Im September gingen weniger neue Solaranlagen ans deutsche Netz als noch vor einem Jahr. / Quelle: Fotolia

  Erneuerbare Energie

Weiter schleppender Neubau deutscher Solaranlagen

Weiterhin kommen nur wenige Solaranlagen in Deutschland neu ans Netz. Das zeigen die aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur zum Solarzubau im September. Demnach wurden für diesen Monat nur neue Solaranlagen mit 108 Megawatt (MW) Gesamtkapazität gemeldet. Im September 2015 war noch eine neu installierte Photovoltaikleistung von 127 MW gemeldet worden. Insgesamt waren laut der Behörde im September deutsche Solaranlagen mit 40,5 Gigawatt (GW) gemeldet. Davon entfällt aber der Löwenanteil auf Solaranlagen, die vor den tiefen Einschnitten beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ab 2012 errichtet worden sind.

Ferner gab die Bundesnetzagentur bekannt, dass sich der deutsche Solarzubau in den zwölf Monaten bis September auf insgesamt 1,1 GW belief. Auch hier lag der Vorjahreswert mit 1,4 GW deutlich über dem aktuellen Zubau.

Ziel der Bundesregierung ist es, pro Kalenderjahr mindestens 2.400 MW bzw. 2,4 GW Solarstromleistung neu ans Stromnetz zu bringen. Dieses Ziel wird schon lange nicht mehr erreicht. Nur wenn der Zubau über ein Jahr gesehen diese Marke erreicht, werden die Einspeisetarife für Strom aus neuen Soalranlagen gesenkt. Der Zubau von 1,1 GW bedeutet laut der Bundesnetzagentur, dass die Einspeisevergütung für Photovoltaik-Anlagen auf Gebäuden bis zum Jahresende stabil bleibt. Für Solarstrom aus neuen Photovoltaik-Anlagen auf Freiflächen gibt es keine gesetzlich festgelegten Einspeisetarife. Für sie wird der Strompreis über Ausschreibungen ermittelt.  ECOreporter.de hat über die laufende deutsche Solarauktion berichtet.
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