18.06.10 Aktientipps

Was spricht für die Aktie von First Solar?


So Götz Fischbeck von der BHF Bank. Nach seinen Informationen sind die Preise für Solarprodukte gegenwärtig stabil, vereinzelt werde angesichts der gegenwärtig hohen Nachfrage sogar versucht, Preiserhöhungen durchzusetzen. Doch im 4. Quartal seien viele Hersteller genötigt, ihre Lager zu leeren, damit die Bestände nicht die Abschlussbilanzen belasten. Spätestens dann dürfte vor allem ein Hersteller von Solarprodukten seine Preisvorteile ausspielen und die Konkurrenz weiter unter Druck setzen: die US-amerikanische First Solar.

Die Aktie des weltweit führenden Herstellers von kostengünstigen Dünnschicht-Modulen wird gleich von mehreren Experten zum Kauf empfohlen. Dazu zählt etwa Satya Kumar von Credit Suisse. Er stuft die Bewertung des Anteilsscheins von „Neutral“ auf „Outperform“ herauf und das Kursziel auf 150 US-Dollar. Das entspricht 121,3 Euro. Aktuell notiert das Papier an der Nasdaq bei 123,5 Dollar, in Frankfurt bei 99 Euro. Kumar geht davon aus, dass First Solar in 2010 deutlich mehr Solarmodule verkaufen kann als bislang angenommen. Auch das Jahr 2011 werde sich besser entwickeln als zuvor von vielen Börsianern befürchtet.

Ähnlich zuversichtlich äußert sich Robert W. Stone von Cowen & Co. Der US-Analyst geht davon aus, dass der weltweite Photovoltaikmarkt in diesem Jahr auf rund 11 Gigawatt (GW) anwachsen wird.  Dies trotz der angestrebten Kappungen der Solarstromvergütung in Deutschland, dem bei weitem größten Solarmarkt der Welt und trotz des aktuellen Engpasses bei Solarwechseltrichtern. Für 2011 rechnet er mit 11 bis 14 GW, wobei die Entwicklung stark von den Entwicklungen in Deutschland, Italien und den USA abhänge.

Stone begrüßt, dass First solar seine Produktionskapazitäten im deutschen Werk ausbauen will (wir Opens external link in new windowberichteten). Es sei die richtige Entscheidung, weiter auf den deutschen Markt zu setzen, der weiter großes Potential habe. Dagegen sei der spanische Solarmarkt so gut wie tot, erst recht angesichts der diskutierten weiteren Streichungen bei der Solarförderung durch die Regierung in Madrid. Dem Analysten zufolge wird die Nachfrage aus Italien weiter hoch sein. Es sei bei der anstehenden Anpassung der Solarstromvergütung allerdings mit einer Kürzung von 20 bis 25 Prozent zu rechnen. Vieles spricht laut Stone dafür, dass der Solarmarkt der Vereinigten Staaten weiter wachsen und eine zunehmende Nachfrage zeigen wird. Auch das spreche für die Aktie von First Soalr, die er weiter zum kauf empfielht.


First Solar Inc.: ISIN US3364331070 / WKN A0LEKM
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