30.12.09 Erneuerbare Energie

Vorrang für Grünstrom in Chinas Energieversorgung beschlossen

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien in China wird derzeit insbesondere von dem schwachen und unzureichenden Leitungsnetz gebremst. Hier setzt nun ein neues Gesetz an, das laut verschiedenen Medienberichten des Landes ein Komitee des Volkkongresses verabschiedet hat. Demnach werden die Energieversorger des Landes dazu verpflichtet, sämtlichen erzeugten Grünstrom abzunehmen. Dabei spiele es keine Rolle, ob es für die Energieunternehmen günstiger wäre, Kohlestrom weiterzuleiten. Wenn sie den Vorrang von Grünstrom missachten, müssen sie den Einnahmeausfall der Anbieter von alternativ erzeugter Energie in doppelter Höhe ersetzen.

China will den Ausbau der Erneuerbaren Energien im kommenden Jahrzehnt deutlich forcieren. Deren Anteil an der Energieversorgung soll von derzeit neun Prozent auf mindestens 15 Prozent in 2020 ansteigen. Vor allem in der Windkraft übersteigt das Wachstum schon jetzt die Übertragungskapazitäten. Nachdem sich die Windkraftleistung in den letzten drei Jahren jeweils verdoppelt hat, gibt es schon heute für jedes dritte der in China aufgestellten Windräder keinen Netzanschluss, wie die Cleantech-Experte von Jefferies International festgestellt haben (wir Opens external link in new windowberichteten im Oktober darüber). Bis Ende 2011 sollen die Windkraftkapazitäten laut Regierungsangaben von etwa 12 Gigawatt Ende 2008 auf 30 Gigawatt ansteigen. Damit würde China weltweit die Spitzenposition einnehmen.
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