Photovoltaik-Projekt der S.A.G. / Quelle: Unternehmen

15.12.14 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Vorstand der S.A.G. Solarstrom AG wird das Nachfolgeunternehmen nicht leiten

Ein weiterer deutscher Solarpionier gerät nun endgültig in die Hände der chinesischen Konkurrenz. Anders als zunächst erklärt wird der langjährige Vorstand der S.A.G. Solarstrom AG aus Freiburg nicht die Geschäftsführung der S.A.G. Solar GmbH & Co. KG übernehmen. Die chinesische Shunfeng Clean Energy Gruppe hat vor wenigen Monaten den Solarprojektierer übernommen, der vor einem Jahr abrupt in Schieflage geraten war und Insolvenz anmelden musste. Das Unternehmen wird jetzt als S.A.G. Solar GmbH & Co. KG fortgeführt. Die neue Eigentümerin habe dem Management der S.A.G. Solarstrom AG angeboten, auch die neue S.A.G. Solar Gruppe zu führen, hatte es noch vor wenigen Wochen geheißen. „Es wurde keine Einigung darüber erzielt, dass die Mitglieder des Vorstandes zukünftig für die Shunfeng Clean Energy Gruppe arbeiten werden“, hieß es nun. Damit werden der Vorstandsvorsitzende Dr. Karl Kuhlmann und die Vorstandsmitglieder Ulrich Kenk und Karin Schopf ausscheiden. Vertriebsvorstand Oliver Günther hatte sich schon vor geraumer Zeit verabschiedet.

Die S.A.G. Solarstrom AG war im April 1999 das erste deutsche Solarunternehmen gewesen, das an die Börse ging. Nun soll in wenigen Monaten die Aktie vom Kurszettel verschwinden. Noch im Frühjahr 2013 hatte das Solarunternehmen für das Geschäftsjahr 2012 einen Gewinn ausgewiesen und eine Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Im Dezember 2013 war das Unternehmen dann insolvent. 2013 war ein hoher Verlust entstanden. Als Erklärung dienten Verzögerungen bei britischen Großprojekten und bei Einnahmen aus Projekten in Italien.

S.A.G. Solarstrom AG: ISIN DE0007021008 / WKN 702 100
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