15.07.11 Erneuerbare Energie

Wagniskapital im Cleantech-Sektor rückläufig

Im zweiten Quartal 2011 ist weltweit deutlich weniger Wagniskapital in den Cleantech-Sektor geflossen. In den relevanten Märkten Europa, Nordamerika, China und Indien investierten Wagniskapitalgeber 1,8 Milliarden Dollar in 161 Beteiligungsgeschäfte. Verglichen mit dem Vorjahresquzartal sanken diese Neuinvestitionen damit um 10 Prozent. Dies geht aus vorläufigen Berechnungen der Cleantech Group hervor. Im zweiten Quartal 2010 waren der Branche demnach noch 2,03 Milliarden Dollar frisches Wagniskapital zugeflossen. In den ersten drei Monaten 2011 hatten Wagniskapitalgesellschaften 2,75 Miliarden Dollar neu in Cleantech-Unternehmen investiert.


Das meiste neu investierte Wagniskapital wurde auch im zweiten Quartal 2011 in Unternehmen aus dem Bereich Effizienz gesteckt. Mit 428 Millionen Dollar lag die Branche vor der Solarbranche mit 363 Millionen Dollar. Auf Rang 3 landete der Biospritsektor mit 237 Millionen Dollar neu investierten Wagniskapitals.


Die Zahl der Cleantech-Börsengänge und -Übernahmen blieb der Studie zufolge auf Jahressicht stabil. Die meisten Börsendebütanten kamen aus China, während der weltweit aktivste Sektor die Biospritbranche war. Den größten Börsengang des Vergleichszeitraums schaffte die Huaneng Renewable Energy. Der chinesische Konzern verfügt über ein großes Windkraftportfolio und warb bei seinem Debüt am Handelsplatz Hongkong 800 Millionen Dollar ein.


Die finanziell größten Übernahmen des zweiten Quartals 2011 vollzogen die französische Total und die japanische Toshiba. Für 60 Prozent der Unternehmensanteile am US-Solarkonzern SunPower zahlte Total 1,37 Milliarden US-Dollar (ECOreporter.de Opens external link in new windowberichtete). Übertroffen wurde dies nur noch vom Technologiekonzern Toshiba, der für 2,3 Milliarden Dollar die Mehrheit an Landis + Gyr übernahm. Die neue Toshiba-Tochter ist ein Akteur am Markt Intelligente Stromnetze.
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