Windräder von Vestas drehen sich weltweit: im Bild Anlagen in Australien. Der dänische Konzern hat die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. / Foto: Unternehmen

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Vestas: Starke Zahlen, neue Prognose – Aktie im Aufwind

Der dänische Windradhersteller Vestas Wind Systems hat starke Halbjahreszahlen vorgelegt. Dank eines deutlich gesteigerten Absatzes kletterte auch der Umsatz und Vestas gelang im ersten Halbjahr 2014 die Rückkehr in die Gewinnzone. Infolge dessen passte der Vorstand die Prognose für das Gesamtjahr nach oben an. Die Vestas-Aktie reagierte mit einem deutlichen Kursanstieg.

Der Windradhersteller aus Århus beendete das erste Halbjahr 2014 mit 2,62 Milliarden Euro Umsatz. Verglichen mit dem Umsatz der ersten sechs Monate 2013 ist dies eine Steigerung um 15 Prozent. Zugleich erzielte Vestas 104 Millionen Euro Halbjahresgewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) nach 96 Millionen Euro EBIT-Verlust im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bereinigt um Sondereffekte kommt das erste Halbjahres-EBIT 2014 sogar auf 154 Millionen Euro nach neun Millionen Euro EBIT-Verlust in der ersten Vorjahreshälfte.  

Für das zweite Quartal 2014 wies Vestas mit 1,34 Milliarden Euro 13 Prozent mehr Umsatz aus als im Vorjahresquartal. Das Quartals-EBIT vervielfachte sich auf 104 Millionen Euro nach 12 Millionen Euro im Vergleichszeitraum 2013.
Auch das Neugeschäft legte deutlich zu. Hier verbuchte Vestas für die erste Jahreshälfte 2014 Neubestellungen im Wert von 2,7 Milliarden Euro. Dafür seien Windräder mit 3120 Megawatt (MW) geordert worden, hieß es. Damit stieg der Wert der Neuaufträge auf Jahressicht um 11,7 Prozent. während das Auftragsvolumen im Hinblick auf die bestellte Leistungskapazität um 36,5 Prozent höher lag als in der ersten Vorjahreshälfte. Für das zweite Quartal 2014 wies Vestas eine Steigerung um 18 Prozent auf 1.932 MW aus. Allerdings lag der Wert dieser Neuaufträge des zweiten Quartals in Euro mit 1,68 Milliarden um 3,7 Prozent niedriger als im Vorjahrsquartal.

Prognose angehoben

Basis dieser Entwicklung sei die verbesserte Kostenstruktur innerhalb des Konzerns, erklärte Anders Runevad, Präsident und Chief Executive Officer (CEO) von Vestas. Da Vestas die eingeschlagene Strategie fortsetzen werde, sei damit zu rechnen, dass die Geschäfte im zweiten Halbjahr 2014 noch profitabler ausfallen werden, so der Vorstandschef weiter. „Deshalb haben wir die Prognose für die EBIT-Marge des Gesamtjahres angehoben: auf mindestens sechs Prozent“, so Runevad. Bisher hatte der Vorstand mindestens fünf Prozent  EBIT-Marge für 2014 prognostiziert. Beim Gesamtjahresumsatz geht die Vestas-Führung unverändert von 6 Milliarden Euro aus.

Bis 10:16 Uhr kletterte der Kurs der Vestas-Aktie an der Deutschen Börse um 1,8 Prozent auf 37,71 Euro. Damit liegt sie auf Monatssicht um 8,5 Prozent im Plus. Und im Vergleich zum Kurs von heute vor einem Jahr hat sie 168,4 Prozent zugelegt.

Vestas Wind Systems: ISIN DK0010268606 / WKN 913769
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