16.04.10 Erneuerbare Energie

Vor dem Absprung? - Solarmarkt der USA gewinnt deutlich an Fahrt




Wie die Solar Energy Industries Association (SEIA) in ihrem aktuellen Jahresbericht mitteilt, verfügte der US-Solarmarkt in Ende 2009 über eine installierte Gesamtkapazität von 2,1 Gigawatt (GW). Der Zuwachs betrug im vergangenen Jahr 481 Megawatt (MW) und fiel damit um 37 Prozent höher aus als im Vorjahr. Von den Dimensionen des deutschen Solarmarktes sind die Vereinigten Staaten damit noch weit entfernt. Der kam schon 2006 auf über zwei GW und hat die Gesamtkapazität bis Ende 2009 auf 8,9 GW oder 8.900 MW vervielfacht. Die nächstgrößten Solarmärkte sind Spanien mit 3,6 und Japan mit 2,6 GW.

Bei der 2009 neu installierten Photovoltaikkapazität rangieren die USA mit ihren 481 MW nach den vorgelegten Zahlen weltweit auf Rang 4. Vorne liegt die Bundesrepublik mit drei GW bzw. 3.000 MW, gefolgt von Italien mit 700 MW und Japan mit 484 MW.

Der Umsatz der US-Solarbranche kletterte 2009 um 38 Prozent auf vier Milliarden Dollar. Die Anzahl der in der Branche Beschäftigten stieg um 17.000 auf 46.000. Laut der SEIA führte das Wachstum des Sektors in anderen Bereichen zu weiteren 33.000 Arbeitsplätzen. SEIA-Chef Rhone Resch strich bei der Präsentation des Zahlen heraus, dass das Wachstum der Solarbranche trotz einer schweren Wirtschaftskrise gelungen sei. Er geht davon aus, dass in 2010 der eigentliche Durchbruch der US-Solarbranche erfolgen wird. Erst in diesem Jahr würden die Fördermittel der Obama-Regierung sich in vollem Umfang auswirken können. Im vergangenen Jahr flossen der US-Solarbranche staatliche Mittel im Umfang von vier Milliarden Dollar zu, 36 Prozent mehr als im Vorjahr. Aufgrund von Hindernissen bei der Umsetzung der Förderung dürfte die Gesamtsumme in 2010 nochmals deutlich höher ausfallen. Die Gesamtkapazität der geplanten US-Solarprojekte beziffert der US-Solarverband auf sechs GW.

Wie im Vorjahr liegt Kalifornien mit 220 MW neu installierter Solarstromkapazität unter den US-Bundesstaaten an der Spitze. Damit entfällt knapp die Hälfte der gesamtkapazität auf den Sonnenstaat an der Westküste. Mit weitem Abstand folgen New Jersey mit 57 MW und einer Gesamtkapazität von 128 MW. Florida kam Ende 2009 insgesamt auf 39 MW, wovon allein im vergangenen Jahr 36 MW zugebaut wurden. Damit sprang der südwestliche Bundesstaat aus dem Stand auf den dritten Platz. Bei der Gesamtkapazität liegt Nevada mit 100 MW auf dem dritten Rang und weit vor dem viertplatzierten Colorado mit 59 MW.

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