Nachhaltige Aktien, Meldungen

Wacker Chemie AG erwartet Einbruch in 2009 – neue Höchstwerte im Geschäftsjahr 2008

Einen Rückgang bei Umsatz und Ertrag im laufenden Geschäftsjahr kündigt die Wacker Chemie AG aus München an. Vor allem das Geschäft mit Siliciumwafern werde sich schwierig entwickeln. Wie hoch der Rückgang genau ausfallen werde, lasse sich wegen der konjunkturellen Unsicherheiten gegenwärtig noch nicht verlässlich prognostizieren, so Wacker. Der Konzern versucht laut der Meldung gegenzusteuern. Man habe bereits ein Bündel von Maßnahmen beschlossen und umgesetzt, heißt es. Wacker hat demnach für einen Zeitraum von zunächst jeweils sechs Monaten Kurzarbeit beantragt. Weitere Maßnahmen seien die vorübergehende Abschaltung von Anlagen, Budgeteinsparungen, eine modifizierte Investitionsplanung und die sichere Finanzierung des operativen Geschäftes.

Rudolf Staudigl, Konzernchef der Wacker Chemie, sagte am Mittwoch in München: "Nach dem Rekordjahr 2008 wird das Fahrwasser für uns nun deutlich rauer. Aber obwohl wir kein einfaches Jahr vor uns haben, halten wir unverändert an unserer langfristigen Wachstumsstrategie fest. Unsere Investitionen sollen auch 2009 auf einem hohen Niveau bleiben, damit wir unsere Wachstumspotenziale vor allem auf dem Solarmarkt ausschöpfen können.“

Im Geschäftsjahr 2008 seien sowohl beim Umsatz als auch beim Jahresergebnis neue Höchstwerte erreicht worden, so Wacker Chemie weiter. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg demnach um gut 5 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro (Vorjahr 1,00 Milliarden Euro). Das Jahresergebnis nach Steuern beträgt 438 Millionen Euro (Vorjahr 422 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie stieg auf 8,84 Euro (Vorjahr 8,49 Euro). Der Konzernumsatz wuchs um 14 Prozent auf 4,30 Milliarden Euro (Vorjahr 3,78 Milliarden Euro). Der Umsatzanteil des Auslandsgeschäfts belief sich auf 78 Prozent.

Wie das Unternehmen weiter mitteilt, kletterte der Gesamtumsatz im Geschäftsbereich Polysilicon um 81 Prozent auf 828 Millionen Euro (Vorjahr 457 Millionen Euro). Das Umsatzplus resultiere aus den höheren Absatzmengen durch den Ausbau der Produktionskapazitäten sowie aus höheren Preisen. Die Produktionsmenge bei Polysilicium stieg gegenüber dem Vorjahr um über 40 Prozent auf 11.900 Tonnen. Mit einem Umsatz in zweistelliger Millionenhöhe habe erstmals auch das Gemeinschaftsunternehmen Wacker Schott Solar mit seiner neuen Produktionsanlage für multikristalline Siliciumwafer am Standort Jena zum Wachstum beigetragen. Das EBITDA der Sparte sprang um 132 Prozent auf 422 Millionen Euro (Vorjahr 182 Millionen Euro).

Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung eine Dividende von 1,80 Euro vorschlagen. Im Geschäftsjahr 2007 hatte die Dividende 2,25 Euro betragen. Zusätzlich war ein Sonderbonus von 0,75 Euro ausgeschüttet worden.

Wacker Chemie AG: ISIN DE000WCH8881 / WKN WCH888
Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x