18.11.09 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Vestas hofft auf Windkraftboom in Indien

Voraussichtlich noch in dieser Woche wird die indische Regierung die Förderung von Windkraftprojkekten umsetzen. Darauf hat der weltweit führende Windturbinenbauer Vestas Systems hingewiesen. Das dänische Unternehmen Vestas ist nach eigenen Angaben bereits seit zehn Jahren auf dem indischen Windmarkt aktiv und hat dort seither Windräder mit einer Gesamtleistung von 2.100 Megawatt (MW) installiert.

Bislang unterstützte die Regierung des Milliardenvolkes vorrangig Investitionen in Windkrafttechnologie. Davon hat insbesondere der einheimische Suzlon-Konzern profitiert, der durch einen starken Absatz im Heimatmarkt binnen weniger Jahre zu einem der größten Hersteller von Windrädern weltweit aufgestiegen ist. Das neue Fördersystem soll dagegen die Attraktivität von Investments in Windparks erhöhen. Für Finanzinvestoren waren solche Projekte bislang nicht so lukrativ wie in anderen Ländern.

Die indische Regierung will den Ausbau der Erneuerbaren Energien forcieren. 2012 sollen sie zehn Prozent des Energiebedarfs decken, der durch den wirtschaftlichen Aufschwung des Milliardenvolkes stark gestiegen ist. Für 2020 werden zwanzig Prozent anvisiert. Der Schwerpunkt der Erneuerbaren Energien liegt in dem Subkontinent auf der Windkraft. Laut dem Global Wind Energy Council sind die indischen Windkraftkapazitäten 2008 um 22 Prozent auf 9.600 MW gestiegen. Damit eroberte Indien weltweit den fünften Rang bei der insgesamt installierten Kapazität. Doch in diesem Jahr droht der indische Windmarkt zu stagnieren, auch für das kommende Jahr rechnet Vestas nicht damit, dass die Neuinstallationen nennenswert ansteigen. Ab 2011 sei dann ein Wachstumsschub zu erwarten.

Die Dänen haben angekündigt, ihre Windkraftkapazitäten in Indien bis 2012 zu verdreifachen. Bislang haben sie dort Windräder mit einer Gesamtleistung von 2,1 Gigawatt errichtet und damit ein Zehntel des Marktes erobert.

Vestas Wind Systems A/S: WKN 913769 / ISIN DK0010268606
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x