Biogastechnolobie und Dienstleistungen sind Kerngeschäftsbereiche von Bebra Biogas. / Bildquelle: Fotolia

  Wachhund

Wachhund: Bebra Biogas erweitert Italien-Vertrieb

Zur Erschließung des italienischen Biogasmarktes hat die Bebra Biogas AG mit Sitz in Hamburg eine Vertriebskooperation geschlossen. Neuer Partner, der die Biogasanlagen von Bebra künftig in Italien verkauft, sei die SolarElit S.p.A. aus Mailand, teilt Bebra Biogas mit. Italien verfüge über die europaweit höchsten Einspeisevergütungen für Strom aus Biogas.

Die Bebra Biogas Gruppe ist die Nachfolgefirma des Dortmunder PCB-Skandal-Unternehmens Envio AG. Dieses ist für einen der größten Umweltskandale der jüngeren Geschichte der Bundesrepublik verantwortlich. Auf dem Gelände der Envio AG am Hamburger Hafen waren jahrelang PCB-haltige Transformatoren unsachgemäß demontiert und entsorgt worden, was das Gelände und die Mitarbeiter des Unternehmens schwer verseuchte. Die Bezirksregierung Arnsberg hatte den ehmaligen Envio-Vorstand und jetzigen Geschäftsführer der Bebra Biogas AG, Dirk Neupert, verklagt, die Sanierungskosten des ehemaligen Envio-Betriebsgeländes – geschätzte 5,6 Millionen Euro – zu tragen. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen wies die Klage im April 2013 ab, indem es entschied, Neupert sei persönlich nicht haftbar, weil nicht er der offizielle Betreiber der Entsorgungsanlage in Dortmund gewesen sei, sondern Envio.

Im Dezember 2011 wurde das Insolvenzverfahren gegen die Envio AG eröffnet. Die Führungsspitze der Envio AG hatte zuvor das Kerngeschäft auf Biogasanlagenbau sowie damit verbundene Dienstleistungen und den Unternehmenssitz nach Hamburg verlegt. Schon nach kurzer Zeit startete auch die Bebra-Biogas-Aktie - zunächst nur im Freiverkehr der Frankfurter Börse, es folgten die Handelsplätze Berlin und Hamburg.

ECOreporter.de führte schon die Envio AG in der Wachhundrubrik, gleiches gilt für Bebra Biogas.

Bebra Biogas Holding AG: ISIN DE000A0Z23D3 /WKN A0Z23D  

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