16.11.09 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Waggonvermieter widersteht der Krise – nur leichte Einbußen nach neun Monaten

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres verzeichnet das Waggonvermiet- und Schienenlogistikunternehmen VTG AG leicht rückläufige Erlöse. Laut dem Unternehmen mit Sitz in Hamburg sank der Konzernumsatz um 4,4 Prozent auf 430,5 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich gegenüber dem bereinigten Vorjahreswert um 2,9 Prozent auf 112,4 Millionen Euro.

„Wir haben in den vergangenen zwölf Monaten bewiesen, dass wir selbst in der schwersten Wirtschaftskrise Umsatzvolumen und Ertragskraft weitestgehend auf dem Niveau des Rekordjahres 2008 bewahren konnten“, so Dr. Heiko Fischer, Vorstandsvorsitzender der VTG Aktiengesellschaft. Im größten Geschäftsbereich Waggonvermietung der Gesellschaft liegt die Nachfrage nach den rund 50.000 Waggons den Angaben zufolge trotz der wirtschaftlichen Schwächephase mit einem Auslastungsgrad von 88,1 Prozent auf einem guten Niveau. Im Vergleich zum 30. Juni sei sie nur geringfügig um 0,8 Prozentpunkte zurückgegangen und habe damit den leichten Rückgang seit dem Rekordniveau von 93,9 Prozent zum 30. September 2008 verlangsamt. In einigen Waggonsegmenten steige die Nachfrage sogar wieder.

VTG erwartet der Meldung zufolge keine schnelle Erholung der Wirtschaft. Das Marktumfeld werde in 2009 unverändert schwierig bleiben. Die langsam anziehende Konjunktur werde sich jedoch weiterhin positiv auf alle Geschäftsbereiche auswirken. Insgesamt erwartet der Konzern für das Gesamtjahr 2009 einen Rückgang bei Umsatz und EBITDA von jeweils rund fünf Prozent.

Wie das Unternehmen in einer zweiten Pressemeldung berichtet, plant es, einen großen Teil seiner Waggonflotte mit stärkeren Achsen auszurüsten. Mit besonders sicheren Radsätzen wolle man zu mehr Sicherheit im europäischen Schienengüterverkehr beitragen, so VTG. Dazu würden alle Neubauwagen mit stärkeren und damit höher belastbaren Achsen ausgestattet als es das zulässige Gesamtgewicht erfordert. Gleichzeitig sollen alle im Einsatz befindlichen Waggons mit deutscher und österreichischer Registrierung im Rahmen der laufenden Instandhaltung ebenfalls stärkere Radsätze erhalten. Das Programm umfasse über die kommenden acht bis zehn Jahre neben den Neubauwagen zunächst bis zu 20.000 Waggons der VTG Flotte. Die zeitliche Streckung der Maßnahme ermögliche es, zusätzliche Ausfallzeiten für Waggons zu vermeiden. Den Kosten des Programms stünden teilweise Einsparungen bei der Instandhaltung vorhandener Radsätze gegenüber.

Die VTG-Aktie verlor in Frankfurt 1,84 Prozent auf 10,67 Euro (11:02 Uhr). Der Tiefstkurs der Aktie im laufenden Jahr lag bei 5,21 Euro (5. Februar), gleichzeitig war dies der tiefste Kurs der letzten zwei Jahre. Ihren Höchstkurs 2009 erreichte die Aktie am 13. November bei 10,87 Euro, vor einem Jahr kostete sie 8,79 Euro, vor zwei Jahren 18 Euro.

VTG AG: ISIN DE000VTG9999 / WKN VTG999
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