22.02.13 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Vestas weiter auf Sparkurs - Windkraftanlagenhersteller vor weiteren Herausforderungen

Der dänische Windkraftanlagenhersteller Vestas Wind Systems drückt weiter auf die Kostenbremse. Wie das Unternehmen mitteilt, bündelt er seine Aktivitäten im Heimatmarkt künftig in Aarhus. Zur Jahresmitte 2013 würden fast alle Beschäftigten vom bisherigen Produktionsstandort Randers abgezogen, wo nur noch das Lager verbleibe. Der Windturbinenbauer will allein in diesem Jahr Kosteinsparungen von 400 Millionen Euro erreichen.

Vestas hatte im Geschäftsjahr 2012 tiefrote Zahlen geschrieben und fast 700 Millionen Euro Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbucht (wir Opens external link in new windowberichteten). Auch andere Hersteller von Windrädern kämpfen mit Verlusten, da hohe Überkapazitäten im Markt zu deutlichen Preisnachlässen zwingen.

Nach Einschätzung von Jennifer Santos, Expertin des auf die Windkraftbranche spezialisierten Marktforschungsunternehmens GlobalData aus London, sind die Windturbinenbauer zu massiven Kosteneinsparungen gezwungen. Nur dann sei es möglich, bei einem Durchschnittspreis für Windräder von einer Million Euro je Megawatt Leistungskapazität profitabel zu wirtschaften.

Vestas sieht Santos dabei auf einem guten Weg. Das Unternehmen habe im vierten Quartal wieder einen positiven Geldfluss (Cash flow) aufgewiesen. Allerdings sieht die Expertin neue Herausforderungen auf die Windkraftanlagenhersteller zukommen. In 2012 habe die starke Nachfrage aus den USA den Markt stabilisiert. Doch dort laufe mit dem Production Tax Credit (PTC) zum Jahresende ein zentrales Förderinstrument für die Windkraft aus. Und in China bleibe es für westlicher Hersteller schwierig, in dem weltweit größten Windmarkt gegen die einheimische Konkurrenz zu bestehen. Laut Santos umfassten die USA und China in 2012 allein rund 60 Prozent des weltweiten Windmarktes.

Vestas Wind Systems: ISIN DK0010268606 / WKN 913769
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