Schienenbefestigungssystem der Vossloh AG. / Quelle: Unternehmen

27.11.13 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Was löste den Kursabsturz der Vossloh-Aktie aus?

Heute setzt sich der Kursverfall für die Aktie des Bahntechnikkonzerns Vossloh AG aus Werdohl im Sauerland fort. Der Anteilsschein verlor heute im Xetra bis 10:30 Uhr weitere vier Prozent auf 70,3 Euro. Vor der Bekanntgabe eines starken Einbruchs beim Umsatz und Ergebnis in den ersten neun Monaten 2013 vor einem Monat war die Aktie noch mit knapp 77 Euro gehandelt worden. Sie notiert nun wieder leicht unter dem Vorjahreskurs, nachdem sie im Frühjahr sogar die AMrke von 80 Euro klar übersprungen hatte.

Der aktuelle Kursverlust dürfte durch die Nachricht ausgelöst worden sein, dass sich  Gründerfamilie von Vossloh von einem großen Aktienpaket trennt. Laut einer Mitteilung vom gestrigen Abend will sie 22 Prozent der Anteile an institutionellen Investoren verkaufen. Das von der Bank Berenberg organisierte beschleunigte Bookbuilding soll bereits am heutigen Mittwoch abgeschlossen werden.

Zwar würde dies den Streubesitz der Anteile erhöhen, der bislang nur 33 Prozent beträgt. Aber damit entsteht neue Unsicherheit über die Zukunft des Unternehmens. Die Gründerfamilie von Vossloh war bislang mit knapp 32 Prozent der größter Einzelaktionär des Bahntechnikkonzerns und hatte sich gegen den zunehmenden Einfluss von Heinz Herrmann Thiele gewehrt. Der Milliardär und Inhaber des Bremsen-Herstellers Knorr-Bremse hat seit 2011 eine Beteiligung von 25 Prozent aufgebaut und in diesem Jahr den Vorsitz des Aufsichtsrates erlangt. Er wird nun wohl auch zum größten Anteilseigner aufsteigen. In diesem Jahr könne Thiele seine Beteiligung vergleichsweise günstig ausbauen. Ob er dies plant und welche Pläne er mit seinem Engagement bei Vossloh verfolgt, ist aber unbekannt.

Vossloh AG: ISIN DE0007667107 / WKN 766710
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