14.05.10 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wechselrichterhersteller mit Rekordquartalsergebnis – Lieferengpass hält an

Das erste Quartal 2010 war das erfolgreichste erste Quartal in der
Unternehmensgeschichte des Solarzulieferers SMA Technology AG. Dies geht aus der aktuellen Bilanz des Wechselrichterherstellers hervor. Demnach hat sich der Konzernumsatz der ersten drei Monate des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu vervierfacht: Er sprang von 86,7 Millionen Euro im ersten Quartal 2009 auf aktuell 339 Millionen Euro. Im Berichtszeitraum verkaufte SMA 1.288 Megawatt (MW) Wechselrichter-Leistung. Zum Vergleich: Zwölf Monate zuvor wies die Quartalsbilanz 243 MW aus. Der Auslandsanteil dieser Verkäufe betrug im ersten Quartal 38,8 Prozent und befand sich damit auf dem Niveau des Gesamtjahres 2009 von 38,4 Prozent. Im ersten Quartal 2009 hatte der Konzern mehr als die Hälfte seiner Wechselrichter im Ausland abgesetzt. Die damalige Quote belief sich auf 52,5 Prozent.


Noch beachtlicher fiel der Ergebnissprung im operativen Geschäft aus: Einem Betriebsergebnis (EBIT) von 6 Millionen Euro im ersten Jahresabschnitt 2009 steht 2010 ein EBIT in Höhe von 92,4 Millionen Euro entgegen. Damit erreichte die EBIT-Marge mit 27,2 Prozent ebenfalls Rekordniveau. Den Konzernüberschuss steigerte SMA von 5,5 Millionen auf 66,6 Millionen Euro
Euro). Das Ergebnis je Aktie liegt zum Bilanzstichtag 31. März bei 1,92
Euro Im ersten Quartal 2009 lag der Gewinn je Aktie noch bei 0,16 Euro.


Besonders im Inlandsgeschäft habe die Spezialistin für Wechselrichtertechnologie vom Boom der Solarbranche vor der für Juli beschlossenen Kappung der Einspeisevergütung profitiert. Im April hatte der Run auf Solaranlagen zu Lieferengpässen bei der SMA geführt. (ECOreporter.de Opens external link in new windowberichtete). Fehlende Kapazitäten in der Zulieferkette, bei insbesondere Halbleiterherstellern, führten weiterhin dazu, dass die SMA nicht alle Wechselrichteraufträge bis zum 30. Juni wie geplant ausliefern könne, hatte das Unternehmen jüngst erklärt. Der hieraus resultierende  Mangel an Elektronikkomponenten sei Grund für dramatische Lieferzeitverlängerungen, die besonders die Hersteller von Solar-Wechselrichtern treffe, so SMA Technology.

Der Vorstand der SMA geht davon aus, dass sich die Liefersituation in der zweiten Jahreshälfte wieder sukzessive verbessert. Aktuelle Informationen über die Liefersituation stellt die SMA auf ihrer Internetseite zur Verfügung.
Zusätzlich beflügelt worden sei das Ergebnis von einem historisch niedrigen Zinsniveau in Deutschland und dem allgemeinen Preisverfall am Photovoltaikmodule-Markt.


Diese Effekte werden sich nach Angaben des Vorstandes auch im zweiten Quartal 2010 bilanzwirksam niederschlagen. Allerdings führten die Lieferschwierigkeiten unter anderem dazu, dass die SMA ihre im vergangenen Jahr erweiterten Produktionskapazitäten, etwa am Standort Kassel, nicht voll auslasten könne. An der Prognose für das Geschäftsjahr 2010 von 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro Umsatz bei einer EBIT-Marge von 20 bis 23 Prozent hält der SMA Vorstand weiter fest.

SMA Solar Technology AG:  ISIN DE000A0DJ6J9 / WKN A0DJ6J
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