinigt mit 245,2 Mio. € um 40,7 % über den Vergleichsquartalen des Vorjahrs.

Ausblick 2015
Für das Geschäftsjahr 2015 erwarten wir auf Basis einer durchschnittlichen Eigenerzeugung aus Wasserkraft im vierten Quartal ein EBITDA von rund 900 Mio. € und ein Konzernergebnis von rund 240 Mio. €. Die geplante Ausschüttungsquote für 2015 liegt bei rund 50 % des um Einmaleffekte bereinigten Konzernergebnisses.

Kontakt:
Mag. Andreas Wollein
Leiter Finanzmanagement und Investor Relations
T.: +43 (0)5 03 13 - 52604
F.: +43 (0)5 03 13 - 52694
mailto:investor@verbund.com
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