03.03.10

Verbund AG: Gutes Ergebnis in einem schwierigen Umfeld

Die untenstehende Meldung ist eine Original-Meldung des Unternehmens. Sie ist nicht von der ECOreporter.de-Redaktion bearbeitet. Die presserechtliche Verantwortlichkeit liegt bei dem meldenden Unternehmen.

Der Verbund, Österreichs führendes Elektrizitätsunternehmen, präsentiert für das Geschäftsjahr 2009 ein gutes Ergebnis, das allerdings unter dem historischen Rekordergebnis von 2008 liegt.

Im Vergleich zu 2008 fielen die Umsatzerlöse um 7,0 % auf
3.483,1 Mio. €, das Operative Ergebnis sank um 8,5 % auf
1.042,3 Mio. € und das Konzernergebnis reduzierte sich um 6,2 % auf 644,4 Mio. €. Die steuerungsrelevanten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen entwickelten sich wie folgt: Die EBIT-Marge sank von 30,4 % auf 29,9 %, das Gearing erhöhte sich von 80,2 % auf 138,3 % und der operative Cashflow stieg von 934,2 Mio. €
auf 968,0 Mio. €.

Trotz der gesunkenen Ergebnisse soll das Vertrauen der Aktionäre in den Verbund gestärkt werden. Daher wird der Hauptversammlung für das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte eine Anhebung der Dividende von 1,05 Euro/Aktie auf 1,25 Euro/Aktie - 1,00 Euro/Aktie Basisdividende und 0,25 Euro/Aktie Sonderdividende - vorgeschlagen.

Die Ergebnisentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr war im Wesentlichen von drei Faktoren geprägt: von niedrigen europäischen Großhandelspreisen für Strom, einer überdurchschnittlichen Wasserführung und bilanziellen Sondereffekten.

Durchschnittliche Absatzpreise unter Vorjahresniveau
Die Großhandelspreise für Strom, insbesondere die kurzfristigen Forward- und die Spotmarktpreise, sind im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken und notierten das gesamte Jahr über auf sehr niedrigem Niveau. Ursachen dafür waren deutlich niedrigere Preise für Primärenergieträger, die geringere Stromnachfrage und der gesunkene Preis für CO2-Zertifikate. Ein Gutteil der Verbund-Eigenerzeugung war jedoch im Rahmen der Hedging-Strategie bereits ein Jahr im Voraus zu noch deutlich höheren Strompreisen verkauft worden. So konnten die negativen Auswirkungen der schwachen kurzfristigen Strompreise gedämpft werden.

Wasserführung über langjährigem Durchschnitt
Positiv auf das Ergebnis wirkte die überdurchschnittliche Wasserführung der energiewirtschaftlich genutzten Flüsse. Der Erzeugungskoeffizient lag 2009 mit 1,06 um 6 % über dem vieljährigen Durchschnitt und um 5 % über dem Vorjahreswert. Zusätzlich wirkte der Erwerb der bayerischen Innkraftwerke ab September 2009 positiv auf die Laufkraftwerkserzeugung. Somit konnte in den Laufkraftwerken mehr Strom erzeugt werden. Aber auch die Erzeugung der Speicherkraftwerke wurde erhöht, und zwar infolge der gegenüber 2008 höheren Speicherstände zu Jahresbeginn und der günstigen Zuflussbedingungen aus der Schneeschmelze.

Die Wasserkrafterzeugung des Verbund-Konzerns stieg somit insgesamt um 7,1 % oder 1.790 GWh. Die thermische Erzeugung zeigte im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des geringen Spotmarktpreisniveaus einen Rückgang um 19,0 % oder 638 GWh. Die Erzeugung aus Wind und Sonne betrug 2009 106 GWh. Insgesamt stieg die Eigenerzeugung um 1.258 GWh auf 29.918 GWh.

Belastung durch bilanzielle Sondereffekte
Die Ergebnisentwicklung des Verbund war, wie schon 2008, von bilanziellen Sondereffekten geprägt: Diese hatten in Summe negative Auswirkungen auf das Operative Ergebnis im Ausmaß von rund 60 Mio. Euro und auf das Finanzergebnis im Ausmaß von rund 10 Mio. Euro.

Ausblick
Der Verbund hat im Geschäftsjahr 2009 auf die Wirtschaftskrise reagiert und sein Investitionsprogramm von 2010 bis 2015 auf 2,7 Mrd. Euro markant reduziert. Trotzdem wird der Verbund die Investitionen in den Ausbau der heimischen Wasserkraft und die Hochspannungsnetze sowie in die bestehenden Auslandsaktivitäten in der Türkei, in Italien und Frankreich weiterführen. Ziel ist es, die Kraftwerke im operativen Betrieb zu haben, wenn die Wirtschaft in Europa wieder nachhaltig wächst, um von den steigenden Großhandelspreisen zu profitieren.
Auf Basis der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen und bedingt durch die realisierten, signifikant tieferen Forward-Preise für Strom, erwartet der Verbund für das Geschäftjahr 2010, trotz Restrukturierungsmaßnahmen und reduziertem Investitionsprogramm, ein deutlich geringeres Operatives Ergebnis und Konzernergebnis sowie eine sinkende Dividende.

Kontakt:
Verbund (Österreichische Elektrizitätswirtschafts-AG)
Am Hof 6a
1010 Wien
Investor Relations
Tel.: +43 (0)50313-0
Fax: +43 (0)50313-52694
E-Mail: investor@verbund.at
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