14.05.10 Nachhaltige Aktien , Meldungen , Wachhund

Wachhund: Staatsanwaltschaft untersucht neue Vorwürfe gegen Entsorgungsspezialistin

Nach der teilweisen Betriebsstillegung des börsennotierten Dortmunder Recycling-Unternehmens Envio AG wegen Schadstoffgrenzwertüberschreitungen Anfang des Monats (ECOreporter.de Opens external link in new windowberichtete), gibt es in dem Fall neue Entwicklungen: Medienberichten zufolge geht die zuständige Bezirksregierung Arnsberg neuen Hinweisen nach, die darauf hindeuten, dass bei der Envio AG PCB-belastete Transformatoren auch im Freien zerlegt worden sein sollen.


Gegenüber einer Dortmunder Lokalzeitung hatte die zuständige Oberstaatsanwältin Dr. Ina Holznagel bestätigt, dass nun wegen des „Anfangsverdachts einer Umweltstraftat“ ermittelt wird. Dem Zeugen zufolge, soll der Konzern über einen längeren Zeitraum hinweg am Dortmunder Hafen die Trafos im Freien demontiert haben, die für die Halle zu groß gewesen seien. Überdies sollen an Schrotthändler falsche Wischproben ausgehändigt worden sein. Inwiefern sich dieser Umgang mit Schadstoffen auf andere Anlieger des Gewerbegebiets am Hafen ausgewirkt haben kann, werde ebenfalls ermittelt.


Zur Schließung der „Weißen Halle“ von Envio war es Anfang des Monats gekommen. Proben auf dem Firmengelände hatten ergeben, dass Grenzwerte innerhalb eines Transformators 150-fach überschritten worden waren.


An der Frankfurter Börse setzte sich die Talfahrt der Envio-Aktie seit Bekanntwerden der Teilschließung weiter fort. Im Vergleich zum Vortag verlor die Aktie bis zum Vormittag 4,29 Prozent oder 0,16 Euro an Wert. Sie sank auf 3,57 Euro. In den vergangenen acht Wochen büßte die Envio-Aktie rund 19 Prozent an Wert ein.

Envio AG: ISIN DE000A0N4P19 / WKN A0N4P1
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