Baumschule von ForestFinance. / Quelle: Unternehmen

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Waldinvestment-Anbieter ForestFinance wehrt sich gegen Kritik in der 'Zeit'

ForestFinance, ein auf nachhaltige Holzinvestments spezialisiertes Unternehmen aus Bonn, wehrt sich gegen schwere Kritik in einem Artikel der 'Zeit'. Seine Angebote würden „maßlos überteuert“ erscheinen, die in Aussicht gestellten „Renditeziele realitätsfern“, stellt der Journalist Heinz-Roger Dohms in dem Beitrag fest, der auch  online  verfügbar ist. ForestFinance bewirtschaftet in Lateinamerika und Asien rund 16.000 Hektar ökologische Agroforst- und Waldflächen (hier (Link entfernt)  gelangen Sie zu einem Kurzportrait des Unternehmens). Über verschiedene Formen von Direktbeteiligungen haben bislang rund 13.000 deutsche Kleinanlegern etwa 70 Millionen Euro in Angebote von ForestFinance investiert.

Der Artikel weist darauf hin, dass es mehrere Jahrzehnte dauern kann, bis etwa ein Teakbaum so stark gewachsen ist, dass er gefällt und zu Geld gemacht werden kann. Anleger müssten also viel Vertrauen in die Renditeprognose von Waldinvestments wie die von ForestFinance haben. Die Schlussforgerung: „Die zeitliche Asymmetrie zwischen Investment und Ausschüttung schafft ein Umfeld, in dem Betrug oder grobe Fehlkalkulationen gedeihen können.“ Auch führt der Artikel an, dass bei ForestFinance „offensichtlich jede Menge Geld versickert“ und Branchenfachleute die Ertragsberechnungen der Bonner als viel zu hoch einschätzen würden.

Harry Assenmacher, ForestFinance-Gründer und Vorsitzender der Geschäftsführung, reagiert empört auf den Bericht in der 'Zeit'. Er hat über Jahrzehnte selbst als Jounalist gearbeitet und wirft dem Autor des Beitrags unter anderem vor, Stimmung gegen sein Unternehmen zu machen, Aspekte bewusst einseitig beleuchtet und Argumente ausgeblendet zu haben, die für ForestFinance sprechen. Der Artikel setze auf eine „Vermischung von Daten, Zahlen, Fakten, die nichts miteinander zu tun haben“, so Assenmacher. Besonders stößt ihm auf, dass Dohms sein Unternehmen in eine Reihe setze mit dem Windkraftunternehmen Prokon, das im Januar einen Insolvenzantrag gestellt hat, weshalb Anleger, die insgesamt 1,4 Milliarden Euro in Genussrechte von Prokon investiert haben, um ihr Investment fürchten müssen (hier (Link entfernt)  erfahren Sie mehr darüber). Dabei seien die beiden Unternehmen in unterschiedlichen Branchen tätig. Auch seien die Anlagekonzepte grundverschieden: Bei Prokon hätten Anleger Kapital für ein Geschäftsmodell zur Verfügung gestellt. Dagegen würden Anleger bei ForestFinance in eine Dienstleistung investieren. So würden beim Angebot BaumSparVertrag seines Unternehmens für eine monatliche Sparsumme tropische Edelhölzer aufgeforstet, nach 25 Jahren geerntet und vermarktet.

Bildhinweis: Es dauert viele Jahre, bis ein Teakbaum solch einen Umfang erreicht. / Quelle: ForestFinance

Den Vorwurf der übertriebenen Ertragsaussichten in den Angeboten der Bonner stützt Dohms in seinem Artikel unter anderem auf eine Studie zu Teak-Preisen. Assenmacher gibt an, man habe selbst einen Blick in die genannten Untersuchungen geworfen und habe darin „keine Differenz zu unseren seit Jahren vertretene Position zu Preisen und Anbau von Teak“ finden können. Seine Feststellung: „Unsere Kalkulationen werden durch diese Studie nicht widerlegt. Wir sind der Ansicht, dass der Autor entweder diese Studien nicht aufmerksam zur Kenntnis genommen hat, nicht in ihrer Aussage korrekt rezipiert hat oder – wissentlich oder unwissentlich – die Aussagen dieser Studien nicht zutreffend wiedergegeben hat“. Vor allem betont Assenmacher, dass ForestFinance keinesfalls wie im Artikel der 'Zeit' behauptet zehn Prozent Rendite verspreche, sondern vielmehr eine Ertragsprognose von null bis zehn Prozent veröffentlicht habe, dabei ein mittleres Szenario von fünf bis sieben Prozent für am wahrscheinlichsten darstelle und zudem deutlich auch auf ein Totalverlustrisiko hinweise.
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