Rad aus dem Sortiment der MIFA AG. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Meldungen

Vorläufige Zahlen und düsterer Ausblick lassen MIFA-Aktie abstürzen

Das Ausmaß der finanziellen Schieflage des Fahrradherstellers Mitteldeutsche Fahrradwerke AG (MIFA) ist mit der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen für 2013 deutlicher geworden. Und die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr zeichnet die Unternehmensführung düster. Der Aktienkurs der MIFA AG stürzte daraufhin bis zum Nachmittag um 18 Prozent ab auf 1,06 Euro.

Das Unternehmen aus Sangerhausen beendete 2013 der vorläufigen Bilanz zufolge mit 11,1 Millionen Euro Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT), nach 8 Millionen Euro EBIT-Verlust im Vorjahreszeitraum. Dabei lag der Umsatz  mit 110,7 Millionen Euro 2,7 Prozent über dem Vorjahr. Unterm Strich entstand 2013 ein Konzernfehlbetrag von 13,2 Millionen Euro. Der Bilanzverlust belief sich auf 29,6 Millionen Euro nach 16,4 Millionen Euro Bilanzverlust in 2012. Die Eigenkapitalquote fiel auf 4,8 Prozent nach 21,3 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Hoffnung auf schwarze Zahlen in 2015


Das laufende Jahr sei ein „Jahr der Restrukturierung“, erklärte die Unternehmensführung. Daher werde MIFA 2014 weniger Umsatz erzielen und weiter rote Zahlen schreiben. Allerdings hoffen die Verantwortlichen, 2015 in die Gewinnzone zurückzukehren: „Bei erfolgreicher Umsetzung im geplanten zeitlichen Rahmen rechnen wir schon im Geschäftsjahr 2015 mit einem leicht positiven Ergebnis“, erklärte der für die Sanierung verantwortliche Vorstand Dr. Stefan Weniger.


„Wir haben bei unserer Amtsübernahme im März beziehungsweise April dieses Jahres eine sehr schwierige Situation vorgefunden. Doch seither haben wir bereits einiges bewegt. Mit dem indischen Fahrradhersteller Hero Cycles steht der Einstieg eines wichtigen strategischen Investors bevor“, sagt  der Vorstandsvorsitzende Peter Barth. Barth hatte den MIFA-Gründer Peter Wicht abgelöst, der sich Ende März zurückzog und gegen den wegen gegen der Bilanzfehler, die MIFA in die Krise stürzten, ermittelt wird (ECOreporter.de  berichtete).  


Durch den Einstieg des indischen Fahrradherstellers Hero Cycles  habe MIFA nicht nur die Chance, dringend benötigtes Restrukturierungskapital zu generieren, sondern gewinne zudem einen starken Partner für unser operatives Geschäft, so Barth weiter. „Mit der jüngst kommunizierten geplanten Sanierungsstruktur können wir den Nährboden für eine profitable Zukunft der MIFA auslegen“, fuhr der Vorstandsvorsitzender der MIFA fort. Das Konzept verlangt sowohl von den MIFA-Anlegern harte Einschnitte (mehr lesen Sie  hier).

Mitteldeutsche Fahrradwerke AG (MIFA): ISIN DE000A0B95Y8 / WKN A0B95Y

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