19.02.13 Aktientipps , Nachhaltige Aktien , Meldungen

Vorläufige Zahlen lassen die Aktie der Pfeiffer Vacuum Technology AG einbrechen - Analysten uneins



Während der Jahresumsatz der Pfeiffer Vacuum Technology AG um 11,2 Prozent von 519,5 auf 461,3 Millionen Euro sank, stieg der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 9,6 Prozent an. Nach 61,8 Millionen Euro im Vorjahr waren es nun 67,7 Millionen Euro. Wiederum deutlich unter Vorjahresniveau bewegt sich das Neugeschäft der Pfeiffer Vacuum AG. Erhielt das Unternehmen in 2011 noch neue Aufträge im Wert von 515,9 Millionen Euro, so waren es nun noch neue Anfragen für 445,6 Millionen Euro. Das ist knapp 14 Prozent weniger. Ebenfalls schwach entwickelte sich der Auftragsbestand. Hier stehen aktuell Aufträge für 71,8 Millionen Euro in den Büchern, während es 2011 noch Bestellungen für 87,6 Millionen Euro waren. Das liege vor allem am außergewöhnlich schwachen Dezembergeschäft, erklärte der Vorstandsvorsitzende Manfred Bender.


Eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr wagte der Vorstand noch nicht. „Das Geschäft verläuft derzeit sehr uneinheitlich. Auf einen guten Monat folgt ein schwächerer“, erläuterte Bender. Pfeiffer Vacuum werde sich 2013 in jedem Fall darauf konzentrieren die Profitabilität weiter zu steigern.

 Die Börse quittierte die Nachrichten aus Aßlar mit einem deutlichen Kurseinbruch der Pfeiffer-Vacuum-Aktie. Bis 12:36 Uhr verlor sie 3,3 Prozent und fiel auf 86,79 Euro. Damit war sie allerdings immer noch 1,4 Prozent teurer als vor einem Monat und lag 9,7 Prozent über dem Kurs vor einem Jahr.  , die Profitabilität zu steigern.


Das Analystenteam Markus Friebel und Elena Plakhina von der WGZ Bank zeigten sich enttäuscht von den nun bekanntgegebenen Eckdaten von Pfeiffer Vacuum. Sie gehen davon aus, dass die Aktie weiter an Boden verliert und bis auf 75 Euro abstürzen könnte. Ihre neue Empfehlung lautet, den Anteilsschein zu verkaufen, vormals hatten Sie zum „Halten“ der Aktie geraten. Pfeiffer habe eigene Zielvorgaben nicht erreicht. Außerdem spreche das schwache Neugeschäft und die von Konzernvorstand Bender angesprochene Unsicherheit im Markt dafür, dass der Aktienkurs weiter falle, so die Analysten. Desweiteren passten die Experten die Mittelfristprognose für den Ertrag je Aktie (EPS) von Pfeiffer Vacuum deutlich nach unten an. Für 2013 rechnen sie mit 4,93 Euro EPS statt 5,80 Euro und für 2014 erwarten sie nun 5,77 Euro EPS anstelle von 6,16 Euro.


Wolfgang Donie, Analyst der Nord LB, stuft die nicht testierten Zahlen des Solarausrüsters ebenfalls als „nicht überzeugend“ ein. Dennoch fällt sein Urteil über das weitere Kurspotenzial der Pfeiffer-Aktie weniger hart aus. Er geht davon aus, dass sie nicht wesentlich unter 83 Euro fallen wird und hält seine Empfehleung „Halten“ weiter aufrecht. Die Nord LB habe ihre Erwartungen im Bezug auf die Dividende je Aktie zwar gesenkt. Dennoch sei trotz der schwachen Auftragslage zum Jahresende weiter davon auszugehen, dass Pfeiffer Vacuuum 2013 mit 489,4 Millionen Euro Umsatz und 74,8 Millionen Euro EBIT abschließen werde. Das sei möglich weil die Nachfrage spätestens im zweiten Halbjahr anziehen werde.

Pfeiffer Vacuum Technology AG: ISIN DE0006916604 / WKN 691660
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