15.04.13 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wechsel im Photovoltaik-Aktien Index PPVX

Der Waferhersteller Woongjin Energy aus Südkorea ist nicht mehr im Solaraktienindex PPVX enthalten. Das Unternehmen wurde durch die chinesische Shunfeng Photovoltaic International (Börsensymbol 1165:HK in Hong Kong, ISIN KYG811701054) ersetzt. Das gaben die Indexbetreiber bekannt, die Photon Publishing GmbH aus Aachen und der Öko-Invest-Verlags-GmbH aus Wien. Shunfeng Photovoltaic habe mehr als vier Wochen eine um 50 Prozent höhere Marktkapitalisierung als das kleinste PPVX-Mitglied  Woongjin Energy gezeigt. Der Waferhersteller sei zuletzt lediglich mit rund 96 Millionen Euro am Markt kapitalisiert gewesen.

Shunfeng Photovoltaic International mit Hauptsitz in Changzhou produziert seit 2007 primär kristalline Solarzellen, seit kurzem auch Wafer. Dabei lag die nutzbare Kapazität für Zellen bei 420 MW und für Module bei 60 Megawatt im letzten Jahr; die Waferkapazität wurde bis Ende 2012 auf 200 MW ausgebaut. Im Geschäftsjahr 2012 wurde mit über 1.400 Mitarbeitern rund 373 Megawatt an Solarzellen und 13,4 Megawatt an Modulen ausgeliefert, im Jahr zuvor waren es 337 Megawatt Zellen und 14,3 Megawatt Module.

Damit erwirtschafte Shunfeng Photovoltaic zuletzt einen Jahresumsatz von 1,06 Milliarden Renminbi und ein Bruttogewinn von 64,98 Millionen Renminbi, was gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 46 bzw. um 69 Prozent bedeutet. Der Nettoverlust lag bei 186,34 Millionen Renminbi oder 11,95 Renminbi pro Aktie. An der Börse wird das Unternehmen derzeit mit dem 1,8-fachen des letzten Jahresumsatzes bewertet. Den Ausgabekurs von 1,11 Hongkong Dollar (im Juli 2011 an der Börse von Hongkong) hat die Aktie erst im Februar 2013 (Höchstkurs 1,30 Hongkong Dollar) wieder überschritten.

Die Marktkapitalisierung der 30 Firmen im PPVX beträgt derzeit rund 14,5 Milliarden Euro. Von den 30 PPVX-Firmen, die Marktkapitalisierungen zwischen rund 102 Millionen Euro (Nexolon) und rund 2,5 Milliarden Euro (First Solar) aufweisen, haben 17 ihren Sitz in Asien: Sie stammen aus China (8), Taiwan (8) und Korea (1). Die restlichen 13 verteilen sich auf die USA (8), Deutschland (3), Norwegen (1) und die Schweiz (1).
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