Die Schienenproduktion und die Schienenlogistik sollen künftig Kerngeschäft von Vossloh sein. Die Fertigung von Lokomotiven und Straßenbahnen steht kurz vor dem Verkauf. / Foto: Unternehmen

30.10.15 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Vossloh AG legt Zahlen vor - Lokomotiven-Sparte bald weg?

Die Vossloh AG macht offenbar Fortschritte bei der Sanierung. In der Hoffnung, bald schon die Lokomotiven-Sparte loszuwerden, führt der Bahntechnikkonzern dieses Geschäftsfeld in der aktuellen Bilanz für die ersten neun Monate unter „nicht fortzuführende Aktivitäten“. Ohne diese Sparte weist Vossloh einen Gewinn vor Steuern und Zinsen aus (EBIT) aus, mit ihr kommt der Konzern auf einen dreistelligen Millionenverlust.

Die Vossloh AG hat in den ersten neun Monaten 2015 867 Millionen Euro Umsatz erzielt und dabei einen EBIT-Ertrag von 29,3 Millionen Euro erzielt. Im Vorjahreszeitraum hatte Vossloh 819 Millionen Euro Umsatz erzielt und einen EBIT-Verlust von 158,4 Millionen Euro eingefahren. Weil der Konzern nach eigenen Angaben im Begriff ist, die in Spanien ansässige Sparte „Rail Vehicles“ zu verkaufen, läuft diese in der aktuellen Bilanz lediglich als „nicht fortzuführende Aktivität“.

Im dritten Quartal 2015 steigerte Vossloh den Umsatz um 3,2 Prozent auf 302 Millionen Euro. Das Quartals-EBIT erreichte 17,8 Millionen Euro nach 8,4 Millionen Euro EBIT-Verlust im Vorjahreszeitraum.

Die Vossloh AG war 2014 unter Druck geraten und hatte im Dezember 2014 ein Sanierungskonzept auf den Weg gebracht. Der Verkauf der Lokomotiven-Sparte sei Teil dieses Konzepts hieß es. Die Gespräche mit potenziellen Käufern seien so weit fortgeschritten, dass die neue Form der Bilanzierung gerechtfertigt sei.  Das Geschäft werde voraussichtlich „innerhalb der kommenden Monate“ vollzogen, hieß es.

Vossloh AG: ISIN DE0007667107 / WKN 766710

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