Photovoltaikprojekt mit Modulen von Canadian Solar. / Quelle: Unternehmen

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Was steckt hinter dem Kurseinbruch der Aktie von Canadian Solar?

Nach dem starken vierten Quartal 2013 von Canadian Solar hat das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres die Erwartungen vieler Börsianer offenbar enttäuscht. Die Aktie des Solarkonzerns mit Hauptsitz in Guelph in der kanadischen Provinz Ontario verlor nach der Bekanntgabe der aktuellen Quartalszahlen an der Nasdaq zweistellig an Wert und die deutschen Börsen holten diese Entwicklung nach. Dabei sind die vorgelegten Zahlen alles andere als schlecht ausgefallen.

So gelang Canadian Solar nun auch im ersten Quartal die Rückkehr in die Gewinnzone, nachdem der Solarkonzern dies in 2013 erst im Jahresverlauf geschafft hatte. Er erzielte für den Zeitraum Januar bis März einen Nettogewinn von 3,8 Millionen Dollar oder sieben Dollarcent je Aktie. Im ersten Quartal 2013 hatte Canadian Solar noch einen Nettoverlust in Höhe von 4,4 Millionen Dollar oder zehn Dollarcent je Aktie erlitten. Der Quartalsumsatz sprang knapp 77 Prozent auf 466,3 Millionen Dollar. Das Wachstum erklärte Firmenchef Shawn Qu insbesondere mit gesteigerten Absätzen und leicht verbesserten Preisen. Zudem habe Canadian Solar die Produktionskosten weiter stark gesenkt.

Laut dem Chairman und Chief Executive Officer (CEO) von Canadian Solar hat der Solarkonzern im ersten Quartal Solartechnik mit einer Gesamtkapazität von 500 Megawatt (MW) ausgeliefert nach 340 MW im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen hat damit die zwischenzeitlich angehobene Quartalsprognose von 470 bis 490 MW übertroffen. Auch gelang es ihm, das margenstarke Geschäft mit der Entwicklung und dem Betrieb von Photovoltaikprojekten auszubauen. Der Einsatz der selbst produzierten Solarmodule für solche Projekte hat sich im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 23 auf 49 MW mehr als verdoppelt. Die sparte erhöhte ihren Anteil am Gesamtumsatz auf 27,4 Prozent nach 23,4 Prozent zum Jahresende 2013.

Shawn Qu führte dieses Quartalswachstum auf die weiter starke Nachfrage aus den bisherigen Kernmärkten Japan und Nordamerika zurück. Für das zweite Quartal kündigte er weitere Zuwächse an. Die Marge soll hier von zuletzt 14,7 auf 17 bis 19 Prozent ansteigen. Sie hatte allerdings Ende 2013 bereits bei 19,5 Prozent gelegen. Dieser Rückgang hat offenbar viele Börsianer verschreckt. Allerdings muss man wissen, dass das erste Quartal für Solarhersteller traditionell das schwächste ist, und zwar infolge der Witterung in den Wintermonaten. In Nordamerika lagen die Photovoltaikprojekte von Canadian Solar und deren Kunden buchstäblich auf Eis. Daher ist es kein Ausdruck operativer Schwäche, dass Canadian Solar schwächere Zahlen als im vierten Quartal veröffentlicht hat. Zudem hatte ein Feuer in einer Fertigungsstätte zu Produktionsausfällen geführt, die die Marge im ersten Quartal um ein Prozent drückte. Aber das Unternehmen kündigte an, dass die Zuständige Versicherung diesen Schaden im Jahresverlauf ausgleichen werde.

Im Gesamtjahr wird der Solarkonzern laut der Prgnose von Firmenchef Shawn Qu weiter zulegen. Er geht von Auslieferungen von insgesamt 2,5 bis 2,7 GW aus, während die Produktionskapazität im Jahresverlauf auf drei GW erhöht werden soll, um weiteres Wachstum zu ermöglichen. Der Jahresumsatz soll von 1,65 Milliarden Dollar m Vorjahr auf 2,7 bis 2,9 Milliarden Dollar ansteigen. Angesichts dieser Aussichten erscheint die jüngste Kurskorrektur übertrieben und die Gelegenheit günstig, diese aktuelle Kursschwäche für Zukäufe zu nutzen. Wir bekräftigen daher unsere erst in der vergangenen Woche veröffentliche  Empfehlung  für die Aktie von Canadian Solar.

Canadian Solar Inc: ISIN CA1366351098 / WKN A0LCUY
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