Wacker Chemie AG: Neue Anlage für pyrogene Kieselsäuren in den USA

Die Wacker Chemie AG will die Siliziumproduktion an ihrem US-Standort Charleston um eine Produktionsanlage für pyrogene Kieselsäuren ergänzen. Wir veröffentlichen die Mitteilung des Solarzulieferers dazu im Wortlaut.

Die untenstehende Meldung ist eine Original-Meldung des Unternehmens. Sie ist nicht von der ECOreporter.de-Redaktion bearbeitet. Die presserechtliche Verantwortlichkeit liegt bei dem meldenden Unternehmen.

Die Wacker Chemie AG wird an ihrem Standort Charleston im US-amerikanischen Bundesstaat Tennessee eine neue Produktionsanlage für pyrogene Kieselsäuren der Marke HDK® errichten. Das gab der Münchner Chemiekonzern heute bekannt. Das Investitionsvolumen für die neue Anlage mit einer Jahreskapazität von 13.000 Tonnen liegt voraussichtlich bei etwa 150 Mio. US-Dollar. Mit den Bauarbeiten wird im 2. Quartal des kommenden Jahres begonnen. Im Laufe des 1. Halbjahres 2019 soll die Anlage fertiggestellt sein. Dadurch entstehen am Standort Charleston voraussichtlich etwa 50 neue Arbeitsplätze. WACKER produziert in Charleston bereits hochreines Polysilicium für die Solar- und Halbleiterindustrie und beschäftigt dort rund 650 Mitarbeiter.
Destillationskolonnen am Polysiliciumstandort Charleston
Destillationskolonnen am Standort Charleston im US-Bundesstaat Tennessee. WACKER stellt dort hochreines Polysilicium für die Solarindustrie her. In der neuen Anlage für pyrogene Kieselsäuren kann WACKER das bei der Herstellung von Polysilicium anfallende Nebenprodukt Tetrachlorsilan wertschöpfend zu HDK® weiterverarbeiten.

„Die zusätzlichen Kapazitäten stärken unsere Marktposition als einer der weltweit führenden Hersteller von pyrogenen Kieselsäuren und helfen uns dabei, die wachsende Nachfrage unserer Kunden zu begleiten“, sagte WACKER-Vorstandschef Rudolf Staudigl. „Die neue Anlage ist der nächste logische Schritt, um Charleston zu einem voll integrierten Siliciumstandort im zweitgrößten Chemiemarkt der Welt auszubauen“, unterstrich Staudigl die strategische Bedeutung der Investition.

Die neue Anlage ist eine wichtige Ergänzung in der Wertschöpfungskette am Standort Charleston. Bei der Herstellung von Polysilicium fällt als wichtigstes Nebenprodukt Tetrachlorsilan an. Dieser Stoff muss entweder umgewandelt und wieder in den Produktionskreislauf eingespeist werden oder kann wertschöpfend zu HDK® weiterverarbeitet werden. Ein Verbund aus Polysilicium- und HDK®-Produktion, wie ihn WACKER bereits an seinen deutschen Standorten Burghausen und Nünchritz betreibt, ermöglicht maximale Flexibilität bei der Aufarbeitung von Tetrachlorsilan, vermeidet die Entsorgung von Nebenanfällen und steigert so die Wirtschaftlichkeit des gesamten Produktionsverbundes.

WACKER produziert pyrogene Kieselsäuren unter der Markenbezeichnung HDK® in Deutschland an den Standorten Burghausen und Nünchritz sowie in China am Standort Zhangjiagang. Der Münchner Chemiekonzern ist in diesem Bereich der drittgrößte Hersteller weltweit. Das hochreine, amorphe Siliciumdioxid in Pulverform wird als Füllstoff in Siliconelastomeren, als Additiv zur Steuerung der Fließfähigkeit in Lacken, Klebstoffen, UP-Harzen und Plastisolen oder als Rieselhilfe eingesetzt, etwa in der Kosmetik-, Pharma- oder Lebensmittelindustrie.


Kontakt:

Wacker Chemie AG
Presse und Information
Christof Bachmair
Tel. +49 89 6279-1830
E-Mail christof.bachmair@wacker.com

Kontakt für Analysten und Investoren
Wacker Chemie AG
Investor Relations
Joerg Hoffmann
Tel. +49 89 6279-1633
E-Mail joerg.hoffmann@wacker.com

Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x