Ein Elektroauto von BMW: Eine aktuelle Studie des Center of Automotive Management zeigt, dass BMW im Bereich Innovationen gegenüber Konkurrenten Boden verloren hat. / Foto: Unternehmen

17.05.17 Aktientipps , Aktien-Favoriten

Warum BMW ein nachhaltiger Dividendenkönig bleibt

Unter den Auto-Aktien ist BMW ein nachhaltiger Dividendenkönig. Die BMW-Aktie hat zuletzt geschwächelt. Dabei meldete der Autobauer für das erste Quartal Verbesserungen bei Ergebnis, Umsatz und Absatzzahlen. Sollten Anleger an der BMW-Aktie festhalten?


BMW, weltweit einer der größten Fahrzeughersteller, steigerte das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) im ersten Quartal 2017 im Vergleich zur Vorjahresperiode um fast 27 Prozent auf mehr als 3 Milliarden Euro. Der Umsatz wuchs um 10 Prozent auf 20,7 Milliarden Euro. Die Auslieferungen im Segment Automobile erhöhten sich um mehr als fünf Prozent auf knapp 587.000 Fahrzeuge. Auch der Bereich um Motorräder erzielte, trotz eines schwierigen Marktumfeldes, positive Absatzzahlen. Sie stiegen im ersten Quartal um 5,5 Prozent auf mehr als 35.600 Fahrzeuge. Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand eine leichte Ergebnisverbesserung gegenüber 2016 an.

Muss BMW bei der Elektromobilität mehr Tempo machen?

Trotz der guten Geschäftsentwicklung gab es vor wenigen Tagen auf der BMW-Hauptversammlung aber auch Kritik von Aktionärsschützern an der Konzernführung. So forderte die Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz mehr Tempo beim Ausbau des wichtigen Segments der Elektroautos. Eine aktuelle Studie des Center of Automotive Management (Zentrum für Automobil Management) hat ergeben, dass BMW im Bereich Innovationen – und dazu gehört auch der Ausbau von Elektromobilität – Boden verloren hat. Die Münchener liegen demnach nur noch auf Platz 4, und wurden erst kürzlich vom US-amerikanischen Elektroauto-Pionier Tesla von Platz 3 verdrängt. Die Liste wird angeführt von Volkswagen und Daimler.

BMW-Chef Harald Krüger stellte sich gegen die Studienergebnisse, BMW sei für die kommenden Jahre im Bereich Elektromobilität sehr gut aufgestellt, sagte er. "Die Nachfrage zieht deutlich an und das elektrisch angetriebene Modell 'i3' gehöre weltweit zu den drei meistverkauften Elektro-Modellen", so der Konzernchef. Die Nachfrage nach Elektromodellen sei im Vergleich zum Vorjahr um über 80 Prozent gestiegen. Im laufenden Jahr will BMW mehr als 100.000 Elektroautos verkaufen.  
       
Aktionärsvertreter fordern noch mehr Dividende

Aktionärsvertreter kritisierten zudem die Dividendenpolitik des Konzerns und fordern eine höhere Dividende bei einer gleichzeitig gesteigerten Ausschüttungsquote. BWM hatte im Geschäftsjahr 2016 ein weiteres Rekordjahr erzielt, die Ausschüttung jedoch auf dem Niveau von 30 bis 40 Prozent des Konzerngewinns belassen Die Konzernführung will die Ausschüttungsquote nicht erhöhen, da der Großteil des Konzerngewinns in die kostenintensiven Bereiche um Elektromobilität und Digitalisierung fließen soll. Dies sei eine weitaus wichtige Investition in die Zukunft von BMW, hieß es dazu.    

Konkret schüttet BMW für das vergangene Bilanzjahr 2016 eine Dividende von 3,50 Euro je Aktie aus, was eine Ausschüttungsquote von 33 Prozent bedeutet. Die Dividende stieg damit um 0,30 Euro und ist damit so hoch ausgefallen wie nie zuvor. Bei einem Aktienkurs von aktuell 86,70 Euro (Xetra, 16.5., 18 Uhr) ergibt sich eine starke Dividendenrendite von mehr als 4 Prozent.    

Fazit

Anfang Mai hatte die BMW-Aktie schon über 90 Euro notiert, danach setzte ein leichter Kursabschwung ein. Auf Jahressicht hat sich die BMW-Aktie mit mehr als 18 Prozent aber stark entwickelt. Die Wachstumsaussichten des Unternehmens sind gut, ebenso die Chancen auf Aktienkurssteigerungen. Für das Investment spricht zudem die hohe Dividende, die in den vergangenen sieben Jahren jedes Jahr gesteigert wurde.

Wir halten an der BMW-Aktie fest und bekräftigen unsere positive Einschätzung. Neu-Einsteiger sollten eine Position der Auto-Aktie aufbauen. Anleger, die bereits investiert sind und schon Buchgewinne erzielt haben, sollten die Beteiligung halten und an der Dividende teilhaben. Für BMW spricht auch das Wachstumspotential im Bereich Elektromobilität.

Wir führen BMW in der Auswahl von  ECOreporter-Favoriten-Aktien (Link entfernt)  als einen der  nachhaltigen Dividendenkönige (Link entfernt). Natürlich ist der Autokonzern an sich nicht nachhaltig. Es zeigt nur bessere Nachhaltigkeitsleistungen als andere große Autobauer (mehr Informationen dazu erhalten Sie im  BMW-Portrait vom April (Link entfernt)).

BMW AG: ISIN DE0005190003 / WKN 519000
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